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Autor:
Björn Brodersen
| 4

GSM-Lizenzen: Kartell-Verdacht gegen Mobilfunkbetreiber

Haben die vier deutschen Mobilfunkbetreiber geheime Absprachen getroffen, um hohe Kosten bei einer Versteigerung der GSM-Lizenzen zu vermeiden? Diesen Verdacht hegt das Kartellamt, das die Telekom, Vodafone, E-Plus und Telefónica Germany (O2) jetzt um Stellungnahme bittet.

GSM-Lizenzen: Kartell-Verdacht gegen Mobilfunkbetreiber

Für mobile Telefonieren immer noch wichtig: GSM-Netze | (c) Telekom

Das Bundeskartellamt äußert in einem Schreiben vom 16. April 2013 an die vier Mobilfunknetzbetreiber den Verdacht, dass die vier Unternehmen im Vorfeld der anstehenden Lizenzverlängerung der GSM-Funkfrequenzen sensible Geschäftsinformationen ausgetauscht haben könnten, damit es nicht zu einem neuen teuren Versteigerungsverfahren dieser Mobilfunk-Frequenzen kommt. Das berichtet Spiegel Online. Die in den 90er Jahren vergebenen GSM-Lizenzen laufen Ende 2016 aus und fallen dann zurück in den Besitz des Bundes, der dann über die Bundesnetzagentur die Lizenzen für den Betrieb der Mobilfunknetze auf GSM-Basis verlängern, verkaufen oder - wenn es genügend Interessenten gibt - versteigern kann.

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Dem Spiegel-Bericht zufolge rechtfertigt die derzeitige Nachfrage keine Versteigerung der GSM-Lizenzen. Das habe eine Bedarfsermittlung der Bundesnetzagentur ergeben, nach der sich Telekom, Vodafone, E-Plus und O2 das verfügbare Spektrum "brüderlich untereinander aufgeteilt" hätten. Die Wettbewerbshüter argwöhnen jetzt unzulässige Absprachen, um mögliche Konkurrenten von der Vergabe fernzuhalten. Bis Ende dieser Woche sollen die Mobilfunkunternehmen zu den Vorwürfen Stellung beziehen. Die Firmen wiesen laut Spiegel jeden Verdacht zurück.

Die GSM-Netze spielen trotz UMTS und LTE weiterhin eine sehr wichtige Rolle, denn diese sind nahezu flächendeckend ausgebaut.

Mehr zum Thema: GSM, Mobilfunkbetreiber

Quelle: Spiegel

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Kommentare
  1. 06.05.13 13:17 john coffey
    Scheiß Bundesnetzagentur

    Also ganz ehrlich, die bundesnetzagentur will sich doch nur bereiechern. Ich würde 0 Euro zahlen wenn ich Netzbetreiber wäre.
    Klar ist alle wollen ihr Handy nutzen und es gibt ja auch eine Versorgungsverpflichtung, gerade heute wo nicht jeder ein Festnetz hat.

    Ich finde es nur richtig, das Frequenzspektrum gut aufzuteilen, eben damit, der Mobilfunkbetrieb reibungslos weiterläuft, wer will schon ab 1.1.16 kein funktionierendes Handy mehr.

    Das Kartellamt hat große Bemühungen gemacht, den Mobilfunkmarkt aufzuteilen und momentan herrscht ein guter Wettbewerb. Beim Festnetz gibt es den Wettbewerb in dieser Form noch nicht, zu lasten von allen Verbrauchern.

    Nun da der Mobilfunkmarkt sich gut entwickelt, die Preise für AllnetFlats gerade auf 15Euro purzeln, muss man den Mobilfunkbetreibern als liebe Bundesregierung nicht so ans Bein pinkeln. Das ist aus meiner Sicht leider einfach weltfremd und kindisch.

  2. 06.05.13 12:28 nohtz (Professional Handy Master)

    was soll bei ener stellungnahme gross rauskommen?
    "ja, wir haben uns abgesprochen" ... das glaube ich nicht, Tim

  3. 06.05.13 11:47 AnDieLatte (Member)

    Die Netzfunker errinern sich denke ich noch bestens an die UMTS versteigerung ;)

  4. 06.05.13 11:06 N-droid (Member)

    Die endloser Gier einzelner, wird halt nicht aussterben. Das System Kapitalismus, hat am längsten überdauert. Aber ein Garant für ewiges Funktionieren, ist das wohl eher nicht.Der Trümmerhaufen wird zusehend grösser.

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