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Autor:
Steffen Herget
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Benchmark-Test: LG G3 unterliegt Galaxy S5, One M8 und Xperia Z2

Mit dem LG G3 kommt das vierte Android-Flaggschiff eines namhaften Herstellers auf den Markt, um Samsung Galaxy S5, HTC One M8 und Sony Xperia Z2 Konkurrenz zu machen. In den gängigen Benchmark-Tests gab es im Vergleich der vier Top-Modelle die eine oder andere Überraschung.

Benchmark-Test: LG G3 unterliegt Galaxy S5, One M8 und Xperia Z2

LG G3 im Benchmark-Vergleich | (c) Areamobile

Über die reale Aussagekraft von Benchmarks lässt sich geflissentlich streiten, und zwar nicht erst seit den aufgedeckten Schummeleien von Samsung und anderen Herstellern, bei denen die Prozessorleistung bei Benchmarks künstlich nach oben geschraubt wurde. Gute Messerwerte allein machen genauso wenig automatisch ein gutes Smartphone wie umgekehrt schlechte. Einen Fingerzeig auf die Leistungsfähigkeit der Plattform und die Abstimmung der einzelnen Komponenten geben die Tests aber schon. Grund genug, das brandneue LG G3 gegen die etablierte Konkurrenz in der Oberklasse antreten zu lassen. Die Gegner sind das Samsung Galaxy S5, das HTC One M8 und das Sony Xperia Z2.

Wird das Display des LG G3 zum Nachteil?

Im Vergleich haben die vier Smartphones allesamt ähnliche Technik an Bord, nämlich den aktuellen Qualcomm Snapdragon 801, der bei Samsung und LG auf 2,5 GHz, bei HTC und Sony auf 2,3 GHz getaktet ist. Das ist aber eine Kleinigkeit, zumal die Taktfrequenz der einzelnen Kerne ohnehin je nach Bedarf flexibel geregelt wird. Unsere Version des LG G3 im Benchmark-Test hat 2 GB Arbeitsspeicher und liegt damit auf einer Höhe mit der Konkurrenz, es gibt auch eine Version mit 3 GB. Mehr zu bieten hat das LG-Smartphone beim Display, denn das G3 bringt ein QHD-Panel mit 2.560 x 1.440 Pixel mit, während der Rest noch auf Full-HD setzt.

Klar ist: Das QHD-Display bringt eine deutliche höhere Pixelanzahl mit, der PPI-Wert steigt ebenfalls. Das bedeutet aber auch mehr Arbeit für den Prozessor und den Grafikchip, diese vielen Bildpunkte wollen ja schließlich auch mit Informationen gefüllt werden. Da viele Benchmarks zumindest teilweise die Grafikleistung in den Vordergrund stellen, war im Vorfeld des Tests bereits zu befürchten, dass der eine oder andere Messewert unter der hohen Auflösung leiden wird.

LG G3 Galaxy S5 HTC One M8 Xperia Z2
3DMark 16.312 Punkte 18.766 Punkte 20.311 Punkte 18.864 Punkte
Antutu 29.318 Punkte 35.539 Punkte 34.424 Punkte 34.206 Punkte
GFXBench 26,9 fps 27,5 fps 28,2 fps 27,3
Linpack 770,1 mflops 963,8 mflops 705,3 mflops 795,6 mflops
Quadrant 17.167 Punkte 24.535 Punkte 23.375 Punkte 18.864 Punkte
Sunspider 638,1 ms 397,8 ms 565,3 ms 775,8 ms
Vellamo Metal 1.260 Punkte 1.184 Punkte 1.281 Punkte 1.175 Punkte

Die Effekte sind dann in den Benchmark-Tests auch tatsächlich zu Tage getreten, und zwar deutlicher als erwartet. Vor allem in den Tests von 3DMark (Ice Storm Unlimited) und Antutu liegt das LG G3 deutlich hinter den Konkurrenten zurück und hat die rote Laterne in der Hand. Beim ausgewählten Test von GFXBench, der 1080p-Material offscreen rendert, sind die Unterschiede dann deutlich kleiner: Auch hier liegt das LG G3 aber hinter S5, M8 und Z2 zurück. Im Quadrant-Test enteilen die Smartphones von HTC und Samsung ebenfalls, nur das Xperia Z2 liegt hier auf gleichem Niveau.

