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Autor:
Tobias Czullay
| 61

Microsoft entlässt 18.000 Mitarbeiter, Nokia X auf der Kippe

Vor einigen Tagen hatte sich bereits angedeutet, dass Microsoft zahlreiche Mitarbeiter entlassen würde. Jetzt hat Satya Nadella einen Brief an alle Angestellte verschickt, in dem der CEO die Stellenkürzung offiziell macht: bis zu 18.000 Arbeiter müssen demnach um ihren Job fürchten, ein Großteil davon von Nokia. Auch das Projekt Nokia X steht auf der Kippe.

Microsoft entlässt 18.000 Mitarbeiter, Nokia X auf der Kippe

Microsoft-Campus in Redmond | (c) Microsoft

30.000 neue Mitarbeiter hat Microsoft durch die Übernahme von Nokia gewonnen, jetzt will der Software-Konzern 12.500 von ihnen wieder entlassen. Das hat der seit Februar amtierende CEO Satya Nadella in einer E-Mail an seine Belegschaft jetzt offiziell angekündigt. Insgesamt sollen bis ins nächste Jahr hinein 18.000 Stellen abgebaut werden, in den kommenden sechs Monaten werden die ersten 13.000 Mitarbeiter eine entsprechende Mitteilung über ihre Entlassung erhalten.  Die freigewordenen Positionen sollen nicht neu besetzt, dafür aber einige neue geschaffen werden, die das Unternehmen zukunftssicherer machen sollen. Die Betroffenen werden eine Abfindung sowie Hilfestellung bei der weiteren Arbeitssuche erhalten, so Nadella. Nach der Nokia-Übernahme arbeiteten mehr als 127.000 Menschen beim Windows-Konzern, die Stellenkürzung betrifft damit rund 15 Prozent der Beschäftigten.

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Microsoft-Aktie im 3-Monatsverlauf, Stand: 17. Juli 2014 | (c) Wallstreet-Online

Microsoft-Aktie im 3-Monatsverlauf, Stand: 17. Juli 2014 | (c) Wallstreet-Online

Als Begründung für diese massive Stellenstreichung führt der Firmenchef einerseits die Integration der ehemaligen Nokia-Mitarbeiter und die damit verbundene strategische Neuausrichtung auf, andererseits soll die Unternehmensstruktur vereinfacht werden, um den internen Informationsfluss, aber auch jenen mit Verkäufern von Microsoft-Produkten zu beschleunigen. Die im April übernommene Geräte- und Dienste-Sparte von Nokia wird vollständig in den Softwareriesen aus Redmond eingegliedert. Künftig erscheinende mobile Geräte im Highend-Segment sollen eindeutiger als Produkt von Microsoft kenntlich sein und die Firmenphilosophie und Innovationskraft widerspiegeln. Doch auch im Niedrigpreis-Sektor will Microsoft aktiver werden, wird dazu die erst in diesem Jahr gestartete Nokia-X-Familie mit Googles Android-Betriebssystem zurückfahren und in die Lumia-Linie mit Windows Phone integrieren.

Wird das Projekt Nokia X wieder eingestampft?

Zu weiteren Plänen und Details der Umstrukturierung - auch, ob das Projekt Nokia X nun komplett wieder eingestampft wird - wird sich Nadella am 22. Juli äußern, denn dann wird Microsoft den Bericht für das Finanzjahr 2014 vorlegen. Auch Stephen Elop, früherer Nokia-CEO und nun Chef von Microsofts Gerätesparte, hat eine E-Mail an seine Mitarbeiter herausgegeben und dort verkündet, dass zumindest die bereits erschienenen Nokia-X-Geräte weiter verkauft und Support erhalten werden, andere "ausgewählte Produkte" in die Lumia-Marke eingegliedert werden.

Quelle: Microsoft - Satya Nadella, Microsoft - Stephen Elop

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Kommentare
  1. 22.07.14 11:07 pixelflicker (GURU)

    @Fritz:
    Nein, mit dir will ich nicht diskutieren, da musst du dir keine Sorgen machen. Ich wollte dich nur auf die diskrepanz hinweisen, die deine Aussage aufwirft.
    Zumal du mit Beitrag #57 auch nicht gerade viel zum Thema beigetragen hast. Vielmehr hast du begonnen über die diskussion zu diskutieren.


    @Boca:
    "Die Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Fortschritt; für den Einzelnen wie für die Nation."
    Oscar Wilde

  2. 22.07.14 10:51 Laborant (Expert Handy Profi)

    Es geht hier mittlerweile wohl darum, dass Grosskonzernleitungen Asozial sind und der gemeine Mitarbeiter eine arme Sau darstellt.

    Wer aber dieser Meinung ist, sollte sich mal die Benefits anschauen, mit welchen die "besten Leute" bei diesen Firmen gehalten werden. Natürlich muss man auch dort Leistung bringen - wenn man keine Leistung bringt, gehört man nicht zu den "besten Leuten" sondern ist bestenfalls Durchschnitt.

