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Autor:
Christopher Gabbert
| | 17

Nexus 5: Android M bringt deutlich bessere Akkulaufzeit

Android M bringt zwei neue Features zur Verbesserung der Akkulaufzeit auf Android-Smartphones und Tablets. Wie gut diese tatsächlich schon funktionieren zeigt nun ein aktueller Test mit der Developer Preview. Das Nexus 5 und erreicht darin fast die dreifache Akkulaufzeit gegenüber Android 5.1.

Nexus 5: Android M bringt deutlich bessere Akkulaufzeit

Nexus 5 und Android M | (c) Areamobile

Wie das Online-Magazin Computerbase in einem selbst durchgeführten Test herausgefunden hat, zeigen zwei der neuen Android-Features zur Verbesserung der Akkulaufzeit von Android M ihre Wirkung. Die Features Doze und App-Standby von Android M sorgten im Vergleich zu Android 5.1.1 Lollipop für eine 2,7-fach längere Laufzeit auf dem Nexus 5. Mit der aktuell erhätlichen Android-Version verlor das Smartphone von Google im Test 24 Prozent seiner Akkukapazität innerhalb von 48 Stunden, während die Developer Preview von Android M im selben Zeitraum für einen Akkuverbrauch von nur 9 Prozent sorgte.

Die Tester nutzten für den ersten Durchlauf ein Nexus 5 mit der aktuellen Android Version 5.1.1 Lollipop. Danach bespielten sie das Gerät mit der ersten Developer Preview (DP1) von Android M und testeten es unter denselben Bedingungen: Die Tester installierten eine Reihe von Drittanbieter-Apps und richteten die Netzwerk-Konfiguration und -Konten auf dem Smartphone nach dem gleichen Schema ein. In beiden Durchläufen wurde das Handy nach der Konfiguration mit voller Akkuladung zur Seite gelegt und erst 48 Stunden später wieder benutzt. Aus dem Testresultat ergibt sich für Android M eine hochgerechnete Standby-Akkulaufzeit von 533 Stunden. Im Vergleich dazu schafft es das Android 5.1.1 Lollipop nur auf 200 Stunden. Die Ergebnisse wurden zudem für eine typische Nacht von acht Stunden nach unten korrigiert, sodass sich ein nächtlicher Akkuverbrauch von vier Prozent bei Android Lollipop und 1,5 Prozent bei Android M ergibt.

Android M Akk-Leistung im Vergleich mit Android 5.1 | (c) Computerbase

Android M Akk-Leistung im Vergleich mit Android 5.1 | (c) Computerbase

So funktionieren Doze und App-Standby

Auf der Google-Entwicklerkonferenz I/O 2015 stellte Google mehrere neues Features von Android M vor. Zwei von ihnen sollen die Akkulaufzeit unter Android M merklich verbessern. Doze (zu deutsch: Schlummern, Dösen) ist ein neuer und verbesserter Tiefschlafmodus für Android-Smartphones und -Tablets. Liegt das Gerät bewegungslos und ohne an die Stromversorgung angeschlossen herum, versetzt Android M das Mobilgerät in einen Tiefschlaf. Dieser wird in regelmäßigen Intervallen unterbrochen, um Apps zu synchronisieren und einzelne Aufgaben des Systems zu verarbeiten. Solange eine Anwendung nicht über eine hohe Priorität zur Benachrichtigung verfügt, ist diese App nicht dazu befähigt das System selbstständig zu wecken. Damit will Google verhindern, dass jede App zu einem beliebigen Zeitpunkt das Android-Gerät aus dem Standby holt, um Daten abzugleichen und dadurch viel Energie zu verbrauchen.

Mit der zweiten Funktion, App-Standby, definiert Android M eine App nach einer gewissen Zeit als inaktiv, wenn von Ihr keine Signale mehr an das System geschickt werden. Befindet sich das Smartphone oder Tablet nicht im Aufladevorgang, wird bei den als inaktiv deklarierten Apps der Netzwerkzugang deaktiviert und die Synchronisation pausiert. Programme die im Vordergrund ausgeführt werden oder Benachrichtigungen auslösen, wie beispielsweise ein Messenger, sind vom App-Standby ausgeschlossen. Der Nutzer hat zudem die Möglichkeit, für einzelne Anwendungen den App-Standby zu deaktivieren. Wird das Gerät länger nicht genutzt, dürfen die Apps laut Google "ungefähr einmal am Tag" auf das Netz zugreifen um Daten zu synchronisieren.

Was haltet ihr von den Ergebnissen? Glaubt ihr, dass sich die Ergebnisse auch in der finalen Version von Android M so gut ausfallen werden? Schreibt es uns in die Kommentare.

Mehr zum Thema: Android-Update, Android-Smartphones, Google I/O, Google-Tablets, Lollipop, Android 6 Marshmallow

via PhoneArena

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Kommentare
  1. 10.06.15 22:45 chief (Advanced Handy Master)

    Ich habe von der Energieaufnahmen von Sensoren keine Ahnung.

    Apple nutzt zb. einen extra Prozessor für solche Daten. Die M(otion) Co-Prozessoren. Die verbauen den, für solche Aufgaben, nicht aus Spaß, denke ich.

  2. 10.06.15 10:30 pixelflicker (GURU)

    Naja, ich glaube nicht, dass die Bewegungssensoren so viel Energie brauchen und man muss sie ja nicht ständig laufen haben. Wenn man im Sekundentakt die abfrägt, dann reicht das ja und jede Sekunde einmal, das ist quasi nie im Sensor-Bereich. Den bisschen Stromverbrauch wird man kaum merken.

  3. 10.06.15 09:56 IMPULS

    Ich nutze und habe nicht, aber es wäre sicherlich nicht verkehrt wenn Google als allererstes mal die Googledienste wie Gmail,Playstore, playdienste, etc.
    "akkuschonender-optimiert"....
    die Wakelocks dieser Apps sind immer noch "furchterregend"....
    Das wäre schon ein bedeutender "Fortschritt" in der Thematik Akku sparen... :D

  4. 09.06.15 21:51 chief (Advanced Handy Master)

    Das würde ja noch mehr Strom kosten, wenn das Smartphone die Sensortasten noch auswerten muss und um dann zu entscheiden, wie es bewegt wird.

    Bei der Smartwatch kann das ja mehr oder weniger "eingestellt" werden. Diese Bewegung dürfte bei jedem ziemlich gleich sein.

  5. 09.06.15 21:44 nohtz (Professional Handy Master)

    "Und da es um Bewegunng geht, dürfte dieser "Doze" Modus ja nie zum Zuge kommen, wenn ich es in der Tasche/am Mann transportiere. "
    -->hängt vielleicht von der art der bewegung ab?
    ähnlich der smartwatch, wo das display angeht, wenn man die typische auf-die-uhr-schau armbewegung macht?

  6. 09.06.15 21:33 chief (Advanced Handy Master)

    Was ich an Googles Weg nicht ganz verstehe, das Gerät soll erkennen ob es in Benutzung ist durch die Bewegung.

    Damit das Gerät Bewegungen registrieren kann, müssen doch die Gyro/Beschleunigungssensoren jede Sekunde Daten erfassen. Das kostet in erster Linie doch erstmal Strom.
    Und da es um Bewegunng geht, dürfte dieser "Doze" Modus ja nie zum Zuge kommen, wenn ich es in der Tasche/am Mann transportiere.

    Oder habe ich da einen Denkfehler?

    Da finde ich den Stamia Modus, der über das Display (an/aus) regelt sinniger.

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