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Autor:
Tobias Czullay
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Smartphone-Kameras: Toshiba zeigt Sensoren für Lichtfeldfotos und Slow-Motion-Videos

Toshiba hat auf der CES neue Kamera-Sensoren für Smartphones und Tablets vorgestellt. Während das eine Modul mit gleich zwei Linsen und Sensoren nachfokussierbare Bilder im Stile der Lichtfeldkamera schießen kann, nimmt das andere Full-HD-Videos mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde auf.

Smartphone-Kameras: Toshiba zeigt Sensoren für Lichtfeldfotos und Slow-Motion-Videos

Dual Camera Module | (c) Toshiba

Der japanische Hersteller Toshiba hat in Las Vegas zwei neue Kamera-Sensoren für mobile Geräte präsentiert. Das Dual Camera Module mit der Bezeichnung TCM9518MD besteht aus gleich zwei 1/4 Zoll großen Sensoren, die je an eine Kameralinse angebunden sind. Pro Sensor sind Aufnahmen von maximal 5 Megapixel möglich, werden beide im Verbund genutzt, können die Fotos auf bis zu 13 Megapixel hochgerechnet werden. Die Verwendung dieser Doppel-Kamera soll nicht nur für die 3D-Gestensteuerung eines Geräts genutzt werden können, sondern auch Fotos aufnehmen können, deren Schärfepunkt erst in der Nachbearbeitung festgelegt wird. Wie bei einer Lichtfeldkamera werden also mehrere Schärfeebenen in einem Bild vereint - für die Messung und Berechnung der Entfernungen steht den Kamera-Modulen ein separater LSI-Chip zur Seite. Ohne einen Fokusmotor und den Platzverbrauch eines gängigen 13-Megapixel-Sensors soll das Dual Camera Module besonders dünn sein.

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Eine weitere Entwicklung von Toshiba ist einer neuer CMOS-Sensor, der dank "Bright Mode" die Aufnahme von Videos in Full-HD-Auflösung mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde erlaubt. Um Videos mit einer solch hohen Bildfrequenz aufzunehmen, sind für gewöhnlich eine sehr kurze Belichtungszeit und damit eine große Blende und ein großer Kamera-Sensor erforderlich. Dieses Problem umgeht Toshiba durch Interlacing, also das Aufteilen der Bildinformation während des Speicherns einzelner Frames in ein Raster, sowie durch zusätzliche elektrische Ladung einzelner Pixel mittels Charge Binning. Durch diesen Bright Mode ist die Lichtausbeute damit viermal höher, als bei einem gewöhnlichen CMOS-Sensor. Videos, die mit 240 Bildern pro Sekunde aufgenommen wurden, lassen sich so mit einem Achtel der Geschwindigkeit noch in flüssigen 30 Bildern pro Sekunde wiedergeben. Der Zeitlupeneffekt sollte also besonders weich sein und gut zur Geltung kommen.

Erste Prototypen des Dual-Camera-Moduls sind bereits für die Geräte-Hersteller erhältlich, während erste Testexemplare des Bright-Mode-Moduls im ersten Jahresquartal bereit stehen. Aktuellen Gerüchten zufolge wird das HTC One+ als erstes Smartphone mit zwei Kamera-Linsen bestückt sein. Auch wenn bisher nicht bekannt ist, ob HTC auf ein Modul von Toshiba setzen wird, erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass der Hersteller auf eine ähnlich angelegte Technik setzen wird.

Mehr zum Thema: CES, Neuvorstellung

Quelle: Toshiba (1), Toshiba (2)

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Kommentare
  1. 08.01.14 16:58 sabu (Advanced Handy Profi)

    Nokia ihr wart zu langsam

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