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Autor: Björn Brodersen 18.09.2013 - 09:20 | 0

Fairphone schlüsselt Smartphone-Kosten auf

13,18 Euro vom Kaufbetrag für das Fairphone gehen an Organisationen, die sich für den Abbau von konfliktfreien Rohstoffen einsetzen und für bessere Arbeitsbedingungen in den Handy-Fabriken sorgen. Das zeigt eine Hochrechnung der Gesamtkosten für das Smartphone, die jetzt das Fairphone-Projekt veröffentlicht hat.

Fairphone schlüsselt Smartphone-Kosten auf

Kostenaufstellung für das Fairphone | (c) Fairphone-Projekt

Die Kostenübersicht des Fairphone-Projekts basiert auf der Produktionsmenge von 25.000 Einheiten des Fairphone, für das bereits Bestellungen von fast 15.000 Stück eingegangen sind. Der Kaufpreis von 325 Euro setzt sich zum größten Teil aus den Entwicklungs- und Produktionskosten für das Handy zusammen. 129,75 Euro an Kosten entstehen laut Fairphone-Projekt durch Design, Entwicklung, Komponenten und Herstellung des Fairphone, weitere 25 Euro zahlt der Hersteller als Patent-Lizenzgebühren. 63,25 Euro gehen für Steuern drauf, 18,25 Euro sind an Garantiekosten eingeplant.

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7,50 Euro des Fairphone-Kaufpreises fließen an das Made-With-Care-Programm, das die Arbeitsbedingungen in den Handy-Fabriken überwacht und Trainingsprogramme für Arbeiter durchführt. 1,93 Euro gehen an einen Sozialfonds für die Arbeiter der mit Fairphone zusammenarbeitenden Fabrik A'Hong in China. Weitere 5 Euro werden für das Recycling ausgedienter Fairphones sowie an Recycling-Initiativen abgezweigt.

Gehäuse aus recyceltem Polycarbonat

Das Fairphone-Projekt will das Fairphone Schritt für Schritt zu einem immer fairer produzierten Smartphone machen und hatte zuvor schon auf der eigenen Website Informationen über die Beschaffenheit des Handys, die Partner und die Herkunftsorte der Komponenten und Rohstoffe offengelegt. Für in der Handy-Produktion wichtige Rohstoffe will Fairphone eine "saubere und transparente Lieferkette" aufbauen, bei Zinn und Tantal sei dies bereits erreicht, bei Gold steht Fairphone nach eigenen Angaben kurz davor. Das Gehäuse des Handys besteht aus recyceltem Polycarbonat. Fairphone startete 2010 als Aufklärungs-Projekt zum Thema Rohstoffe aus Konfliktgebieten für elektronische Geräte.

Nach Einschätzung von Umweltexperten ist das Fairphone noch weit von einem wirklich fairen Handy entfernt und das niederländische Start-up hinter Fairphone hat noch einige Probleme zu lösen, die vor allem die Arbeitsbedingungen in der Lieferkette betreffen. Sollte Fairphone mit seinem Konzept Erfolg haben, stelle sich aber die Frage, wozu erst die großen Handy-Hersteller in der Lage wären. Mehr über das fairere Smartphone und die Leitgedanken der Macher erfahrt ihr in unserem Hintergrundartikel zum Fairphone.

Mehr zum Thema: Smartphone, Smartphone-Markt

Quelle: Fairphone-Projekt, Kostenaufstellung (PDF) via taz

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