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Autor:
Steffen Herget
| 20

Apple iPhone 6S: So funktioniert 3D Touch mit Peek und Pop

Mit dem iPhone 6S stellt Apple die neue Technologie 3D Touch vor, vom Begriff Force Touch hat man sich verabschiedet. 3D Touch wurde tief ins Betriebssystem integriert und bietet eine neue Möglichkeit der Bedienung. Wir zeigen, wie 3D Touch auf dem iPhone funktioniert.

Apple iPhone 6S: So funktioniert 3D Touch mit Peek und Pop

Apple iPhone 6S mit 3D Touch | (c) Hersteller

Nach der Apple Watch mit Force Touch wurde die Technologie auch im neuen iPhone 6S erwartet. Am Ende hat man sich dazu entschieden, es auf dem iPhone "3D Touch" zu nennen. Die Bezeichnung steht dabei implizit für die drei Druckstufen, die das Display des neuen iPhone 6S unterscheiden kann. Der Anwender hat künftig die Wahl zwischen einem leichten, einem normalen und einem festen Druck. Anders als etwa das Force-Touch-Display im Huawei Mate S, das auf der IFA präsentiert wurde und das feinfühligere Abstufungen wahrnimmt.

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Bei Apple sieht man die drei Druckstufen, die ins Display integriert wurden, aber nicht als Nachteil an. Wie Craig Federighi bei Bloomberg betonte, ging es nicht darum, Druck auf dem Bildschirm zu erkennen: "Man denkt, es geht um die Erkennung von Druck. Dabei geht es eigentlich um die Erkennung des Willens des Anwenders. Wir versuchen, seine Gedanken zu lesen." So soll das iPhone 6S das machen, was der Anwender will, und nicht irgend eine Druckstufe verarbeiten. Wie genau das technisch gelöst wurde, verrät Apple nicht, denn in den Erklärungen ist nur von einer zusätzlichen Schicht im kapazitiven Touchscreen sowie der Taptic Engine die Rede.

Apple iPhone 6S mit 3D Touch | (c) Hersteller

Apple iPhone 6S mit 3D Touch | (c) Hersteller

Die Apple Watch ist unsensibel

3D Touch im iPhone 6S und Force Touch in der Apple Watch sind technisch ähnlich gelöst, allerdings ist das Display im iPhone schneller und sensibler bei der Erkennung. Die komplett neue Taptic Enging im iPhone 6S sorgt dafür, dass alles so umgesetzt wird, wie Apple denkt, dass es der Anwender möchte.

Im Alltag spielen die zwei neuen Gesten Peek und Pop eine große Rolle. Der leichte Druck heißt Peek und bietet stets einen kurzen Einblick in die nächhst tiefere Ebene, etwa im Mail-Programm oder im Browser. Peek öffnet eine Vorschau in eine Mail, eine Webseite oder ähnliches. Lässt der Anwender dann los, verschwindet die Vorschau wieder. Wird fester gedrückt - das ist der sogenannte Pop - öffnet sich der vorher begutachtete Inhalt. Ähnlich funktioniert das auf einem Icon wie dem Telefon-Button, wenn per Peek die häufigsten Kontakte angezeigt und mit Pop dann direkt angerufen werden, ohne zunächst die App betreten zu müssen.

3D Touch funktioniert zum Start aber nicht nur in den eigenen Apple-Apps, sondern auch in der Software von Drittanbietern. Gezeigt wurde die neue Funktion beispielsweise mit den Anwendungen von Facebook und Instagram, auch der Cloud-Speicher-Anbieter Dropbox hat seine App bereits 3D-Touch-fähig gemacht. Andere werden sicher schnell folgen. Es lohnt sich beim neuen iPhone 6S also, ein Icon einfach einmal mit den neuen Gesten anzusteuern, um zu sehen, ob 3D Touch bereits implementiert wurde. Bereits zum Start kann 3D Touch auf dem iPhone 6S in jedem Fall deutlich mehr als Force Touch im Mate S, das gerade einmal drei Grundfunktionen aufweist, von denen eine - die Waage auf dem Display - nur als Scherz gedacht ist.

