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Autor:
Tobias Czullay
| 22

Canonical: Smartphone mit Ubuntu Touch kommt 2014

Die Crowdfunding-Kampagne um das High-End-Smartphone Ubuntu Edge war ein herber Fehlschlag. Was schon nach dem Misserfolg angedeutet und nun von Canonical-Gründer Shuttleworth bestätigt wird: Es wird trotzdem ein Ubuntu Smartphone geben, und das auch im nächsten Jahr.

Canonical: Smartphone mit Ubuntu Touch kommt 2014

Ubuntu Phone | (c) Canonical

32 Millionen US-Dollar wollte Canonical für die Entwicklung eines Smartphones mit Ubuntu Touch per Crowdfunding zusammenkratzen - und ist grandios dabei gescheitert. Auch wenn wir das Ubuntu Edge in der geplanten Form wohl nie zu Gesicht bekommen werden, hatte Firmengründer Mark Shuttleworth schon damals angedeutet, dass trotz dieser Pleite mit einem Ubuntu-Smartphone zu rechnen sei. Das Betriebssystem lässt sich zwar ohnehin auf Android-Geräten installieren, doch scheint Canonical nun auch einen Partner für die Herstellung eines reinrassigen Plattform-Smartphones gefunden zu haben. Schon im nächsten Jahr wird es erscheinen, wie Shuttleworth in einem Interview mit Cnet durchblicken lässt.

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Um welchen Hersteller es sich dabei konkret handelt, bleibt allerdings offen. Nun habe man die Konzept-Phase eines Smartphones mit Ubuntu Touch überwunden und könne sich im Entwicklerteam voll und ganz mit dem Träger-Gerät auseinandersetzen. Mit insgesamt vier Herstellern habe man bereits an einem Tisch gesessen und über die Zusammenarbeit diskutiert. Auch hier bleibt Shuttleworth vage, erwähnt lediglich, dass es sich dabei um Hersteller mit großem Umsatzvolumen in Entwicklungs- und Industrieländern handelt, die Unternehmen genauso bedienen, wie den Endverbraucher. Mit der Deutschen Telekom und Vodafone konnte Canonical bereits zwei auch in Deutschland vertretene Netzbetreiber für sich gewinnen. Auch Partnerschaften mit Dienstanbietern wie LinkedIn, Facebook, Baidu und Evernote wurden bereits geschlossen. Langfristig will Shuttleworth ein stabiles und weit verbreitetes Betriebssystem etablieren, das Einzug in Alltag und Berufstätigkeit hält und nicht nur eine kleine Nische belegt.

Ein Schlüssel für Akzeptanz und Verbreitung ist das App-Angebot. Obwohl es laut Shuttleworth keine garantierte Kompatibilität von Android-Apps auf Ubuntu Touch geben wird, soll es sehr leicht für die Entwickler sein, beide Plattformen gleichzeitig zu bedienen. Schließlich haben beide Systeme einen Linux-Untersatz und die Fragmentierung von Android zwinge Entwickler teilweise heute schon zu kleinen Anpassungen. Der offene Quellcode und die Möglichkeit, jede App auch auf einem normalen Computer mit dem Ubuntu-Betriebssystem nutzen zu können, mache Ubuntu Touch OS vor allem für Unternehmen interessant.

Wie das mit Ubuntu Touch und Android bespielte Smartphone Ubuntu Edge aussehen sollte und welche Ausstattung es vorweisen sollte, könnt ihr euch hier anschauen.

Mehr zum Thema: Smartphone, Ubuntu

Quelle: Cnet via The Verge

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Kommentare
  1. 12.12.13 19:22 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @chief: Da schwang etwas Ironie mit. Lies es mal so: "Für mich ist Ubuntu (Desktop) mitlerweile das beste OS, [...] um [...] die Kommandozeile zu nutzen bzw um ein korruptes System wiederherzustellen oder zu sichern."
    Ist aber auch so eine Gewohnheitssache, ich könnte vermutlich auch mitlerweile jede andere Distri nehmen. Die dürften sich nicht so viel nehmen, bei der Kompatibilität, solange man die x86 Version nimmt.

  2. 12.12.13 18:49 chief (Professional Handy Master)

    @ibnam
    "Für mich ist Ubuntu (Desktop) mitlerweile das beste OS, weil man es überall installieren kann ... um dann die Kommandozeile zu nutzen bzw um ein korruptes System wiederherzustellen oder zu sichern.

    Schlecht ist es nicht, aber als Desktop Linux taugt es für mich nicht."

    Beißen diese beiden aussagen sich nicht?
    Auf der einen Seite findest du das Ubuntu mittlerweile das beste Desktop OS ist, auf der anderen Seite taugt es dir als Desktop Linux nicht.

    Wie kann dir das beste Desktop OS nicht taugen?

  3. 12.12.13 17:03 Der Kewle (Advanced Handy Profi)

    Boca kann halt nicht glauben, dass es auch Unternehmen gibt, die faire Preise für ihre Produkte verlangen. Dann ist das Produkt halt schlecht oder der Konzern wird von Dilletanten betrieben. Die Taschen der Aktionäre füllen sich schließlich nicht wenn man nur Gewinne im dreistelligen Millionenbereich macht...

  4. 12.12.13 16:41 nohtz (Professional Handy Master)

    "Im Internet laufen über die Hälfte von Servern unter Linux und der allermeiste Anteil daran läuft mit RedHat. So viel zur Relation.."
    -->bei mir auf arbeit: check
    auch laufen in meiner abteilung alle testsysteme unter linux-redhat

  5. 12.12.13 16:26 Moto_lebt (Handy Profi)

    bocadillo

    und damit ein EBIT von $199 million gemacht. finde ich jetzt persönlich auch nicht so schlecht.

  6. 12.12.13 16:23 pixelflicker (GURU)

    @Der Kewle:
    Wenn sich andere darauf beziehen, dann durchaus, ja.


    @Boca:
    Im Internet laufen über die Hälfte von Servern unter Linux und der allermeiste Anteil daran läuft mit RedHat. So viel zur Relation...
    Wäre RedHat unprofessionell, könnten wir diese Website hier ganz sicher gar nicht nutzen. Die warscheinlichkeit, dass auch AM auf einen Red-Hat oder Ubuntu Server läuft ist extrem hoch und bei uns in der Firma laufen auch hoch Sicherheitsrelevante Systeme damit.
    Du weißt gar nicht, wie oft du mit deinen Unprofessionellen Distributionen zu tun hast.

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