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Autor: Tobias Czullay 21.12.2015 - 08:25 | 22

Trotz Neuanfang: Gigaset steckt in der Krise

Gerade erst war das deutsche Unternehmen Gigaset ins Smartphone-Geschäft eingestiegen, da deuten sich bereits erste Probleme an: Der chinesische Haupteigner verweigert die Zahlung von Millionen, Gigaset muss knapp die Hälfte der Belegschaft entlassen. Auch die Firmenspitze wird ausgewechselt.

Trotz Neuanfang: Gigaset steckt in der Krise

Gigaset ME | (c) Areamobile

Erst Anfang 2015 hatte der seit Jahren für seine Schnurlostelefone bekannte deutsche Hersteller Gigaset den Einstieg ins Geschäft mit Smartphones verkündet. Neben dem abebbenden und insgesamt wenig lukrativen Handel mit Festnetztelefonen erhoffte sich das Unternehmen - mit der Unterstützung eines chinesischen Investors - ein zweites Standbein aufbauen zu können und präsentierte zur IFA im September schließlich auch erste Ergebnisse: Die Geräte der Gigaset-ME-Serie. Eines der drei Smartphones hat der Hersteller mittlerweile auf den Markt gebracht, die beiden anderen sollen ab 2016 verkauft werden.

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Tatsächlich aber steht Gigaset derzeit vor großen Problemen, denn wie Anfang Dezember unter anderem das Manager Magazin berichtete, hat der chinesische Haupteigner den versprochenen Betrag von 29 Millionen Euro für Investitionen in den Ausbau des neuen Geschäftsfelds noch nicht gezahlt. Die ursprünglich zum 30. September versprochene Rate, die der Investor in Gegenzug für die Nutzung der Markenrechte in China abtreten wollte, sei bis heute nicht geflossen. Pan Sutong war bereits 2013 mit seiner Goldin-Gruppe als Investor beim deutschen Unternehmen eingestiegen und hält derzeit 75 Prozent daran, auf seinem Heimatmarkt plante der Self-Made-Milliardär die Gigaset-Marke groß herauszubringen und als Gegengewicht zu Apple und Samsung zu etablieren.

Abbau von Arbeitsplätzen, Umbesetzung an der Spitze

Anfang Dezember wurde außerdem der Abbau von bis zu 550 Stellen bis zum Ende des Jahres 2018 bekannt gegeben, insgesamt unterhält Gigaset derzeit rund 1250 Arbeitsplätze. Mit diesem Schritt wolle sich der Hersteller "besser auf den Markt einstellen" und den Unternehmensumbau vorantreiben. Mitte vergangener Woche tauschte Gigaset nun auch den Firmenvorstand aus, wie der Konzern in einer knappen Pressemitteilung bekannt gibt. Der langjährige CEO Charles Fränkl wird durch Klaus Weßing, der CFO Kai Dorn mit sofortiger Wirkung durch Hans-Henning Doerr ersetzt. Nähere Gründe für die Umbesetzung nennt Gigaset nicht.

Wie sich die aktuelle Entwicklung rund um Gigaset auf die Zukunft der noch nicht erschienenen Smartphones auswirkt, wird sich wohl erst in den kommenden Monaten zeigen. Seit dem 16. November ist das Gigaset ME zum Preis von 469 Euro in Deutschland zu haben, das Gigaset ME Pro wird eine etwas größere und teurere, das Gigaset ME Pure eine günstigere Auflage des Geräts. Im Test konnte uns das edel anmutende Gigaset ME nicht vollständig überzeugen.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone

via Winfuture

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Kommentare
  1. 31.12.15 08:27 Gandalf (Expert Handy Profi)

    Alles klar, danke. :-)

    Dann werde ich das mal in die nähere Auswahl mit aufnehmen.

  2. 31.12.15 01:07 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    @ Gandalf:
    Ich verrate Dir mal ein großes Geheimnis: ich habe die Rechte an dem Namen Fritz an AVM vermietet und nun nennen sie ihre Router und Telefone Fritz. Dabei ist mein Name eigentlich Hase… ;-) Aber Pssssst, nicht weitersagen.

    Aber im ernst: ich kann nur bestätigen, was @Chief bereits sagte: Das Fritz MT-F ist wirklich gut. Guter Klang, gutes Display, ordentliche Reichweite, handlich und für meinen Geschmack ansprechend im Design. Dazu kommt, daß die Software des MT-F (und vermutlich ebenso die der anderen Fritz-Fons) von Zeit zu Zeit aktualisiert wird und dabei manchmal auch neue "Kunststückchen" eingebaut werden.

    Ob die Fritz-Fons ebenso gut mit anderen Routern zusammenarbeiten, kann ich Dir mangels Erfahrung nicht zuverlässig beantworten. Es würde mich allerdings wundern. Technisch funktionieren wird es wohl aber vernmutlich nur die Grundfunktionen nach dem DECT/GAP-Standard. Eher kann ich mir vorstellen, daß die Fritz-Fons nur mit den Fritz-Boxen optimal zusammenarbeiten. Stichwort Ökosystem.

  3. 30.12.15 21:01 Gandalf (Expert Handy Profi)

    Hm...die Frage ist halt, ob das dann auch mit anderen Routern so reibungslos funktioniert.
    Wie z.B. mit einem Router von Asus.
    Wahrscheinlich nicht.

    Kann dazu aber nichts sagen, hatte bis jetzt nur DECT Telefone von Siemens/Gigaset.
    Bin aktuell allerdings auf der Suche nach einem neuen.

  4. 30.12.15 17:26 chief (Gesperrt)

    @Gandalf

    Ich weiß zwar nicht warum Fritz ein Fritz Fon hat (:D) aber ich habe auch eines und bin sehr zufrieden damit. Habe allerdings auch eine FritzBox 7490 und mit dieser arbeitet das Fon perfekt zusammen.

    Aber auch das Telefon selber ist super. Schönes helles Farbdisplay, beleuchtet Tastatur und die Sprachqualität ist ebenfalls sehr gut. Kann sogar Internet Radio über den Lautsprecher abspielen ;) Und noch andere nette Spielchen.

  5. 30.12.15 14:30 Gandalf (Expert Handy Profi)

    @Fritz

    Taugen die Fritz-Fons was, oder hast du die nur deines Namens wegen gekauft? ;-)

  6. 22.12.15 11:28 benthepen (Advanced Handy Master)

    Sidiusblack

    WR unglücklich ausgedrückt von mir. Deshalb meinte ich ja, das es so oder so schwierig geworden wäre für Grundig und Co. Die sind ja alle schon aufgekauft.
    Was Küchengeräte angeht, kommt man an deutsche Firmen nicht darum herum. Aber alles was Unterhaltungselektronik angeht, Smartphones, da werden die Chinesen noch stärker werden, als sie es ohnehin schon sind.

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