Nvidia hat seinen neuen Chipsatz Tegra 4 vorgestellt und die Gerüchte der vergangenen Wochen bestätigt. Dazu präsentierte der Chip-Spezialist gleich ein erstes Produkt, eine Spielekonsole mit der Bezeichnung Project Shield.
Tegra 4 | (c) Nvidia
Der Chip-Hersteller Nvidia hat seinen neuen Chipsatz Tegra 4 im Rahmen der Elektronikmesse CES vorgestellt. Viel Neues gab es dazu allerdings nicht zu berichten, denn wie Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang auf der Conferenz zugab, ist die neue Plattform eines der schlechtgehütesten Geheimnisse der Geschichte. Tatsächlich bestätigte er vorwiegend die Informationen, die bereits in den vergangenen Wochen durchgesickert sind. Doch zumindest zwei Neuigkeiten zu Tegra 4 konnte Nvidia noch bekannt geben: Der Chipsatz wird auch LTE unterstützen und 4K-Auflösung, auch Ultra High Definition genannt.
Tegra 4 ist der Nachfolger der aktuellen Plattform Tegra 3, die unter anderem im HTC One X+ und im Google-Tablet Nexus 7 von Asus steckt. Am grundsätzlichen Design hat das Unternehmen nichts geändert, auch im neuen Chipsatz kommen wieder vier Hochleistungs-Prozessoren für Spiele, Videos und zum Surfen im Internet zum Einsatz. Sie werden von einem leistungsschwächeren "Companion Core" unterstützt, der die Hintergrund-Prozesse verwaltet, wenn das Gerät im Standby-Modus ist.
Trotz der Ähnlichkeit zum Vorgänger soll es beim Tegra 4 einen kräftigen Leistungsschub geben. Dazu trägt das moderne Cortex-A15-Design von ARM bei, auf dem der Chipsatz basiert, sowie ein Grafik-Chip mit ganzen 72 Kernen. Um Stromverbrauch und Wärmeentwicklung im Zaum zu halten, wird die neue Plattform im 28-Nanometer-Verfahren hergestellt. Nach Angaben des Unternehmens ist Tegra 4 der derzeit schnellste Chipsatz auf dem Markt, schneller sogar als die kürzlich von Apple vorgestellte Apple A6X-Plattform für das iPad 4 - zumindest beim Laden von Internetseiten. Dazu ist der neue Tegra-Chipsatz in der Lage, Foto- und Video-Aufnahmen zu verbessern. Nach Angaben von Nvidia erlaubt die Plattform sogenannte HDR-Aufnahmen in Echtzeit.
Auch beim LTE-Modem, von Nividia i500 genannt, beschreitet das Unternehmen neue Wege. Bisher werden Chips verwendet, die nur eine einzige Funktion haben, etwa den Empfang im 3G-Netz oder über LTE. Das Produkt von Nividia ist dagegen frei programmierbar, so dass jeder der acht Kerne auf dem Modem je nach Bedarf in den einen oder anderen Übertragungsstandard wechseln kann.
Huang zeigte darüber hinaus eine Spielekonsole mit dem neuen Chipsatz auf Android-Basis, die das Unternehmen Project Shield nennt. Das System sieht aus wie ein Spiele-Controller mit einem angedockten Display, enthält aber alle notwendige Technik, inklusive Chipsatz, Modem, Akku und Speicher. Das Display ist 5 Zoll groß und scharf, wobei Huang nur von Retina-ähnlicher Auflösung spricht. Der Akku soll dem Project Shield eine Laufzeit von bis zu 38 Stunden ermöglichen, es gibt einen Steckplatz für microSD-Karten, integrierte Lautsprecher und einen Kopfhörer-Ausgang sowie einen USB- und einen HDMI-Anschluss. Letzterer unterstützt sogar 4K-Fernseher.
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Du bist nicht dabei?Die Bildschirmauflösung ist die selbe wie beim Galaxy S3, nämlich 1280x720, wie auf anderen Seiten zu lesen ist.
Ist das nun ein Handheld oder eine Spielekonsole (alá Wii U) ????
@team28 Es müsste wohl ein Handheld sein, sonst wäre das wohl eine Todgeburt ;D. Stellt sich auch die Frage ob nVidia wirklich in diesen Markt einsteigen will oder ob sie einfach nur testen wollen... vermutlich beides, aber ich glaube kaum dass sie die Konsole am Ende wirklich rausbringen.
Was ich so gelesen habe scheinen die neuen A15 zumindest in der 28nm Fertigung eher für Tablets bzw größere Geräte zu sein, da die Wärmeentwicklung/Stromverbrauch doch enorm ist. Die gebotene Leistung ist aber ebenfalls der Wahnsinn.