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Autor:
Christopher Gabbert
| | 4

Android 6.0 Marshmallow: Android spricht, denkt und döst

Mit Android 6.0 Marshmallow verändert Google wenig an der Oberfläche seines mobilen Betriebssystems, fügt aber eine Vielzahl von neuen Features hinzu. Mehr Akkulaufzeit, eine Rechteverwaltung für Apps und Google Now on Tap gehören zu den Highlights. Gestern kündigte Google noch weitere neue Features für Android-Smartphones und -Tablets an.

Android 6.0 Marshmallow: Android spricht, denkt und döst

Google 6.0 Marshmallow | (c) AM

Android 6.0 Marshmallow heißt die neueste Android-Version, mit der die gestern vorgestellten Android-Smartphones Nexus 5X und Nexus 6P von Werk aus bestückt sind. Die neue Android-Version wird viele neue Funktionen bieten, die das System an den richtigen Stellen nachbessern. Nachdem auf der Google I/O 2015 bereits ein Großteil der neuen Features vorgestellt wurde, hat Google gestern noch weitere neue Funktionen für Android-Smartphones und -Tablets angekündigt.

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Die neu vorgestellten Features von Android 6.0 Marshmallow

Eine der neu vorgestellten Funktionen ist Voice Interactions. Damit gibt Google App-Entwicklern die Möglichkeit, ihre Anwendungen noch interaktiver für den Nutzer zu gestalten. Dafür lässt sich die Sprachsteuerung mit Spracheingabe und -ausgabe nun auch von anderen Apps nutzen. Ruft der Nutzer beispielsweise über einen Sprachbefehl die Musik-App auf, fragt die App über die Sprachausgabe, welche Musik abgespielt werden soll. Darauf kann nun wieder der Nutzer antworten und zum Beispiel ein Genre oder Interpreten nennen.

Voice Interactions bei Android 6.0 Marshmallow | (c) Google / AM

Voice Interactions: Die App den Nutzer, ob der angefangene Artikel aufgerufen werden soll. | (c) Google / AM

Auf die Kritik von Nutzern, es gebe bei Android zu viele vorinstallierte Apps, reagiert Google. Auf dem Nexus 5X und Nexus 6P und zukünftigen Android-Smartphones mit Marshmallow-Version werden deutlich weniger Google-Apps vorinstalliert sein als bisher. So trifft der Nutzer selbst die Entscheidung, welche Apps er benötigt und kann so den Telefon-Speicher effizienter Nutzer. Für noch mehr Platz sorgt der Verzicht, die vorinstallierten Apps als System-Anwendung zu installieren, so dass sie manuell deinstalliert werden können. Gerade in Anbetracht der Vielzahl an Einsteiger-Smartphones, die häufig mit wenig internen Speicher ausgerüstet sind, mit Sicherheit die richtige Entscheidung.

Die weiteren Funktionen von Android 6.0 Marshmallow sind durch die bisher erschienen Entwicklerversionen bereits weitestgehend bekannt. Hier sind noch einmal die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

Android Marshmallow bringt neue Rechteverwaltung für Apps

Eines der wohl hervorstechendsten neuen Features von Android 6.0 ist die neue Rechteverwaltung für Apps, die so ähnlich funktioniert wie in Apples iOS. Statt wie bisher bei der Installation alle Berechtigungen zu bestätigen, nach der die App verlangt, muss die Berechtigung erst dann erteilt werden, wenn sie von der App gebraucht wird. Soll einem Tweet zum Beispiel der Standort hinzugefügrt werden, erfragt die Twitter-App vorher die Berechtigung den Standort abzurufen. Die Rechte lassen sich später jeder Zeit wieder entziehen und in den System-Einstellungen verwalten.

