Autor: Stefan Schomberg 21.12.2015 - 13:10 | (5)

Feldkarte zeigt Handystrahlung in 50 Städten

Immer wieder ist zu lesen, dass Handystrahlung krank macht – genau so häufig behaupten Studien aber auch das Gegenteil. Für alle, die sich über die Strahlenintensität durch elektronische Geräte an ihrem Wohnort informieren mcöhten, zeigt Feldkarte.de, wie hoch die Strahlenbelastung durch Handy, WLAN und Fernsehen tatsächlich ist.

Feldkarte zeigt Handystrahlung in 50 Städten

Feldkarte.de zeigt elektomagnetische Strahlung | (c) Areamobile/Anbieter

Professor Dr. Matthias Hampe, Leiter des Fachgebietes Elektromagnetische Verträglichkeit an der Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften, hat mit seinem Team eine Deutschlandkarte für magnetische Strahlung erstellt. Darauf werden Feldstärken in unterschiedlichen Farben angegeben - grüne und blaue Punkte signalisieren unbedenkliche Strahlungskonzentrationen, rote Punkte erhöhte Strahlung und violette Färbung eine Grenzwertverletzung. Derzeit ist die Karte allerdings noch auf 50 Städte deutschlandweit beschränkt und auch innerhalb der Städte sind die Informationen noch nicht flächendeckend.

Was bedeutet Feldstärke? Welche Auswirkung hat sie?

Feldstärke beschreibt die räumliche Verteilung einer Krafteinwirkung. Auf der Karte werden magnetische (Ampere pro Meter, A/m) und elektrische Feldstärke (Volt pro Meter, V/m) als eine Feldstärke zusammengefasst, da bei hochfrequenten Feldern beide Bereiche eng miteinander verbunden sind. Umgangssprachlich spricht man hier hier von elektromagnetischen Feldern. Potenziell gesundheitsgefährdend sind vor allem hochfrequente elektromagnetische Felder, die sich mit Lichtgeschwindigkeit verbreiten und Informationen und Energie über große Entfernungen übertragen. Das ist besonders für Rundfunk und Fernsehen wichtig, aber auch WLAN, Bluetooth und Mobilfunk emittiert solche Strahlung. Felder im Niederfrequenzbereich, wie sie etwa durch Hochspannungsleitungen verursacht werden, sind auf der Karte hingegen nicht verzeichnet.

Diese elektromagnetischen Felder wirken sich auf den Menschen aus, indem sie die elektrisch geladenen Teilchen und Moleküle im menschlichen Körper in Bewegung versetzen. Dadurch entsteht Reibung, die wiederum in Wärme resultiert. Kann der Körper diese zusätzliche Wärme nicht durch Schwitzen oder über den Bluttransport abführen, kann es zu gravierenden Veränderungen kommen. Schon bei einer dauerhaften Erhöhung von nur einem Grad Celsius kann der Stoffwechsel beeinträchtigt werden. Weitere mögliche Auswirkungen sind Verhaltensänderungen, Fehlentwicklung von Embryonen in der Schwangerschaft, Augen- und Hirnerkrankungen sowie die Zeugungsunfähigkeit beim Mann.

Strahlungsarten | (c) Amt für Strahlenschutz

Strahlungsarten | (c) Amt für Strahlenschutz

Was sagt die Politik dazu?

Zwar sieht das Bundesamt für Strahlenschutz Mobilfunk generell als unbedenklich an, gibt aber auch zu, dass eine abschließende Beurteilung von Langzeitwirkungen nicht möglich ist, da die Mobilfunktechnologie dafür einfach noch zu jung ist. Auch die Auswirkung von elektromagnetischen Feldern auf Kinder ist noch nicht geklärt. Daher empfiehlt das Amt die Minimierung von elektromagnetischer Strahlung durch Deaktivierung der Datenverbindung, wenn man seinem Kind ein Handy schenken will.

Ältere Handys geben in der Regel mehr Strahlung ab als moderne Smartphones. Denn die älteren Geräte setzen auf den GSM-Standard, der im Gegensatz zum moderneren UMTS- und LTE-Standard für einen Verbindungsaufbau immer zuerst auf voller Leistung sendet und erst dann auf das benötigte Maß zurückregelt. UMTS und LTE gehen genau anders herum vor: Hier wird die Leistung Schrittweise auf den benötigten Pegel gesteigert. Zumindest bei gutem Empfang wird hier also weniger Leistung benötigt und entsprechend ein schwächeres elektromagnetisches Feld erzeugt.

