Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
 
Autor: Tobias Czullay 30.11.2015 - 19:05 | 1

LG V10 Hands-on: Robustes Android-Smartphone mit Zusatz-Display und Dual-Frontkamera

LG zeigt Einsehen und bringt mit dem V10 das wohl spannendste Smartphone aus dem Portfolio auch nach Deutschland. Wir durften uns das Phablet mit zusätzlichem Display, Dual-Selfiekamera und Fingerabdrucksensor im Rear Key bereits aus der Nähe ansehen und schildern euch unsere ersten Hands-on-Eindrücke.

LG V10 Hands-on: Robustes Android-Smartphone mit Zusatz-Display und Dual-Frontkamera

LG V10 im Hands-on | (c) Areamobile

LG hat nicht lange gezögert: Das bereits in den USA und Korea in den Verkauf gestartete V10 gelangt Ende Dezember/Anfang Januar auch in den deutschen Handel gelangt. Mit einem Einführungspreis von 649 Euro (UVP) ist das neue Smartphone mit Flaggschiff-Charakter überraschenderweise sogar etwas preiswerter als seinerzeit das G4 mit Lederrückseite, obwohl es sogar noch einige Features mehr zu bieten hat. Da wäre zum einen der Fingerabdrucksensor, den LG konsequent in die Power-Taste auf der Rückseite - dem sogenannten Rear Key - eingebaut hat. Zum anderen gibt es den "Second Screen": Das ist ein 2,1 Zoll großer Bildschirmstreifen, der noch über dem 5,7-Zoll-Display mit QHD-Auflösung sitzt und App- und Kontakt-Verknüpfungen, Benachrichtigungen oder je nach Anwendung Zusatzinformationen anzeigt.

Anzeige
LG V10 im Hands-on | (c) Areamobile

LG V10 von vorne ...

LG V10 im Hands-on | (c) Areamobile

... und von hinten | (c) Areamobile

 

Die Funktionsweise des Zweitbildschirms erinnerte uns zunächst ein wenig an Samsungs Edge-Display, allerdings ist der Second Screen des V10 etwas tiefer ins Betriebssystem integriert. Auf dem Lockscreen wird der Zweitbildschirm beispielsweise nicht nur zur Anzeige von Datum und Uhrzeit verwendet, auch können hier nützliche Schnellzugriffe wie jene für die Tonprofile eingeblendet werden - das Smartphone kann also ohne große Umwege und ohne das Einschalten des großen Bildschirms stumm geschaltet werden. In der Kamera-App werden auf dem Second Screen Schaltflächen für die Einstellungsmodi ausgelagert, der Sucher wird damit ein wenig entschlackt. Sinnvoll erscheint der Zusatzbildschirm allemal, es bleibt allerdings noch abzuwarten, inwiefern er in der Praxis auch genutzt wird - immerhin sitzt er über einem ohnehin schon sehr großen Display und lässt sich nur mit der zweiten Hand erreichen.

Ebenfalls zu den markanteren Merkmalen des V10 zählt die Frontkamera, denn hier hat LG gleich zwei Selfieknipsen verbaut. Die eine löst dabei mit 8 Megapixel auf und ist mit der 80-Grad-Winkel-Linse eher für Selbstporträts mit ein bis zwei Personen geeignet, während die zusätzliche 5-Megapixel-Knipse Gruppenselfies im 120-Grad-Weitwinkel erlaubt. Der Frage, ob zwei Kameras wirklich nötig gewesen wären oder nur die eine mit Weitwinkellinse ausgereicht hätte, werden wir natürlich in unserem Test nachgehen. Ebenso werden wir uns den erweiterten Videomodus näher anschauen, der wie schon beim G4 für Fotos manuelle Einstellungen für Bewegtaufnahmen ermöglicht. So wird beispielsweise ein Lautstärkepegel auf dem Sucher eingeblendet, während der Nutzer die Richtung der Tonaufnahme nach Bedarf enger oder weiter fassen darf.

