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Autor:
Steffen Herget
| 100

iCloud Hack: Jennifer Lawrence, Rhianna und andere Promis nackt im Netz

Cloud-Speicher sind bequem, einfach zu bedienen und sicher - zumindest meistens. Leidvolle Erfahrungen mussten nun diverse Stars und Sternchen machen, von denen sich freizügige Bilder im Netz fanden. Die Quelle ist offenbar Apples iCloud, die gehackt worden ist.

iCloud Hack: Jennifer Lawrence, Rhianna und andere Promis nackt im Netz

Apple iCloud | (c) Apple / areamobile.de

Oscar-Preisträgerinnen, Popstars und Sportlerinnen zählen zu den Opfern eines großen Hackerangriffs in den USA. Prominente wie Jennifer Lawrence, Kirsten Dunst, Rhianna, Avril Lavigne oder Hope Sole fanden private, teil freizügige Bilder von sich am gestrigen Sonntag auf einer Internetseite. Wie sie dahin gelangt sind, war zunächst unklar, stammten sie doch offenkundig von den Smartphones und Computern der Stars. Die Spur führt allerdings zu Apples iCloud.

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Der Hacker soll eine undichte Stelle in der Cloud-Infrastruktur des Konzerns aus Cupertino genutzt haben, um die Bilder abzugreifen. Auf welche Weise der Angriff genau erfolgte, ist nicht bekannt. Allein von Oscar-Gewinnerin Jennifer Lawrence sollen rund 60 Bilder aufgetaucht sein, welche die Schauspielerin leicht oder überhaupt nicht bekleidet zeigen. Ihr Manager kündigte bereits rechtliche Schritte an, viele der geschädigten Prominenten zeigten ihren Unmut auf Twitter und in anderen Social Networks. Mary Elizabeth Winstead etwa teilte mit: "An alle, die sich diese Bilder, die ich mit meinem Mann in unserem privaten Zuhause gemacht habe, anschauen: Ich hoffe, ihr fühlt euch großartig." Da die Fotos vor langer Zeit gelöscht worden seien, könne sie nur erahnen, welcher Aufwand hinter dem Angriff stecke.

Der aktuelle Fall zeigt einmal mehr, dass die Speicherung von Daten in der Cloud stets einem gewissen Grundrisiko unterliegt. Der Komfort ist unbestritten hoch, doch absolute Sicherheit gibt es nicht, wenn man die eigenen Daten an einen kommerziellen Anbieter im Netz überträgt. Sensible Daten sollten deshalb nur verschlüsselt in der Cloud gespeichert werden, zudem sind gute Passwörter, wenn möglich sogar eine Zwei-Faktor-Authentifizierung unumgänglich. Auch sollte man bedenken, dass auf den eigenen Bildern vielleicht auch andere Personen zu sehen sind, denen ein solcher Datenklau Probleme bereiten könnte.

Mehr zum Thema: iPad, iPhone, Smartphone, Tablet, Cloud, Kurioses

Quelle: Mashable, Buzzfeed via Spiegel

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Kommentare
  1. 03.09.14 17:05 pixelflicker (GURU)

    Wenn Onedrive nicht so leicht knackbar ist, dann vielleicht schon...
    Tatsache ist doch: Es dürften gar keine Daten raus kommen, wenn der Nutzer das nicht will. Die Anbieter werben ja auch damit. Es sollte also egal sein, ob das nun Nacktfotos sind oder die Oma beim Kaffeetrinken. Wenn die Anbieter ihre Werbeversprechen einhalten, darf das keinen Unterschied machen.
    Ich will ja auch nicht, dass mir mein Cloud-Anbieter Nacktfotos verbietet. Was ist, wenn ich ein Fotograf bin und ein Modelshooting hatte und die Bilder so einfach an die Werbeagentur zur Veröffentlichung weitergeben will?

  2. 03.09.14 16:13 Heisenberg (Gast)

    @Eco
    > Tja, und so löste MS das Problem :-D :
    > http://www.chip.de/news/Skydrive-Microsoft-scannt-Dateien-sperrt-Accounts_56757512.html

    Auch wenn ich die Scannerei ein absolutes Unding finde, greift das hier wohl nicht:
    Zitat: "Allerdings werden wohl nur Dateien gescannt, die in den öffentlichen Ordner geladen werden."

    Ich glaube zwar MS und den anderen in dieser Hinsicht kein Wort, bei Skype wurde ja auch jeder Link gescannt und die NSA hat sicherlich auch eine Hintertür, aber auch Onedrive hätte die Stars nicht vor dem GAU gerettet. ;)

  3. 03.09.14 13:21 Echse (Handy Master)

    @pixel

    Richtig , das habe ich ja auch geschrieben, dass apple da noch einmal gefordert ist, und alles nochmal checken sollte. Trotzdem ist es völlig überzogen , zu behaupten , icloud wäre für jden jetzt unsicher.

  4. 03.09.14 13:00 pixelflicker (GURU)

    Aber selbst wenn in diesem Fall die Angriffe nicht per Brute-Force erfolgt sind, ändert das nichts daran, dass Brute-Force möglich ist/war und das ist ein immenses Sicherheitsloch. Es sollte nicht nur um diesen einen Fall gehen, es geht hier auch um die generelle Sicherheit von Cloud-Diensten im allgemeinen und iCloud im Speziellen und hier wurde ein unglaubliches Loch gefunden. Wenn das nicht ausgenutzt wurde war dann nur Glück, nicht mehr.

  5. 03.09.14 11:08 Echse (Handy Master)

    @nohtz

    Ach komm. Ich denke, dass mittlerweile klar ist,dass brute Force zu aufwendig war , um so eine grosse Anzahl an Accounts in kurzer zeit zu hacken.
    Die Übeltäter haben sich die Mailadressen ihrer Opfer besorgt und damit das Passwort bei der Apple-ID zurückgesetzt. Das Geburtssatum und die Antworten auf die Sicherheitsfragen haben sie durch Internetrecherche gefunden. In irgendeinem Interview werden die Damen den Namen ihres ersten Haustiers oder ihres Traumberufs schon verraten haben.
    Das heißt natürlich nicht, dass apple die cloud nicht noch weiter verbessern kann.
    Ganz im Gegenteil .jetzt wo mit ios 8 die cloud erweitert wird, wird der Sicherheitsaspekt immer wichtiger. Da ist apple noch einmal gefordert.

  6. 03.09.14 11:03 Heisenberg (Gast)

    @IBNAM
    >> Ist das wirklich so, dass die Bilder gleich hochgeladen wurden oder muss man das selbst einstellen? (ernstgemeinte Frage)

    Keine Ahnung wie das bei iOS voreingestellt ist, aber das ist ein gutes Beispiel. Solche potentiell gefährlichen Funktionen sollten im Standard *aus* sein. Und man sollte durchaus eine Warnmeldung bekommen, wenn man sie aktiviert. (wie z.B. beim Siedloading bei Android). (Keine Ahnung auf welchem System was wie voreingestellt ist, aber es geht ums Prinzip dahinter)

    Leider haben die Cloudanbieter (alle) kein besonderes Interesse daran ihre Dienst gefährlich erscheinen zu lassen.

    Ich muss zugeben, dass ich auch schon die ein oder andere Sync-einstellung falsch hatte im Eifer des Gefechts. Und mich dann gewundert habe, warum meine offenen Tabs aus dem IE vom Tablet auf einmal auf mein Smartphone gesynct wurden. Passiert halt. Und ich finde bei Google verliert man auch recht schnell das Gefühl dafür, wo eigentlich was landet und was wie geynct und angezeigt wird.

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