    "Die Fetten Jahre sind vorbei" kann man es nennen - oder: Wachstum um jeden Preis, weil jeder andere auch Wächst und man so sonst unter die Räder kommt.
    Heute wird teilweise damit Argumentiert, dass einem Konzernchef gar nichts mehr an den eigenen Angestellten liegt - Langjährige Angestellte werden nach 35 Jahren Firmentreue im Alter von 58 entlassen und und und. Dabei hört man aber immer nur die eine Seite... den Jammernden Verwandte, Kollegen, Freund... aber nie seinen Chef warum er entlassen wurde.
    Ich habe schon etliche Mitarbeiter gehabt, welche mit dem Wandel der Zeit nicht mitkamen. Eine dachte sich mit 50 Jahren, dass sie nicht mehr lernen müsse, wie ein Computer mit (damals noch) Windows XP funktioniert. Ein anderer arbeitet heute noch mit Software aus dem Jahr 2000, weil er sich nie darum bemühte, die neue Version des Programms zu lernen. Die beiden hatten bislang glück, dass sie einen extrem nachsichtigen Chef haben.

    Wenn ich mich mit meinem Lohn so ansehe und hart rechne, wieviel Kohle ich pro Monat auf die Seite bekomme und ich dann andere in meinem Alter sehe, wie sie Audi S6 und Lexus und so weiter fahren, dann komm ich auch ins Grübeln - die sind unmöglich fertig mit ihrem Studium, also haben sie wohl eine Handelsübliche Berufslehre gemacht. Und dann erkennt man: Die Leasen die Karre. (So viele Lottogewinner gibts nämlich nicht :P )

    Früher - so sagt man - hat eine Firma auch mal einen geistig Beeinträchtigten für Hilfsarbeiten eingesetzt. Heute haben selbst diese so viele viele Rechte zugesprochen bekommen, dass es sich für eine Firma schlichtwegs nicht mehr Rechnet, einen solchen einzustellen. Dazu sind z.B. in der Schweiz die Lebenskosten dermassen hoch, dass es nur noch kleine Hüpfer vom "Fairen Lohn überhalb der Armutsgrenze" zum "iPhone-Käufer-Lohn" sind.

    Und dann gibt es noch den Neid - und Abstiegsängste. Abstiegsängste werden am besten mit Aufstieg kompensiert. Das muss keine Kaderstelle sein, doch ist es doch toll, wenn man dem Nachbarn zeigen kann, dass man sich einen Swimmingpool leisten kann (und er nicht).

    In der Schweiz ist Burnout schon fast ein Volkssport geworden und gehört in einen Lebenslauf wie die Faust aufs Auge eines Römers (frei nach Obelix). Wer nicht 120% gibt, der fliegt. Ersatz gibt es genug auf dem Markt... und wenn man keine Schweizer mehr für die Stelle findet, sucht man mal in Deutschland. (oder noch besser: man sucht direkt in Deutschland, weil die billiger Arbeiten, weil sie nicht einberechnen dass bei uns die Wohnungen und Versicherungen dermassen teuer sind.).

    Warum aber ist das so? Ein HR-Chef meines Vertrauens sagte mir mal, dass KEINE Entlassung einfach sei. Hinter jeder Personalnummer steckt ein Schicksal. Doch sind die Firmen dazu gezwungen, weil es die Konkurrenz genau gleich macht. Das sind Wettbewerbsvorteile, die man sich selbst auch sichern muss, sonst ist man nicht mehr Konkurrenzfähig. Denn industrielle Kunden nehmen meist die Günstigste Lösung und schauen nie drauf ob Firma XY neulich nen 57 Jährigen entlassen hat.

  3. 22.07.14 10:44 bocadillo (GURU)

    Fritz

    Ja scheinbar ist daß das Ziel .

    Pf und ibnam

    Unzufriedenheit - die zu pflegen ubd zu schüren ist oberstes Ziel der Gewerkschaften. . Man stelle sich vor jemand wäre glücklich und zufrieden - wozu bräuchte er noch eine Gewerkschaft .
    Ich erinnere da mal gern an die ebaykampagne von Verdi.

    Die dauernde Suche nach größerer Zufriedenheit ist der gßte Grund für Unzufriedenheit .

    Ben

    Zu deinem vw Beispiel - das schlimme ist ja das deren Arbeitsplätze schon seit Jahren unrentabel sind und man durch die ausländischen Werke getragen wird .

  4. 22.07.14 10:36 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    WIllst Du wieder einmal eine Diskussion über die Diskussion führen?

  5. 22.07.14 10:32 pixelflicker (GURU)

    An deiner Stelle, Fritz, würde ich ganz ruhig sein, anderen vorzuwerfen sie würden bestimmten Usern ans Bein pinkeln wollen.

  6. 22.07.14 10:09 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    Geht es hier darum @benthepen und @bocadillo persönlich ans Bein zu pi**eln? Und wenn ja, warum steht dann nichts davon in der Überschrift?
    Oder geht es hier um Microsoft ?

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