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Autor: Björn Brodersen 31.12.2012 - 08:30 | (42)

GEZ-Gebühr wird 2013 durch Rundfunkbeitrag abgelöst

Die Ablösung der alten GEZ-Gebühr durch den geräteunabhängigen Rundfunkbeitrag gehört zu den Neuerungen des Jahres 2013 in den Bereichen IT, Telekommunikation und Internet. Der Bitkom fordert jedoch eine Nachbesserung bei der Beitragsordnung zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

GEZ-Gebühr wird 2013 durch Rundfunkbeitrag abgelöst

GEZ-Gebäude | (c) Behörde

Am 1. Januar 2013 tritt der geräteunabhängige Rundfunkbeitrag in Kraft. Private Haushalte bezahlen künftig unabhängig von der Anzahl der im Haushalt vorhandenen Geräte wie Fernseher, Radios, PCs, Laptops, Tablets oder Smartphones und der Anzahl der Bewohner je Wohnung einen monatlichen Beitrag von 17,98 Euro. Damit sind auch alle Empfangsgeräte in privaten Fahrzeugen abgedeckt. Das entspricht der Höhe der bisherigen Rundfunkgebühr für Haushalte mit einem Fernseh- und Radiogerät oder PC. Wer allerdings kein Fernsehgerät, sondern nur ein Radio oder einen PC besitzt, zahlt statt bisher 5,76 Euro nun ebenfalls 17,98 Euro. Selbstständige oder Freiberufler, die von zu Hause aus arbeiten, müssen keinen weiteren Beitrag mehr bezahlen. Nur für betrieblich genutzte Fahrzeuge werden monatlich 5,99 Euro fällig.

Der Bitkom fordert Nachbesserungen bei der Höhe des Rundfunkbeitrags. "Weil mit immer mehr Geräten wie Tablet Computern, Smartphones oder auch Spielekonsolen über das Internet Fernsehprogramme empfangen werden können, war eine Abkehr von der gerätebezogenen Gebühr bei Privatpersonen überfällig", sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. "Allerdings erscheint der geplante Beitrag in Höhe von 17,98 Euro je Wohnung zu hoch. Die neue Lösung sollte auf jeden Fall insgesamt aufkommensneutral sein und die Bürger nicht zusätzlich belasten", so Kempf. "Zumindest die Einsparungen, die durch den Abbau des Kontrollapparats der GEZ erzielt werden, sollten an die Verbraucher weitergegeben werden." Zudem werden nach Ansicht des Verbandes Filialunternehmen und Branchen mit besonders vielen Teilzeitbeschäftigten überproportional belastet.

Die Höhe des Beitrags für Unternehmen richtet sich laut Bitkom nach der Anzahl der Betriebsstätten, Beschäftigten und Kraftfahrzeuge. Je Betriebsstätte könne der Beitrag so zwischen 5,99 und 3236,40 Euro liegen. Vor allem Filialunternehmen sowie Unternehmen mit sehr vielen Teilzeitbeschäftigten würden durch dieses Berechnungsmodell deutlich mehr bezahlen müssen als Unternehmen mit nur einem Standort und einem großen Anteil von Vollzeitbeschäftigten.

Weitere Neuerungen in 2013

  • Die Handynutzung im europäischen Ausland wird erneut preiswerter. Ab dem 1. Juli 2013 beträgt die Preisobergrenze für ausgehende Telefonate 24 Cent pro Minute. Vorher waren es 29 Cent. Die Telefonminute für eingehende Anrufe darf maximal 7 Cent kosten (vorher 8 Cent). Der Preis für SMS aus dem EU-Ausland sinkt von 9 Cent auf 8 Cent. Auch die Nutzung von Datentarifen wird günstiger, ein übertragenes Megabyte kostet ab Juli maximal 45 Cent nach zuvor 70 Cent.
EU-Preisobergrenzen seit 1. Juli 2012 ab 1. Juli 2013 ab 1. Juli 2014
eigene Anrufe 35 Cent/min. 29 Cent/min. 23 Cent/min.
angenommene Anrufe 10 Cent/min. 8 Cent /min. 6 Cent/min.
SMS-Versand 11 Cent/SMS 10 Cent/SMS 7 Cent/SMS
mobiles Internet 83 Cent/MB 54 Cent/MB 24 Cent/MB
  • Warteschleifen kostenfrei: Ab Juni 2013 dürfen Warteschleifen im Grundsatz nur noch kostenfrei angeboten werden. Ausnahmen bestehen zum Beispiel für ortsgebundene Rufnummern oder Mobilfunknummern. Verstößt der Anbieter gegen diese Vorgaben, so entfällt sein Entgeltanspruch künftig ganz und der Anruf ist für den Verbraucher kostenfrei.
Themen: Mobile TV
Quelle: Pressemitteilungen des Bitkom
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Kommentare
  1. 01.01.13 22:25 bocadillo (Professional Handy Master)

    so fritz...jetzt abebma han aufs herz.

    ich z.b. hab wenig zeit zum fernshen weil ich viel unterwegs bin......

    wennn dann schau ich nen ordentlichen film an...und der einzige kanal der ör rechten den ich regelmäßig konsumiere ist phönix.

    und dafür muß man fü viel geld einen abm apparat stützen und au den hauptsendern ein programm das fr Ü 55 gemacht ist ??
    äkla ann man argumentieren " wirst auch ma alt"- aber kann man dann nicht die gez gebühren auf die rentenversicherung anrechnen...möhlchst nur auf den an - anteil ;-)

  2. 01.01.13 20:03 Fritz_The_Cat (Expert Handy Profi)

    @ PiAlphaNu:
    "Von mir aus können die mir alles abklemmen. Den ganzen Kultur kramm und Doku rotz schauen eh nur ein paar %. Über 80% der TV Zuschauer schauen die privaten Sender."

    ==> Ja, mit Deiner Schätzung liegst Du wohl recht gut. Leider!
    Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man seinen Mitmenschen auf der Strasse oder im Bus zuhört und/oder deren Kommentare / Posts in vielen Internetforen liest.…

  3. 01.01.13 16:38 PiAlphaNu (Youngster)

    Ja vielleicht samstags die sportschau im 1. Ich habe keinen Fernseher!

  4. 01.01.13 16:27 M.a.K (Expert Handy Profi)

    " Und H4. Leute nur Radio und private, was anderes schauen die eh nicht."

    Das denken auch nur die, die den ganzen tag rtl, rtl 2 und sat1 schauen...

  5. 01.01.13 15:00 PiAlphaNu (Youngster)

    Von mir aus können die mir alles abklemmen. Den ganzen Kultur kramm und Doku rotz schauen eh nur ein paar %. Über 80% der TV Zuschauer schauen die privaten Sender. Bin für Paket Preise, 6€ für Radio und private. 10 € für die Standard und die 17 für alles.
    Und H4. Leute nur Radio und private, was anderes schauen die eh nicht.
    Gruß

  6. 31.12.12 21:20 Kunibert (Advanced Member)

    Am meisten gespannt bin ich, wie lange es dauert die GEZ Behörde loszuwerden. Im Finanzamt gibt es heute noch Behörden die mehr Kosten verursachen als die Steuern einbringen, die diese einzuziehen hat.

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