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Autor:
Björn Brodersen
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Apple: Erfinder von Slide-to-Unlock auf dem iPhone geht in Rente

Greg Christie, Apples Software-Chef für das iPhone, geht in Rente. Obwohl sein Ausscheiden bei Apple lange geplant war, erregt die Personalie Aufsehen. Als Urheber der Slide-to-Unlock-Entsperrgeste und anderer geschützter Technologien war Christie unter anderem zuletzt im Patentstreit mit Samsung vor Gericht aufgetreten.

Apple: Erfinder von Slide-to-Unlock auf dem iPhone geht in Rente

Slide-to-Unlock auf dem iPhone | (c) AM

Die Slide-to-Unlock-Geste des iPhone ist eines von fünf Patenten, die Apple durch Samsung-Smartphones und -Tablets verletzt sieht und dafür Schadensersatz in Höhe von rund 2 Milliarden US-Dollar fordert. Apple-Designer Greg Christie, der eine der Schlüsselfiguren bei der Entwicklung des ersten, 2007 gelaunchten iPhone war und zurzeit im Konzern die Position des Human Interface Vice President innehat, wird in der Patentschrift als Urheber der Entsperrgeste geführt, ebenso ist er Inhaber Dutzender anderer Patente. Auch wenn sein Gang in den Ruhestand offenbar schon länger geplant ist und schon vor zwei Wochen bekannt gegeben wurde, so sorgt die Personalie doch für großes Aufsehen in der Branche.

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Laut einem Bericht des auf Apple-Produkte spezialisierten Tech-Blogs 9to5Mac soll Christie nämlich zuletzt mit Apples Chef-Designer Jonathan Ive aneinander geraten sein. Streitpunkt war den Angaben zufolge unter anderem die minimalistische Optik von iOS 7.

Human-Interface-Team untersteht nun direkt Jony Ive

"Greg hat schon länger vorgehabt, später in diesem Jahr nach fast 20 Jahren bei Apple in Rente zu gehen", erklärte Apple gestern in einer kurzen Stellungnahme. "Er hat grundlegende Dinge für Apple-Produkte beigetragen und ein Human-Interface-Team von Weltklasseformat aufgebaut, das seit vielen Jahren eng mit Jony [Ive] zusammengearbeitet hat." Christies Software-Team, das bislang an Software-Chef Craig Federighi berichtete, wird nun direkt mit Ive zusammenarbeiten, kündigte das Unternehmen an.

Der Chef-Designer, den Steve Jobs früher seinen "geistigen Partner" nannte, hat seit dem Weggang des früheren Software-Chefs Scott Forestall im Jahr 2012 seinen Einfluss auf das Look and Feel von Hardware und Software der Apple-Produkte vergrößert. Die aktuelle Betriebssystemversion iOS 7 soll beispielsweise deutlich die Handschrift des Jobs-Vertrauten tragen. Mit dieser Version wendete sich Apple von der Stilrichtung Skeuomorphismus ab, bei der die Icons Objekten aus der realen Welt nachempfunden sind.

Apple stellt iOS 8 auf der WWDC 2014 vor

Die Änderungen im Designer-Team erfolgen wenige Monate vor der erwarteten Vorstellung von iOS 8 und Mac OS X 10.10 auf der WWDC 2014 in San Francisco. Berichten zufolge wird die Oberfläche von iOS 8 fast genauso aussehen wie die von iOS 7, aber eine verbesserte Kartenwanwendung mit Informationen zum öffentlichen Nahverkehr, einen eigenständigen iTunes-Radio-Dienst und tiefere iCloud-Integration mitbringen. Ein Bestandteil der neuen Betriebssystemversion, die wahrscheinlich auf dem iPhone 6 starten wird, soll die Healthbook sein, in der Fitness- und Gesundheitswerte gespeichert und grafisch aufbereitet werden.

Mehr zum Thema: iPhone, Apple-Gerüchte, Apple-Smartphones, iOS 7

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