Auch wenn immer mehr Hersteller dazu übergehen, Akkus in Smartphones, Tablets oder auch Notebooks fest zu verbauen, entspricht das nicht unbedingt dem Wunsch der Kunden. Diese möchten langlebige Produkte, bei denen einzelne Teile zur Not ausgetauscht werden können, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ergab.
iPhone 5: Akku ist fest verbaut | (c) ifixit.com
Insbesondere die fest verbauten und teilweise massiv verklebten Akkus in elektronischen Geräten wie Smartphones oder Tablets stehen in massiver Kritik von Natur- und Verbraucherschützern. Denn sie definieren im Normalfall die Lebensdauer der Geräte, da sie konstruktionsbedingt als erstes unbrauchbar werden. Ein einfacher Austausch durch den Nutzer ist heutzutage kaum noch möglich. Viele Besitzer kaufen sich deshalb schon nach wenigen Jahren ein neues Gerät. Wenn sie jedoch die Möglichkeit hätten, den Akku einfach vor Ort im nächsten Elektromarkt austauschen zu lassen, würden 61 Prozent der Verbraucher ihr altes Modell weiter nutzen, ergab die Umfrage.
Auch die Modernisierung ihres Altgerätes durch neue, leistungsfähigere und stromsparendere Teile wie neue Festplatten ist für Viele eine wichtige Alternative zum Neukauf. Bei der Umfrage gab fast die Hälfte der Befragten an, dass ihnen eine solche Möglichkeit wichtig oder sogar sehr wichtig ist.
Leider gehe der Trend derzeit dazu, mobile Endgeräte wie beispielsweise Notebooks, Tablets und Smartphones zunehmend mit nicht austauschbaren Akkus auszustatten, kritisierte Robert Pörschmann, BUND-Energieexperte. Wenn deren Lebensdauer abgelaufen sei, werde zumeist ein neues Gerät gekauft. Dies verschwende Ressourcen und wertvolle Rohstoffe wie Gold, Coltan und die sogenannten Seltenen Erden. Die Nutzungsdauer der Geräte müsse durch wechselbare Komponenten deutlich erhöht und Umweltauswirkungen und Ressourcenverbrauch durch größere Recyclingfähigkeit drastisch gesenkt werden.
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Quelle: BUND
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Du bist nicht dabei?Ah, okay, dann hatte ich Dich mißverstanden.
@Chief
hab auch nochmal gesucht und HTC scheint wirklich bei fest verbauten Akkus 24 Monate Herstellergarantie zu gewähren.
@fritz
Ich meinte damit, dass man solange man keinen total defekten Akku auch innerhalb der ersten 6 Monate wenig Chancen auf Nachbesserung hat. Und in den meisten Fällen ist das Problem ja das der Akku statt X Stunden nur noch Y Stunden durchhält...
"Die Garantie für Akkus, Headset etc ist sowieso auf 6 Monate begrenzt."
Kommt auf den Hersteller drauf an. Nokia gibt (beim Lumia800) 12 Monate. HTC gibt auf das Gerät 24 Monate anscheinend mit Akku, da ich extra zum Akku nichts gefunden habe.
Und bei Apple hat man 12 Monate auf alles was im Karton ist. Die man um weitere 12 Monate (kostenpflichtig) verlängern kann.
"Die Garantie für Akkus, Headset etc ist sowieso auf 6 Monate begrenzt..."
==> … wenn denn der Hersteller überhaupt (weil freiwillig) eine Garantie auf diese Teile gibt.…
"Die andere Sache ist, dass man bei einem defekten Akku selbst innerhalb der 6 Monate kaum eine Chance hat"
==> Innerhalb der ersten 6 Monate Gewährleistungsfrist liegt die Beweislast doch sowieso beim Verkäufer/Händler…
"Wobei nach 6 Monaten die Beweislastumkehr greift und der Käufer beweisen muß, daß der Fehler bereits vorhanden war als er das Gerät kaufte"
Die Garantie für Akkus, Headset etc ist sowieso auf 6 Monate begrenzt...Die andere Sache ist, dass man bei einem defekten Akku selbst innerhalb der 6 Monate kaum eine Chance hat, es sei denn er hält wirklich nur 1 Stunde oder so durch....
@nohtz:
Ich meinte nicht, dass sie wegen des festen Akkus gekauft werden sondern wegen der besseren Haptik und Optik die durch den festen Akku indirekt erreicht wird.
> dünne geräte mit wechselakku gibts ja zu kaufen, und die verkaufen sich auch gut
So? Welche sind das? Wenn du aufs S3 anspielst, dann weißt du sicher, dass sich Samsung den tauschbaren Akku teuer erkauft wenn man sich so den Akkudeckel ansieht.
@MaK:
> warum sollen geräte mit austauschbarem akku dicker sein?
Weil ein tauschbarer Akku ein eigenes Gehäuse braucht, dann hat man also zwei Gehäuse inneinander. Jemand hat dazu mal einen sehr detaillierten Artikel verlinkt, den hab ich aber grad nicht zur Hand.
Außerdem geht es mir nicht primär um die Dicke des Geräts sondern vielmehr um die Haptik und überleg mal wie viele Geräte du mit tauschbaren Akku und hochwertiger Haptik kennst.