Was passiert wenn sich zwei Rivalen den Großteil des Marktes teilen müssen? Richtig, eine Schlammschlacht entbrennt. Apple-Manager Phil Schiller hat sich jüngst bereits kritisch über das Sicherheitskonzept von Android geäußert, nun geht es der Nutzererfahrung an die Gurgel.
Philip W. Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing | (c) Apple
Coca Cola oder Pepsi, Burger King oder McDonalds, Dunkles oder Helles, iOS oder Android - alles eine Glaubensfrage. Nicht so für Apple-Manager Phil Schiller, der sich zum wiederholten Mal abfällig über die Konkurrenz äußert. "Android wird oft als kostenloser Ersatz für ein Feature-Phone geliefert, und die Erfahrung ist nicht so gut wie bei einem iPhone", meint Schiller. Auch sei der Android-Markt durch die unübersichtliche Versionierung zu stark fragmentiert - immerhin nutzt noch knapp die Hälfte der Inhaber eines Android-Smartphones eine ältere Version als Android 4.0 Ice Cream Sandwich. Die Nutzererfahrung von Android würde sich darüber hinaus schon dadurch schmälern, weil der Käufer sein neues Gerät erst bei zahlreichen Anbietern anmelden müsse - im Gegensatz zu iOS-Geräten, bei denen Apple unter Beweis stelle, dass sie nahtlos mit den Anbietern zusammen arbeiten würden.
Zu allen weltweit im Jahr 2012 verkauften Smartphones trägt Apple nur zu 19 Prozent bei, etwa 70 Prozent entfallen auf Android-Geräte. Auf diesen Umstand und die Erwartungshaltung vieler Marktanalysten, dass in diesem Jahr Android-Tablets die iPad-Serie überholen würden angesprochen, zeigt sich Schiller ausweichend. Er bezweifelt Genauigkeit und Aussagekraft dieser Zahlen, hebt stattdessen hervor, dass nach Apple-eigener Marktforschung viermal so viele iPhone-Nutzer von Android abgeworben wurden, wie jene die zu Android wechselten. Drei viertel aller iPhone-Nutzer seien laut einer Umfrage von ChangeWave sehr mit ihrem Gerät zufrieden - verglichen mit nur knapp der Hälfte der Besitzer eines Android-Smartphones.
Auch zur Tatsache, dass andere Hersteller immer größere Smartphones bauen, äußerte sich der Manager und Marketing-Vizepräsident von Apple. So liege der Grund darin, dass größere Gehäuse auch größere Akkus beherbergen könnten: "Da das iPhone so dünn und leicht ist, machen sie ihre Geräte größer, um die Akkulaufzeit zu erreichen, die das iPhone 5 erreicht." Außerdem sei das Display des aktuellen iPhone nach wie vor das beste Display auf dem Markt.
Mehr zum Thema: iPhone, iPhone-Display
Quelle: Wall Street Journal via ZDNet
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Du bist nicht dabei?Verrückt. Da wird Arbeit quasi doppelt gemacht.
Ja, genau so ist es leider. Die bauen das komplette System um. Eigentlich verrückt, aber so weit sind wir mittlerweile.
@Pixel #75
Das heißt also das man das fertige Android quasi komplett zerpflückt und nach eigenen Vorstellung "neu" aufbaut bzw. mit seinen Erweiterungen neu zusammen setzt.
@Heisenberg #76
"Jede kleinste Änderung am System kann eine Menge großer Folgen und Probleme nach sich ziehen."
Kenn ich. Hat man ein Problem beseitigt hat man, woher auch immer, 5 neue.
"Ich denke, dass die meisten die Komplexität hinter der Entwicklung stark unterschätzen."
Dafür gibt es ja euch ;)
@noway #77
"Habe die bisherigen Gerüchte es so verstanden, dass Google bei KLP genau in diese Richtung gehen will, dass die Hersteller GUI mehr oder weniger nur noch als Launcher zum Einsatz kommt."
Da wäre ich eh dafür. Alle Androiden werden mit Stock ausgeliefert bzw. mit der Auswahl ob Stock oder Herstellereigen.
Damit könnte man auch zusätzlich Geld verdienen, in dem man seinen "Launcher" im Playstore auch anderen zum Kauf anbietet.
Ein One mit der Sony Oberfläche wäre schon verdammt schick.
[Heisenberg]
> So und nach mach ich mich ans Testen der Beta des Moduls, das wir Weihnachten ausliefern wollen...
Ja, das kenne ich. Ich bin derzeit dabei eine Software in den Produktiven einsatz zu bringen, die ich auch schon seit etwa einem halben Jahr teste. ;-)
Aber den Softwareentwicklern hier glaubt ja keiner...
[noway]
> Wäre auf jeden Fall eine sinnvolle Entwicklung...aber ob die Hersteller da mitziehen???
Natürlich, aber das werden sie nicht wollen. Hätten sie ja schon lange machen können, aber dann haben sie natürlich nicht so viele Möglichkeiten. Wenn ich mir anschaue wie tief z.B. Sense ins System integriert ist. Da sieht jedes Menü anders aus und wenn ich nur das Handy ausschalten will.
Habe die bisherigen Gerüchte es so verstanden, dass Google bei KLP genau in diese Richtung gehen will, dass die Hersteller GUI mehr oder weniger nur noch als Launcher zum Einsatz kommt.
Wäre auf jeden Fall eine sinnvolle Entwicklung...aber ob die Hersteller da mitziehen???
Ja genau, deswegen dauert der Spaß ja auch so lange und deswegen muss so viel getestet werden.