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Autor: Rene Melzer | 20.12.2012 - 08:00 | 0

Kodak-Patente: Versteigerung schweißt Tech-Branche zusammen

Die Versteigerung der Kodak-Patente ist abgeschlossen und die Bieter sind deutlich günstiger weggekommen, als von Experten vorausgesagt. Die rund 1.100 Schutztitel gehen für insgesamt 525 Millionen US-Dollar in die Hände der zwei Patenverwalter Intellectual Ventures und RPX. Interessant sind jedoch nicht die Namen, sondern die Unternehmen, die hinter ihnen stehen.

Kodak-Patente: Versteigerung schweißt Tech-Branche zusammen

Kodak-Patente machten Feinde zu Partnern | (c) Kodak / YouTube

Nach Informationen des Wirtschaftsportals Bloomberg hat sich fast jedes der bekannten Unternehmen aus der Tech-Szene an der Versteigerung beteiligt. Hinter dem Konsortium von Intellectual Ventures und RPX stehen insgesamt 12 Firmen: Apple, Google, Research In Motion (RIM), Microsoft, Facebook, Amazon, Samsung, Adobe, Huawei, Fujifilm, HTC und Shutterfly.

Das insolvente Traditionsunternehmen Kodak hatte im Juli 2012 das Recht zugesprochen bekommen, sein Tafelsilber in Form von 1.100 Patenten zu verkaufen, mit denen digitale Techniken zur Aufnahme, Manipulation und Weiterleitung von Fotos geschützt sind. Deren Wert wurde vorab auf eine Summe zwischen 2 Milliarden und 3 Milliarden US-Dollar geschätzt, die Bieter haben also ein absolutes Schnäppchen gemacht und das trotz des großen Interesses in der Branche.

Dass Kodak diese Summe nicht erzielen konnte lag auch an der Zusammenarbeit der Parteien während der Versteigerung - trotz teilweise erbitterter Feindschaft wie zwischen Apple und Google oder Apple und Samsung. Bei der neuen Strategie sollen auch die Erfahrungen aus der Versteigerung der Nortel-Patente im Jahr 2011 eine Rolle gespielt haben. Damals gab es zwei Lager, die sich gegenseitig hochboten. Am Ende bekam ein Konsortium den Zuschlag, dem auch Apple, Microsoft, Research in Motion und Sony angehörten. Es zahlte 4,5 Milliarden US-Dollar für 6.000 Patente aus dem Bereich Mobilfunk und Internet. Gegenspieler Google ging damals leer aus.

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