Rechteverwaltung unter Android 6.0 Marshmallow | (c) Google / AM

Die neue Rechteverwaltung von Android 6.0 Marshmallow | (c) Google / AM

Mehr Akkulaufzeit dank Doze und App-Standby

Für mehr Akkulaufzeit sorgen die beiden neuen Android-Features Doze und App-Standby. Doze ist ein verbesserter Tiefschlafmodus: Liegt das Android-Smartphone oder -Tablet bewegungslos und ohne an die Stromversorgung angeschlossen zu sein herum, versetzt das System das Mobilgerät in einen Ruhemodus. Dieser wird in regelmäßigen Intervallen unterbrochen, um Apps zu synchronisieren und einzelne Aufgaben des Systems zu verarbeiten. Bei App-Standby definiert Android Marshmallow eine App nach einer gewissen Zeit als inaktiv, wenn von ihr keine Signale mehr an das System geschickt werden. Als inaktiv deklarierten Apps wird der Netzwerkzugang entzogen und die Synchronisation pausiert. Apps, die regelmäßig Benachrichtigungen anzeigen wie beispielsweise Messenger, sind vom App-Standby ausgeschlossen.

Demonstation von Doze | (c) Google / AM

Demonstation von Doze | (c) Google / AM

Google Now on Tap

Mit Google Now on Tap unter Android 6.0 wird Googles virtueller Assistent noch etwas besser und ist aus jeder geöffneten Anwendung direkt verfügbar. Nach dem Gedrückthalten des Homebuttons öffnet sich die passende Google-Now-Karte mit weiterführenden Informationen, ohne dabei die gerade genutzte Anwendung vollständig zu überdecken. Bekommt der Nutzer zum Beispiel eine E-Mail von einem Freund, der über ein gutes Restaurant berichtet, zeigt Google Now nach dem Aufruf die Informationen über die Lokalität.

Features von Android 6 Marshamallow | (c) Google / AM

Google Now On Tap unter Android 6.0 Marshmallow | (c) Google / AM

Fingerabdrucksensor und Android Pay

Nachdem viele Geräte-Hersteller ihre eigenen Techniken zur Authentifizierung des Fingerabdrucks verwenden, integriert Google mit Android 6.0 Marshmallow die Funktion als neue Sicherheitsmaßnahme fest im System. Über freigegebene API haben dann alle App-Entwickler die Möglichkeit, den Sensor für ihre Apps zu nutzen. Auch beim neuen Bezahldienst Android Pay lässt sich der Fingerabdruck für die Authentifizierung von Käufen nutzen.

Die meisten Änderungen unter der Haube

Neben den großen Neuerungen Google Now on Tap und der neuen Rechteverwaltung sind die meisten Änderungen eher unter der Haube zu verzeichnen. Beim Design gibt es gegenüber Android Lollipop wenig Änderungen: Die einzelnen Schnellzugriffe in der Benachrichtigungszeile lassen sich anpassen, der Direktzugriff vom Lockscreen auf das Telefon wurde durch Google Now ersetzt, und es gibt die Möglichkeit, die Hintergrundfarbe der Android-Fenster von hell auf dunkel zu schalten. Kein Vergleich zum Design-Sprung zwischen KitKat und Lollipop. Die neue Copy-Paste-Anzeige, Übergangsanimationen oder eine auf den Bildschirm hüpfende Benachrichtigung als wirkliche Neuerungen durchgehen zu lassen, wäre dann wohl zu viel des Guten. Vor allen Dingen, da die meisten Smartphone-Besitzer wohl vornehmlich einen Herstelleraufsatz zu Gesicht bekommen werden.

Was haltet ihr von den Änderungen von Android 6.0 Marshmallow? Rechtfertigen die neuen Features einen Versionssprung? Schreibt es uns in die Kommentare.

Mehr zum Thema: Android-Update, Android-Version, Update Android, Mobile Betriebssysteme, Android 6 Marshmallow

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Kommentare
  1. 04.10.15 05:36 tomygunner (Youngster)

    Wieso auf Android trauen? Wo ist das Problem es nicht zu nutzen? Ich würde nicht mal freiwillig ein IPhone nutzen, was will man mit dem Mist, wenn man Android User ist.

  2. 01.10.15 08:15 Stefan Schomberg (Leitender Testredakteur)

    Der Burhan... :D

    mfg

  3. 01.10.15 01:00 YounGn
    Wow

    Wow, allein schon wegen den Berechtigungen und den nicht vorinstallierten Apps würd ich mich ja schon fast trauen zurück auf Android zu gehen...(seit ca. 2 Wochen iPhone User).

  4. 30.09.15 18:39 Burhan Kilic (Newcomer)
    Wow

    Wow, der selbstgemachte Marshmallow-Androide sieht echt klasse aus!

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