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Autor: Maximilian Beyer | 11.03.2013 - 13:08 | (49)

Geldfluss: Nokia überweist künftig mehr für Windows Phone als Microsoft

Nokia wird in der restlichen Laufzeit des Windows-Phone-Abkommens mit Microsoft etwa eine halbe Milliarde Euro mehr an Lizenzentgelten zahlen, als das Unternehmen als Subvention vom Plattform-Betreiber erhält. Das erklärt Nokia in einer Pflichtmeldung für die US-Börsenaufsicht SEC. Der finnische Handy-Hersteller schließt außerdem nicht mehr aus, dass Microsoft ein Surface-Smartphone baut.

Geldfluss: Nokia überweist künftig mehr für Windows Phone als Microsoft

Elop und Ballmer: Nokia und Microsoft reichen sich die Hände | (c) Nokia

Seit 2011 haben Nokia und Microsoft eine Partnerschaft im Bereich Mobiltelefone. Nokia erhält seitdem finanzielle Unterstützung von Microsoft in Höhe von etwa 190 Millionen Euro pro Quartal, zahlt aber andererseits auch Lizenzgebühren für Windows Phone. Bis zum letzten Quartal 2012 überstiegen die von Microsoft gezahlten Summen noch die Lizenzgebühren - eine Geschäft also, von dem Nokia bislang finanziell profitiert hat. Auch 2013 wird der finnische Handy-Hersteller nach eigenen Angaben auf einem sogenannten 20F-Formular einer Pflichtmeldung für die US-Börsenaufsicht SEC mit einem Überschuss aus dem Deal herausgehen, im Jahr darauf werde sich dieses Verhältnis aber umkehren.

Für die jetzt noch verbleibende Laufzeit der Vereinbarung wird Nokia den Angaben zufolge insgesamt 500 Millionen Euro mehr an Microsoft überweisen, als es vom Plattform-Betreiber erhalten wird. Am Ende werde Nokia aber noch mit einem leichten Plus aus dem Geschäft gehen. Wann die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen ausläuft, ist nicht bekannt.

Nokia schließt ein Surface-Smartphone nicht mehr aus

In dem Nokia-Bericht findet sich auch ein Abschnitt über Risiken und Unsicherheiten, die die Konkurrenzfähigkeit von Nokia auf dem Smartphone-Markt zum Teil deutlich beeinflussen können. Ein Strategiewechsel von Nokia oder von Microsoft könnte erheblichen Einfluss sowohl auf die Konkurrenzfähigkeit als auch auf die Profitabilität von Nokia und auf die Marktanteile des Smartphone-Herstellers mit Sitz im finnischen Espoo haben, heißt es.

Nokia sieht sich beispielsweise ab abhängig von der Marketingstrategie Microsofts und müsse auch befürchten, dass Microsoft einen anderen Smartphone-Hersteller als wichtigsten Partner auserkürt. Nokia spricht auch erstmals öffentlich von der Möglichkeit, dass Microsoft zum Konkurrenten auf dem Smartphone-Markt werden könnte. Der Hersteller schließt nicht mehr aus, dass die Redmonder in der Zukunft ihre Strategie wechseln und analog zum Tablet-Bereich auch ein eigenes Surface-Smartphone bauen. Die Finnen betonen daher die Bedeutung von eigenen patentierbaren Lösungen für den eigenen Erfolg im Smartphone-Geschäft.

Hinweis der Redaktion (14:45 Uhr): Aufgrund eines Formulierungsfehlers war in der ursprünglichen Version dieser News der Eindruck erweckt worden, Nokia werde am Ende der gesamten Laufzeit der Vereinbarung insgesamt 500 Millionen Euro mehr bezahlt als eingenommen haben. Dieser Betrag betrifft jedoch nur die Zuzahlung für die verbleibende Laufzeit des Deals. Die entsprechende Passage des Textes wurde umformuliert.

Quelle: SEC, ZDNet

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Kommentare
  1. 14.03.13 21:21 handyhacho (Advanced Handy Profi)

    hunderttausend meine ich. Glaube da ist ne Null zu viel;)

  2. 14.03.13 21:18 handyhacho (Advanced Handy Profi)

    jo, warten wie es ab - ich denke überleben werden beide - Nokia, weil sie das Kerngeschäft mit den günstigen Geräten haben, und Jolla, weil sie einfach nicht viel verkaufen müssen - meine Rechnung war für 100000 Geräte, ich denke aber das 2-4 fache ist da ebenso realistisch...

  3. 13.03.13 15:04 Surab (Expert Handy Profi)

    @ handyhacho:
    Ich glaube da hat niemand was dazu gesagt, weil keiner es mitbekommen hat. Also mir wurde im Userzentrum erst wieder dein neuester Post angezeigt.

    Ich denke beide Rechnungen sind noch sehr grob und ich finde beide erst mal plausibel. Selbst wenn deine Argumente die Mindestmarge halbieren würde, würde das Nokia bis Ende 2013 locker wieder reinhaben.

    Das musst ebenso wahrhaben, wie manch einer mit deiner Rechnung klar kommen muss. Aber du hast überigens noch vergessen, dass das Jolla auch leben, sparen und investieren will. Da gehen dann nochmal mindestens 50% von 21 Millionen ab und bleiben in der Kriegskasse. Leben könnte ich dennoch mit 80.000€ (sogar im Jahr) noch locker. ;)

    ABER: Ich bin kein WiWi und kann die Rechnungen nicht weiter beurteilen als "plausibel".

  4. 13.03.13 13:26 handyhacho (Advanced Handy Profi)

    @Laborant:
    Nachdem sich zwar niemand zu meiner Rechnung geäußert hat nun doch ein wenig Kritik an Deiner: Es kommen pro Gerät noch ca. 25$ Lizenzkosten hinzu...
    Bei beiden Rechnungen nicht mit drin sind Kosten für das Marketing. Diese würde ich bisher bei Jolla nicht als vordringlich erachten, die setzen eher auf virales Marketing, und das scheint ja bisher recht gut zu funktionieren - schließlich wird das OS mittlerweile häufig im gleichen Atemzug mit Tizen, Ubuntu und FirefoxOS genannt...

  5. 12.03.13 19:42 handyhacho (Advanced Handy Profi)

    Ich probiers mal:
    Also 100000x600 Euro sind 60 Millionen. Minus die Hardware, sagen wir ca. 50%, bleiben noch 30 Millionen. Dann noch die Kosten für den Auftragsfertiger, sagen wir 15% des VK, bleiben ca. 21 Millionen. Das geteilt durch die 60 Mitarbeiter macht ca. 350000 pro Person. Wenn man davon noch Steuern und Nebenkosten abzieht, rechnen wir 50%, sind das immer noch 175000 pro Person. Damit kann man doch leben. Wenn man das pro Quartal verkauft gehts den Angestellten sicher gut...

  6. 12.03.13 17:56 nohtz (Professional Handy Master)

    chief
    "Dann hau du doch mal einen Preis raus, mit dem sie mindestens Verkauft werden müssen! "
    --> ^^

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