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Autor: Björn Brodersen 06.08.2014 - 12:35 | 9

Apple und Samsung schließen teilweisen Patentfrieden

Apple und Samsung lassen außerhalb der USA alle gegenseitigen Patentklagen fallen. In den Vereinigten Staaten laufen die beiden großen Patentprozesse zwischen den beiden Konkurrenten auf dem Smartphone- und Tablet-Markt vorerst weiter.

Apple und Samsung schließen teilweisen Patentfrieden

Apple- und Samsung-Smartphone | (c) AM

Samsung und Apple haben einen Patentfrieden geschlossen, der allerdings nur für alle Streitigkeiten außerhalb der USA betrifft. Im Heimatland des iPhone- und iPad-Herstellers geht der früher in diesem Jahr aufgenommene große Patentprozess zwischen den beiden Weltmarktführern bei Smartphones weiter. Die Vereinbarung beende lediglich die außerhalb der Vereinigten Staaten laufenden Patentklagen und sei kein Lizenzierungsabkommen zwischen den beiden Unternehmen, teilen Samsung und Apple in einem kurzen gemeinsamen Statement mit. Zuvor hatte Apple schon mit Google eine Beilegung aller Patent-Streitigkeiten untereinander weltweit - inklusive der mit Motorola-Beteiligung - vereinbart.

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In den USA laufen die bislang wichtigsten Patent-Prozesse zwischen Apple und Samsung. Nach derzeitigem Stand haben die Geschworenen eines Gerichts im kalifornischen San Jose Apple Schadensersatz in Höhe von insgesamt über 1 Milliarde US-Dollar zugesprochen, weil der Konkurrent aus Südkorea Features des iPhone kopiert haben soll. Samsung will beide Entscheidungen anfechten. Für Apple fielen die Siege vor Gericht nicht zufriedenstellend aus: Cupertino hatte viel höheren Schadensersatz sowie Verkaufsverbote für mehrere Samsung-Geräte gefordert.

"Die US-Verfahren sind am wichtigsten. Hier steht am meisten auf dem Spiel. Besonders Apple zögert, diese zu beenden", zitiert das Wall Street Journal den Patentrechtsexperten Michael Carrier von der Rutgers University in New Jersey. "Ich glaube, Apple erkennt langsam, dass diese Prozesse es nicht wert sind." Patent-Blogger Florian Müller spekuliert auf Foss Patents, dass Apple in den USA versuchen wird, mehr Schadensersatz auf Basis verletzter Design-Patente herauszuschlagen, oder nur noch nach einer gesichtswahrenden Exit-Strategie sucht.

Mehr zum Thema: iPad, iPhone, Galaxy-Smartphone, Galaxy-Tablet, Smartphone-Markt

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Kommentare
  1. 07.08.14 12:04 Heisenberg (Gast)

    Ja, der Ausschnitt kommt mir bei dem Thema auch dauernd in den Sinn. :D

    > also liess er sie noch weiterlaufen. :)

    Klar, man muss ja der Erbe des Vorgängers irgendwie verwalten und kann nicht gleich alles gegen den Strich bürsten. Es ist ja recht offensichtlich, dass Cook in diesem Punkt ein anderes Businessverständnis hat als Jobs. Cook ist halt mehr kühler Businessman und Jobs stand doch recht emotional mit Herz und Seele hinter *seinen* Produkten. Mit allen Vor- und Nachteilen.

  2. 07.08.14 11:45 Laborant (Expert Handy Profi)

    Can you imagine a world without lawyers? https://www.youtube.com/watch?v=m2VxpTMAbas

    Das kommt mir bei dem Thema einfach immer als erstes in den Sinn. *giggle*

    Dass Jobs nen "Thermonuklearen Krieg" gegen Samsung führen wollte, stand doch schon in seiner Bio - nicht? Allerdings hätte sich Cook bei den Anlegern auch etwas unbeliebt gemacht, wenn er die Klagen ratzfatz eingestellt hätte. Solche Dinge bei einem CEO-Wechsel wären zu heftig gewesen - also liess er sie noch weiterlaufen. :)

  3. 07.08.14 11:29 pixelflicker (GURU)

    @Heisenberg:
    > Im Nachhinein werden das wohl viele so sehen. Damals aber wurde ja desöfteren behauptet,
    > Apple könne quasi gar nicht anders und die Klagen wären wirtschaftlich sinnvoll und notwendig.

    Das ich dieser Meinung noch nie war, muss ich dir wohl nicht sagen. ;-)

  4. 06.08.14 22:21 Heisenberg (Gast)

    Genau. Es ging ja auch nicht darum, dass Patentstreitigkeiten unter allen Umständen unnötig wären, sondern darum, dass Apple unter Jobs doch wirklich über Stränge geschlagen ist. Das bekannte Interview mit dem berühmten Satz: "Ich werde Android zerstören, weil es ein gestohlenes Produkt ist! Ich bin bereit, dafür einen Nuklearkrieg zu beginnen!" zeigt ja recht deutlich, dass die massiven Patentsteiteren eher ein persönlicher Feldzug von Jobs als eine kühle Businessstrategie waren.

    Schön zu sehen, dass es auch anders geht und Cook eine andere Art von Business pflegt.

  5. 06.08.14 22:12 Geese (Youngster)

    @Heisenberg: Das war auch mein Gedanke. Man musste es halt noch zu Ende führen und jetzt geht es wieder back to business, hoffe ich. Patentstreitigkeiten werden vermutlich nie ganz verschwinden, aber zu Jobs Zeiten war eine Einigung, in egal welcher Hinsicht, völlig undenkbar.

  6. 06.08.14 21:47 Heisenberg (Gast)

    @Pixel
    Ja, so sieht es aus. Das war wohl zu einem großen Teil eine persönliche Vendetta von Jobs. Im Nachhinein werden das wohl viele so sehen. Damals aber wurde ja desöfteren behauptet, Apple könne quasi gar nicht anders und die Klagen wären wirtschaftlich sinnvoll und notwendig.

    Zumindest Cook scheint das anders zu sehen.

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