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Autor:
Tobias Czullay
| 22

Ubuntu Edge: Canonicals Crowdfunding-Kampagne ist gescheitert

Es wird kein Ubuntu Edge geben - zumindest nicht in absehbarer Zukunft. Das Smartphone mit Android- und Ubuntu-Phone-Betriebssystem sollte über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert werden, doch ist diese nun offiziell gescheitert.

Ubuntu Edge: Canonicals Crowdfunding-Kampagne ist gescheitert

Ubuntu Edge | (c) Canonical

Erst Anfang des Jahres wurde mit Ubuntu Phone ein neues Betriebssystem für Smartphones vorgestellt, nun muss das Projekt eine erste Schlappe hinnehmen. Der für die Linux-Distribution Ubuntu bekannte Hersteller Canonical hatte angekündigt, dass das System auf vielen aktuellen Android-Smartphones installiert und bei Anschluss an eine Docking-Station sogar als vollwertiges Desktop-Betriebssystem genutzt werden kann - von einem eigenen Smartphone war damals noch nicht die Rede. Das änderte sich mit dem Ubuntu Edge genannten Smartphone, das im vergangenen Juli über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo seine Financiers finden sollte. Das Ziel der Kampagne war durchaus ambitioniert, durch freiwillige Spender wollte Canonical mindestens 32 Millionen US-Dollar für die Produktion des mit Android und Ubuntu Phone betriebenen Smartphones zusammenkratzen.

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Nun ist das Projekt, wie sich bereits vor zwei Wochen abzeichnete, gescheitert. In den 30 Tagen, in denen die Kampagne unterstützt werden konnte, sammelte der Ubuntu-Hersteller immerhin die stolze Summe von 12,8 Millionen US-Dollar an - ein neuer Rekord in der Crowdfunding-Geschichte. Trotz zahlreicher Preissenkungen, die Canonical im Laufe der Kampagne am Ubuntu Edge vornahm, war man damit schlussendlich noch mehr als 19 Millionen US-Dollar von der Realisierung des Projekts entfernt. Ein Ubuntu Edge wird es somit in der angedachten Form zunächst nicht geben, Canonical wird sich nun also voll und ganz auf die Portierung des Ubuntu-Phone-Betriebssystems für die verfügbaren Android-Geräte anderer Hersteller konzentrieren. Die knapp 20.000 Unterstützer der erfolglosen Kampagne erhalten ihre gespendeten Beiträge laut Mark Shuttleworth im Laufe der nächsten fünf Werktage zurück erstattet.

Weitere Crowdfunding-Projekte werden nicht ausgeschlossen

Ubuntu Edge sollte trotz seiner Dual-Boot-Funktion mit Googles Android besonders die Stärken von Ubuntu Phone demonstrieren und war im Formfaktor komplett auf dessen reibungslose Bedienung ausgelegt. Das Smartphone sollte mit leistungsstarkem Mehrkern-Prozessor, 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, 128 Gigabyte internem Speicher und einem 4,5 Zoll großen HD-Touchscreen sowie einem LTE-Modul bestückt sein und ausschließlich über Indiegogo erhältlich sein. Trotz des Scheiterns der Kampagne will man bei Canonical die Flinte nicht ins Korn werfen - in seinem Blog-Eintrag schließt Shuttleworth auch zukünftige Crowdfunding-Projekte nicht aus. Das Betriebssystem Ubuntu Phone soll im Jahr 2014 an den Start gehen.

Mehr zum Thema: Smartphone, Ubuntu, Mobile Betriebssysteme

Quelle: Indiegogo

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Kommentare
  1. 23.08.13 12:26 bocadillo (GURU)

    CVP

    Wohin zur Produktion geleitet - Hersteller , Fakten , Liefertermin . Ansonsten kann das hart formuliert auch pr sein um richtigzustellen .

    Jolla hat im Vorfeld schon en block mehr Geld bekommen - deswegen ist der Vergleich mit dem ubuntu Edge nicht ganz passend .

    Die frage ist - man nehme an man wird die 50000 teile los , macht die Community glücklich .
    Und nun - wer kauft in den folgenden 2,3 Jahren die teile bis die Community wieder Bedarf hat ???

  2. 23.08.13 12:18 cvp (Member)

    Zitat:
    aber mal ehrlich...ist es ehrlicher den leuten 100 euro abzuknoepfen das eigentlich auch noch nicgt existiert und dann ein shirt schickt ???;-). Es ist cleverer...aber nicht serioeser.


    => aber mal ehrlich... was von beiden sieht zur zeit eher nach erfolg aus ? ;) 50.000 Einheiten sind nun zur Produktion geleitet.

    32 Million für ein Ubuntu Phone... kosten Punkt: 649$ wenn ich mich nicht irre... das sind 49231 Vorbesteller, also sagen wir 50.000, eigentlich genau die Menge wo eine Produktion erst anfängt (siehe Jolla). Nach 12 Mille haben die schon den Preis gedropt... bei 12 Mille sind es gerade mal 18462 Vorbesteller... so, nun bieten die das Phone doch günstiger an... und schon müssen NOCH MEHR Personen Vorbestellen... man sieht hier, wie soll diese Politik Funktionieren? Für mich kein Wunder.... was mich wundert ist, dass die nicht wie Jolla eine kleine Summe zur Vorbestellung anbieten, da hätten die mehr Erfolg. Und Ubuntu hat gaaanz bestimmt mehr Kohle als Jolla von den Sponsoren bekommen hat.... tja, ein hoch für Jolla

    <3 Sailfish OS

  3. 23.08.13 10:55 pixelflicker (GURU)

    > Die haben aus dem Crowdfunding Projekt nichts eingenommen. Da es gescheitert ist geht das Geld wieder zurück.
    Ja, hab ich mittlerweile mit bekommen.
    Wenn sie das Gerät trotzdem gebaut hätten, dann hätten die "Spender" sicher nichts dagegen. Aber ich glaube schon, dass die Sache noch nicht vorbei ist. Irgendwo hab ich gelesen, dass sie damit Investoren Aufmerksam gemacht hätten und es vielleicht doch noch klappt.

  4. 22.08.13 20:20 benthepen (Advanced Handy Master)

    Sottil

    Vielleicht mal den Artikel lesen?

  5. 22.08.13 20:04 sottil (Handy Profi)

    Aber was geschieht eigentlich, wenn das Geld nicht zusammenkommt?
    Wird das Projekt eingestellt und das Geld zurückgezahlt?
    Wenn aber dieser Shuttleworth das Projekt selber finanziert und das SmaPho auf den Markt kommt, hatten sie jedenfalls eine tolle PR-Kampagne.

  6. 22.08.13 19:47 EcoWin (Advanced Handy Profi)

    Das war nichts als günstige win-win Werbung für das (unreife)OS, mehr nicht. "Alle Welt" berichtet von dem Telefon, welches zum Einen durch sehr gute Specs und neuartige Features und OS aufwarten wollte, oder zum Anderen weil die bisher "gigantische" crowdfunding Summe von 42 Mio. gesammelt werden musste...Toller Nebeneffekt Zinsen für die Plattform *$$Catshing$$*

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