Quelle: Feldkarte, Bundesamt für Strahlenschutz via Ze.tt

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Kommentare
  1. 25.12.15 11:09 IFA (Advanced Member)

    @ichnichtareamobile.de


    "Dumm war nur, dass der Sendemast noch nicht in Betrieb genommen wurde. In diesem Sinne: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/negativer-placebo-elektrosmog-wirkt-auch-ohne-strahlung-a-496623.html"

    Mit dem Betrieb bzw. den Beitrag vom Spigel glaubst du doch nicht wirklich, oder? Ich habe diese Doku auch gesehen...

    Die Politik bzw. das System will uns krank machen, vergiften und töten...(Überbevölkerung)

    Ich sage nur die Marksteine von Georgia und die Neue Welt Ordnung.

    Und googelt nach Zirbeldrüse und Strahlung.Ich bin einer der kaum telefoniert, in einem Monat 20 min. oder so... Einmal sprach ich mit einem alten Freund fast 30 min. Nach dem Telefonat war mein Ohr heiss, mein Gehirn war irgendwie betäubt, und ich hatte Kopfschmerzen, wusste nicht was los war irgendwie...

    Und jetzt stell dir vor, der Sar Wert z. b. eines Samsung Note 4 beträgt während eines Telefonats 30 SAR und bei nicht Benutzung 80 SAR aus Körper. Was meinst du was das anrichtet auf Körper...

  2. 21.12.15 19:54 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    @SiddiusBlack:"Mal ernst: Fakt ist ich lebe und arbeite seit gut 10 Jahren in einer Strahlenhölle (mehrere WLAN Geräte, Mobilfunk, Bluetooth usw) meine Frau und ich können uns nur noch wenig merken und vergessen oftmals was, ich denke nicht das das normal ist wie meine Frau immer sagt...das kommt garantiert von der Strahlung!"
    >>Wie sagt man so schön: Das Gehirn ist wie ein Muskel. Trainiert man es nicht, so verkümmert es.

    Die Technik nimmt uns viel ab, daher ist man geneigt sich vieles nicht mehr zu merken und merkt sich stattdessen eher wie man an die Information herankommt. Ist nebenbei bemerkt auch nicht immer schlecht, aber das Maß macht es natürlich.

    "Gehirn hab ich letztes Jahr mal durchchecken lassen, ist aber alles im Normbereich. Dennoch bin ich skeptisch das uns diese ganze Strahlung nichts anhaben kann...und wenn die Langzeitstudien durch sind ist es wahrscheinlich für die meisten schon zu spät und die Demenz oder Alzheimer haben bereits eingesetzt :("
    >>Die Langzeitstudie läuft doch sozusagen schon über 50 Jahre. Eigentlich sogar noch länger. Erinnert mich an das eine Dorf, wo sich alle über Kopfschmerzen etc beklagt haben, weil ein Sendemast in der Nähe stand. Dumm war nur, dass der Sendemast noch nicht in Betrieb genommen wurde. In diesem Sinne: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/negativer-placebo-elektrosmog-wirkt-auch-ohne-strahlung-a-496623.html

  3. 21.12.15 19:11 SiddiusBlack (Advanced Member)

    @foetor
    In der Hose des Mannes gibt es ein Gerät das noch viel schlimmer sein kann als ein strahlendes Handy ;)

    Mal ernst: Fakt ist ich lebe und arbeite seit gut 10 Jahren in einer Strahlenhölle (mehrere WLAN Geräte, Mobilfunk, Bluetooth usw) meine Frau und ich können uns nur noch wenig merken und vergessen oftmals was, ich denke nicht das das normal ist wie meine Frau immer sagt...das kommt garantiert von der Strahlung!

    Gehirn hab ich letztes Jahr mal durchchecken lassen, ist aber alles im Normbereich. Dennoch bin ich skeptisch das uns diese ganze Strahlung nichts anhaben kann...und wenn die Langzeitstudien durch sind ist es wahrscheinlich für die meisten schon zu spät und die Demenz oder Alzheimer haben bereits eingesetzt :(

  4. 21.12.15 13:54 M.a.K (Handy Master)

    Das Problem ist doch, dass es keine Langzeitstudien gibt. Richtig viel "gestrahlt" wird ja erst seit jeder zweite Haushalt Wlan/UMTS/LTE nutzt und so lange gibt es das noch gar nicht.

    Das hat bestimmt Auswirkungen auf den Körper, und sei es nur Stress der unbewusst permanent stattfindet.

    Man muss der Strahlung aber zugute halten, dass es ohne gar kein Leben auf der Erde geben würde. Vielleicht mutieren wir jetzt nur schneller ^^

  5. 21.12.15 13:24 foetor (Advanced Handy Profi)

    Ich bin echt mal gespannt ob man das Ganze in paar Jahrzehnten anderst sieht oder ob das echt nichts ausmacht. Schließlich läuft man den ganzen Tag in der Hose damit rum

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