Bei den Tests, die weniger die Grafik- als vielmehr die Rechenleistung in den Vordergrund stellen, ist das LG G3 dann natürlich wieder auf der Höhe. Von einem positiven Effekt durch die höhere maximale Taktrate ist allerdings nichts zu sehen, während das gleich schnelle Samsung Galaxy S5 etwa beim Multi-Core-Test von Linpack die Konkurrenz deutlich verbläst.

LG G3 im Benchmark-Test ohne Bestwerte

Am Ende bleibt ein eigentlich vernichtendes Urteil stehen. Das LG G3 beendet den Benchmark-Vergleich, ohne auch nur einer Disziplin einen Bestwert zu erringen. Das geht auch dem Sony Xperia Z2 so, die grünen Felder in unserer Tabelle teilen die das Galaxy S5 und das HTC One M8 untereinander auf. So schlimm ist die Sache aber am Ende doch nicht. Im Gegensatz zum Xperia Z2 liefert beim LG G3 aber zumindest die Display-Auflösung eine wahrscheinliche Erklärung dafür, warum die Testergebnisse teils deutlich geringer ausfallen als bei der Konkurrenz. Außerdem sind auch diese im Vergleich niedrigen Testwerte immer noch durchaus hoch angesiedelt und würden für sich alleine nicht auf ein leistungsschwaches Smartphone hindeuten. Wie sich das LG-Smartphone im rauen Alltag schlägt, wird unser ausführlicher Test zeigen.

Mehr zum Thema: Android-Smartphones, Quad-Core-Smartphone, Smartphone, Xperia, Galaxy-Smartphone, HTC One

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Kommentare
  1. 01.07.14 20:24 chief (Advanced Handy Master)

    @Ben
    "Ich würde auch zur kleineren Variante greifen. Das isses nicht Wert."

    Ich würde zur 3GB Variante greifen. Nicht wegen den 3GB RAM, sondern wegen den 32GB internen Speicher, Speicherkarten schön und gut.

  2. 01.07.14 14:52 benthepen (Advanced Handy Master)

    Bei Mobilegeeks haben sie aber auch gesagt, das die 3 GB Version gerade mal ca. 5% schneller ist. Mehr nicht.
    Ich würde auch zur kleineren Variante greifen. Das isses nicht Wert.

  3. 01.07.14 14:44 pixelflicker (GURU)

    Ich denke die Netzbetreiber werden diese als Zugabe zum Vertrag forcieren. Bei denen sind 50 Euro durchaus relevant und schließlich zahlen die Kunden für die kleinere Version dann ja genauso viel.

  4. 01.07.14 12:22 chief (Advanced Handy Master)

    @natelnutzer

    Die, die die 50€ sparen wollen. Ausserdem werden viele Verkäufe auch von der Verfügbarkeit der Versionen abhängig sein, denke ich.

  5. 01.07.14 10:59 natelnutzer (Advanced Member)

    Danke für das klare Statement, Steffen.
    Ich denke auch, dass man Vorab-Tests mit Vorab-Geräten schreiben kann. Aber ich hätte schon gerne einen Test des finalen Geräts. Und das LG G3 gibt es nun mal erst seit kurzem in Deutschland zu kaufen. Lieber warte ich ein paar Tage zusätzlich, aber weiss dass AM ein Gerät testet, welches ich auch genau so selbst kaufen kann.

    Zu der 2GB vs 3GB Debatte: Die hat sich erledigt, wenn man sieht dass 3GB im 32GB Modell sage und schreibe 50 Euro mehr kosten. Wer sich also hier die 16GB Version mit 2GB Ram holt, hat eh etwas nicht so ganz begriffen.
    Eventuell kann AM ja mal beide Versionen vergleichen. Aber ernsthaft, wer von den Lesern hier würde wirklich über die kleine Version nachdenken?

  6. 01.07.14 10:17 Steffen Herget (areamobile.de)

    Wir testen die 2-GB-Version, weil die uns von LG zum testen zur Verfügung gestellt wurde. Warum der Hersteller nicht die bessere Variante an Medien ausgibt, habe ich mich und die auch gefragt, aber keine wirkliche Antwort bekommen. Und zu Mobilegeeks: Die hatten ganz sicher kein Gerät aus dem hiesigen Handel, denn mindestens eines der G3s war aus Korea (spezielle Version u.a. mit TV-Antenne) und das andere mMn ein Vorseriengerät von LG, das sie deutlich vor allen anderen bekommen haben, warum und woher auch immer.

    Schöne Grüße,
    Steffen

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