Schickes Design mit Ecken und Kanten

Beim Design des V10 schlägt LG einen etwas anderen Weg ein als bisher, statt Biegung im Bildschirm und Bauch auf der Rückseite gibt es ein flaches Gehäuse mit Ecken und Kanten. Dass das Smartphone dabei trotzdem angenehm in der Hand liegt ist auch der Rückseite geschuldet, die nicht nur mit einer griffigen Struktur versehen, sondern auch ein wenig gummiert ist. Stürze soll das V10 dabei besser wegstecken können als so einige andere Geräte, sagt LG, ein Outdoor-Smartphone ist es allerdings nicht. Den Eindruck eines durchaus robusten Zeitgenossen verstärkt auch der Metallrahmen, den LG zumindest an den langen Seiten verbaut hat. Das restliche Gehäuse des V10 besteht zwar aus Kunststoff, das Smartphone erscheint aber dennoch hochwertiger als ein G3 oder G4. Einen Vorteil birgt der Einsatz von Plastik außerdem: Die Rückseite kann abgenommen und der darunterliegende 3.000-mAh-Akku auch problemlos ausgetauscht werden. Unter der Schale befinden sich auch die Slots für microSD- und Nano-SIM-Karten.

LG V10 im Hands-on | (c) Areamobile

Geöffnetes LG V10 - in den Rear Key ist ein Fingerabdrucksensor integriert. | (c) Areamobile

Der technische Unterbau unterscheidet sich beim V10 nur wenig vom aktuellen Flaggschiff-Smartphone G4: Wie dort kommt der Hexa-Core-Prozessor Snapdragon 808 zum Einsatz, wenn auch mit satten 4 GB RAM im Gepäck. Der Bildschirm ist auf 5,7 Zoll angewachsen, stellt aber auch beim V10 2.560 x 1.440 Pixel dar - bei 513 Pixel pro Zoll gibt es nur wenig auszusetzen. Die Darstellungsqualität macht einen guten ersten Eindruck, Farben sind knackig und die Blickwinkel stabil. Ein wenig ärgerlich ist, dass LG noch auf einen älteren USB-Standard und die Android-Version 5.1.1 Lollipop setzt. Hier hätte man noch ein wenig mehr aus der schon sehr guten Ausstattung herausholen können.

Fazit

Die ersten Proberunden mit dem V10 machen Lust auf mehr. Das Smartphone hinterlässt bei Design und Verarbeitung einen hervorragenden ersten Einruck, die Performance stimmt. Auch die Idee vom Zusatz-Display konnte uns begeistern. Ob er im Alltagseinsatz auch wirklich intensiv genutzt wird, wie sich der Hersteller das vorstellt, bleibt aber abzuwarten. Kamera-Begeisterte dürften die Zusatzfunktionen für Filmaufnahmen dankend annehmen, und auch Freunde des gepflegten Selfies kommen beim V10 auf ihre Kosten.

LG V10: Preis und Verfügbarkeit

Das LG V10 wird hierzulande in den Farben Schwarz und Weiß angeboten. Ab Ende Dezember wird es für 649 Euro ohne Vertrag bei Amazon erhältlich sein. Ab Anfang Januar bietet es der Mobilfunkprovider 1&1 abschlagzahlungsfrei im Paket mit dem Tarif All-Net-Flat Pro an. Das LG V10 verpasst also das diesjährige Weihnachtsgeschäft in Deutschland und wartet auf diejenigen, die nach den Feiertagen mit Weihnachtsgeld und -Gutscheinen losziehen.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Kommentare
  1. 02.12.15 00:22 ollimi (Advanced Member)

    So hätte das G4 raus kommen sollen. Hätte sicher mehr Umsatz gemacht als das diesjährige G4!

antworten
 
Aktuelle Geräte im Test
Anzeige
Anzeige