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Autor:
Steffen Herget
| 4

Saygus V² Hands-on: Das Schweizer Taschenmesser unter den Smartphones

Je mehr Technik desto besser - das muss in etwa der Grundsatz bei der Entwicklung des Saygus V² gewesen sein. Das Smartphone bringt jede Menge spannender Details mit. In ein paar Wochen soll die Auslieferung anlaufen, wir konnten bereits einen Blick auf das Saygus V² werfen.

Saygus V² Hands-on: Das Schweizer Taschenmesser unter den Smartphones

Saygus V² Hands-on MWC 2015 | (c) Areamobile

Das Saygus V² ist anders als die meisten Android-Smartphones, und das nicht nur, weil man den Hersteller hierzulande nicht kennt. In Sachen Ausstattung hat das Smartphone, das im vergangenen Jahr angekündigt wurde, spezielle Dinge zu bieten, die es aus der Masse herausstechen lassen. Dazu zählen etwa die zwei microSD-Slots, die derzeit Karten bis 128 GB und bald sogar bis 200 GB unterstützen - jeweils, wohlgemerkt. Zusammen mit den 64 GB internen Speicher kommt man so auf 320 GB Speicherplatz, bald sogar auf 464 GB - das ist mehr als so manches Notebook PCs zu bieten hat. Ein Wireless-HD-Modul bringt den Bildschirminhalt in Full-HD ohne merkliche Verzögerung auf einen Fernseher, am Rand ist ein Fingerabdrucksensor verbaut, Lautsprecher und Mikrofone stammen von der Edelschmiede Harmann Kardon, die Frontkamera hat 13 Megapixel Auflösung, das Gehäuse ist aus Kevlar und nach IPX7 zertifiziert - die Liste der technischen Daten kennt kaum ein Ende. Alle Daten findet ihr in unserer Handy-Datenbank.

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Smartphone oder Roadkill?

Beim ersten Kontakt mit dem Saygus V² auf dem MWC 2015 stellt sich sofort der Eindruck ein: Huch, das Ding sieht ja aus wie vom Laster gefallen! Unregelmäßige Spaltmaße überall, wackelige Abdeckung auf der Rückseite und Macken im Rahmen sind nicht gerad das, was man von einem Top-Smartphone erwartet. Der Hersteller versichert uns aber, dass es sich hierbei um ein Testgerät handelt, das schon durch viele Hände gegangen und einiges mitgemacht hat, zudem sei das Gerät aus der Vorserie. Wir glauben das mal und hoffen, dass das fertige V² in dieser Hinsicht deutlich besser ausfällt. Der Materialmix aus Kevlar, Magnesium und Aluminium ist an sich wirklich hochwertig, das sollte man als Hersteller dann auch sauber verarbeiten. Das leicht keilförmige Design ist durchaus schick.

Das Saygus V² läuft mit seinem Snapdragon 801 und 3 GB RAM äußerst flüssig, auch wenn der neue 810er-Chip noch mehr Dampf unter der Haube hat. Spannend wird sein, wie es um die Akkuleistung bestellt ist. Der Akku selbst hat 3.100 mAh, mit einem speziellen Stromspar-Chip soll die Ausdauer aber um 50 Prozent gesteigert werden und man auf eine reale Leistung von 4.600 mAh kommen. Klingt erst einmal wie ein übler Marketing-Trick und muss sich im Test beweisen. Wirklich toll funktioniert das Streaming über Wireless HD, hier sind keine Aussetzer oder zeitliche Verzögerungen zu bemerken.

Nicht so ganz mithalten kann bei all der Hardware das Betriebssystem. Auf dem Saygus V² läuft derzeit Anddroid 4.4.4 Kitkat - für ein Smartphone mit dieser Ausrichtung sollte es schon Lollipop sein. Immerhin: Das offene Stock Android lässt sich leicht anpassen. Die Entwickler haben sich zudem noch ein Schmankerl einfallen lassen, denn man kann beim Saygus V² von einer Speicherkarte booten. Das gibt dem Anwender die Möglichkeit, ohne großen Aufwand und ohne Flashen oder Reset ein anderes Betriebssystem, etwa Ubuntu oder CyanogenMod, auszuprobieren.

Das Saygus V² kann derzeit auf der Webseite des Hersteller vorbestellt werden. Voraussichtlich im April sollen die ersten Geräte auch nach Europa ausgeliefert werden. Der Preis liegt bei 599 Dollar. Sofern die Verarbeitung des Smartphones nach der Vorserie deutlich besser wird und die zahlreichen Features sinnvoll zu nutzen sind, erscheint das erst eimal als nicht zu viel Geld.

Mehr zum Thema: MWC, Quad-Core-Smartphone, Smartphone

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Kommentare
  1. 05.03.15 14:12 jackpot82
    sorry musste sein

    Seit Jahren bin ich hier am Lesen und das erste Mal habe ich mich angemeldet. Weil mich einige Kommentare einfach dazu nötigen.
    Alleine der Kommentar sinnvolle Features? Das Smartphone kann mehr als Apple, Samsung und co. aber sollte sinnvollere Features haben? Was denn zum Beispiel? Kochen, Mikrowelle, persönlicher Butler?
    Geschmäcker sind bekanntlich unterschiedlich. Zum Glück würde ich sagen. Ich finde das Telelen hat Stil. Zudem sind die wenigstens mal nicht der Masse gefolgt, weil Apple ein Dünnes Smartphone hat, mache ich ein noch dünneres aber dafür eins was höher, breiter ist und nicht mehr in die Tasche passt. Sinnlos dieses hin und her. Lieber ist mein Smartphone 5 mm dicker hat aber dafür einen ordentlichen Akku. Ob 6,9 oder 9,9 ist doch wohl mal Wurst.
    Dann der Preis soll überzogen sein? 599 Dollar, was ist Euro mal ne Ecke günstiger ist. Das Telefon ist ein absolutes Highend Gerät. Apple verlangt bei Release ab 799 Euro Aufwärts je nach Speichervariante. Samsung will mit dem S6 auch in diese Richtung gehen. Oh man was einige Menschen für Vorstellungen haben. Wenn da ein Samsung Logo oder ein Apple Logo drauf wäre, dann dürfte man sogar 1200 Euro verlangen.

  2. 04.03.15 21:54 OvO (Member)

    Schade das man das Geld nicht lieber sinnvolle Features investiert hat.

  3. 03.03.15 11:47 heinzelrumpel (Newcomer)
    Design ist ja geschmacksache...

    ..aber ich finde es total hässlich. Viel zu klobig und nicht passend zur technischen Ausstattung.

  4. 03.03.15 10:57 Nikwalter (Member)

    Klingt sehr spannend aber wieder mal zu teuer um neue Kunden zu gewinnen. Hätte es 400UVP gekostet, würden sich sicher mehr Leute trauen was neues zu probieren. Aber die üppige Ausstattung kostet Geld, ist klar..

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