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Autor:
Stefan Schomberg
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Besser als Galaxy Gear: Smartwatch Qualcomm Toq sticht alle aus

Sony hat schon die zweite Smartwatch-Generation, Samsung gerade die erste vorgestellt und Apple bastelt auch angeblich an einer "schlauen" Uhr. Aber offenbar kommt mit Qualcomm jetzt ein Hersteller mit einer Smartwatch um die Ecke, die alle anderen in den Schatten stellt.

Besser als Galaxy Gear: Smartwatch Qualcomm Toq sticht alle aus

Qualcomm Toq | (c) Qualcomm

Eines vorweg: Offenbar handelt es sich bei der Qualcom Toq ("Talk" ausgesprochen) um einen Versuchsballon des US-Herstellers, der sonst eher für seine exzellenten mobilen Prozessoren bekannt ist. Denn in der englischsprachigen Pressemitteilung ist die Rede von einer Limited Edition für die USA, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll - das klingt nicht gerade nach Massenproduktion. Und nach Europa wird das Gerät, wenn überhaupt, erst später kommen. Auf entsprechende Informationen seitens des Herstellers warten wir noch.

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Dabei wäre das richtig schade, wenn die Qualcomm Toq nicht nach Deutschland käme. Denn Qualcomm hat mindestens drei wesentliche Bereiche seiner Smartwatch viel besser gelöst als etwa die gerade vorgestellte Samsung Galaxy Gear: Das Display ist immer an und zeigt daher wie bei einer normalen Uhr neben anderen Zusatzinformationen auch immer die Zeit. Außerdem wird die Laufzeit auf mehrere Tage (3 bis 5 Tage) beziffert, nicht auf wenige Stunden. Und zu guter Letzt: Aufgeladen wird das Modell kabellos, indem es lose auf ein entsprechendes Dock gelegt wird. Nur bei der Größe scheint man in ähnliche Regionen vorzustoßen wie Samsung - soweit sich das anhand von Bildern derzeit einschätzen lässt.

Qualcomm Toq | (c) Qualcomm

Qualcomm Toq lässt sich kabellos laden und wird...

Qualcomm Toq | (c) Qualcomm

...dazu einfach nur auf eine mitgelieferte Transportbox gelegt | (c) Qualcomm

 

Die guten Laufzeiten in Verbindung mit einem Display, das "always on" ist, macht eine andere Display-Technik möglich: Mirasol. Die von Qualcomm entwickelte Display-Technologie ähnelt grob herkömmlicher e-Ink-Technik und kommt daher ohne Hintergrundbeleuchtung aus. Nachts kann dennoch eine Beleuchtung aktiviert werden. Die reflektiven Displays sind hervorragend unter Sonneneinstrahlung ablesbar und können in der Toq-Smartwatch als kapazitive Touchscreen Farbe und bewegte Bilder darstellen. Da die Uhr zum Stromsparen nur von einem auf 200 Megahertz getakteten Cortex M3-Prozessor angetrieben wird, dürfte das aber zwangsläufig zu Rucklern führen.

Über eigenes Mikrofon und Lautsprecher scheint die Qualcomm-Uhr nicht zu verfügen, denn in einer speziellen "Premium Audio Edition" liegt ein besonderes Bluetooth-Stereo-Headset bei, das aus zwei Teilen besteht, die hinter den Ohren und über, aber nicht im Gehörgang angebracht werden können. Die Teile sehen zwar etwas nach Hörgerät aus, bieten aber mehrere Vorteile: Für Musik kann man beide Headsets nutzen, um Stereoklang zu genießen, für Telefonate reicht auch eines der Headsets. Beide Kopfhörerteile können ebenfalls kabellos aufgeladen werden. Wie für die Uhr nutzt Qualcomm dafür seinen eigenen Standard WiPower LE.

Qualcomm Toq | (c) Qualcomm

Groß ist die Uhr wohl schon, aber...

Qualcomm Toq | (c) Qualcomm

...das ist bei der Konkurrenz auch so | (c) Qualcomm

 

Über Qualcomm Toq wird man wie bei anderen Smartwatches auch Anrufe annehmen oder ablehnen können, Textnachrichten lesen, Termine einsehen oder den Musik-Player steuern können. Im Gegensatz zu anderen Produkten wird das Gerät aber mittels der im Play Store herunterladbaren Qualcomm-Toq-App auch mit Android-Geräten von anderen Firmen zusammenarbeiten. Voraussetzung ist hierfür Android 4.0.3.

Auch private Entwickler sollen zukünftig neue Funktionen zu Qualcomm Toq beisteuern, und auch das Unternehmen selbst will den Funktionsumfang der Uhr nach und nach erweitern. So ist in der Pressemitteilung die Rede davon, bald auch Healthcare-Dienste wie Qualcomm Life und das Ökosystem von 2net einzugliedern.

Auf dem Papier liefert Qualcomm die bislang beste Smartwatch ab, die noch dazu zu einem Preis von 300 bis 350 US-Dollar angeboten werden soll und damit unter dem Preis einer Samsung Galaxy Gear liegt. Ob das Gerät auch im Alltag die Nase vorn hat, kann nur ein Test nachweisen. Das könnte aber schwierig werden, da es offenbar nur wenige Zehntausend Exemplare der Uhr geben wird, die voraussichtlich nur in den USA ausgeliefert werden. Wir haben dennoch ein Testgerät angefragt - Qualcomm, übernehmen Sie!

Zum Weiterlesen:

Mehr zum Thema: Qualcomm, IFA, Neuvorstellung, Smartwatch

Quelle: Qualcomm

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Kommentare
  1. 06.09.13 03:07 Gandalf (Expert Handy Profi)

    Top! Bitte mehr davon!

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