Peek und Pop sind nicht neu

Interessant ist dabei, dass Apple die Funktionen Peek und Pop zwar als neu anpreist, es beides aber schon gegeben hat. Bereits 2008 hatte Blackberry beim Modell Storm die Funktion SurePress integriert, die ähnlich funktionierte. Unter Android existieren Launcher, die ebenfalls solche Funktionen bereitstellen, auch wenn sie längst nicht auf jedem Smartphone funktionieren. Beim Mate S ist Force Touch in den Funktionen deutlich beschränkter und auf dem Markt noch nicht verfügbar.

Das ist jedoch eine Spezialität von Apple: Technologien aufgreifen, die es schon gab, für die aber jetzt erst der Markt reif und die Technologie fortgeschritten genug ist, damit sie sauber funktionieren. So macht es das Unternehmen nun mit 3D Touch erneut. Das kann man clever oder dreist nennen, aber in Sachen Funktionalität dürfte die Konkurrenz noch einen Berg Arbeit vor sich haben, bis sie das Niveau von 3D Touch erreicht, das Apple mit dem Start des iPhone 6S gezeigt hat.

Mehr zum Thema: iPhone, Touchscreen

via Wired, Mobilegeeks

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Kommentare
  1. 10.09.15 22:43 Torti (Advanced Member)

    Wie gesagt. Erstmal macht das 3D Touch einen sinnvollen Eindruck.
    Aber wie sehr man da auf zufällige Betätigungen aufpassen muss, wie groß die Verzögerung beim "fest Drücken während des leicht Drückens" ist (nein, ich rede nicht vom Toilettengang), wie dringend man die/eine Funktion der Vorschau / des Appwechsels durch doppeltes Drücken gegenüber einfaches "Anklicken" benötigt, muss ich allerdings erst zeigen.

  2. 10.09.15 22:25 nohtz (Professional Handy Master)

    "hat Apple einen guten Job gemacht"
    -->da gibts zum glück mehere betrachtungsweisen
    war ja eigentlich nix bei, was die anderen nicht in irgendeiner form auch haben, oder?

  3. 10.09.15 22:15 chief (Gesperrt)

    Die Fernbedienung geht sogar noch einen Schritt weiter ;)

    Die Minispiele.....naja, wenn das dann noch dein einziger Aufhänger ist der übrig bleibt, hat Apple einen guten Job gemacht ;)

  4. 10.09.15 22:11 nohtz (Professional Handy Master)

    chief...
    die minispiele, und die fernbedienung

  5. 10.09.15 22:06 chief (Gesperrt)

    @nohtz
    "die amazon-fire-kopie?"

    Ah ah ah..... es gab den ersten Apple TV schon vor Amazon seinem Fire Zeug ;)

    @noticed #15 letzter Absatz

    Ich gebe dir in soweit recht, dass das Ding noch keiner so richtig in den Fingern hatte und testen konnte.
    Allerdings hat Apple deutlich mehr gezeigt als Huawei beim MateS, dass wirst du doch nicht abstreiten können.

    Und bis es so wie bei Apple gezeigt auch bei einem Androiden funktioniert, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Denn dazu muss auch Google diese Art Screen unterstützen und es in den Google Apps mit einbauen.
    Selbst wenn es Startschwierigkeiten geben wird (wovon ich aus gehe), ist der Ansatz und die Umsetzung mehr als es bei anderen erstmal geben wird.

  6. 10.09.15 20:56 GreatMaker (Advanced Handy Profi)

    Sorry, aber da muss man schon sehr selektiv hören, um all diese Aussagen in dieser Absolutheit in diesen Satz reinzuinterpretieren...

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