In Deutschland werden die Marktanteile der Netzbetreiber möglicherweise noch im laufenden Geschäftsjahr neu gemischt: sowohl Vodafone als auch O2 könnten 2005 gemessen an den Kundenzahlen jeweils um einen Platz aufrücken. Damit würde der britische Mobilfunkanbieter den bisherigen Marktführer T-Mobile ablösen und der bisher kleinste Mobilfunkbetreiber würde E-Plus vom dritten Rang verdrängen.
Vodafones besonders zuversichtliche Marktprognose stützt sich auf Einschätzungen des renomierten Marktforschungsinstituts Gartner. Demnach ist T-Mobile zu sehr auf „profitable“ Kunden fokussiert, während Vodafone in den vergangenen Quartalen der wachstumsstärkste Mobilfunkanbieter in Deutschland gewesen sei.
Bereits bis zum Jahreswechsel hatte Vodafone den Abstand auf T-Mobile auf 600.000 Kunden verringern können. Auf dem internationalen Mobilfunkmarkt macht Vodafone die hohe Sättigungsrate und die schwache Konjunktur in Europa und Japan allerdings etwas Kopfzerbrechen, worunter auch der Aktienkurs gelitten hat.
Der Mobilfunkbetreiber O2 kann sein ehrgeiziges Ziel zwar nicht mit unabhängigen Marktforschungs-Ergebnissen begründen, dennoch ist man äußerst zuversichtlich, dass man im hart umkämpften deutschen Markt bei der Kundenzahl die Zehn-Millionen-Marke knacken wird. Zum Vergleich: E-Plus verfügt zur Zeit "nur" über 9,6 Millionen Kunden.
Bereits im ersten Quartal steigerte die Mobilfunkfirma die Zahl der Handynutzer um 578.000 auf 7,98 Millionen und wuchs somit deutlich schneller als der direkte Konkurrent E-Plus. Bezogen auf den Umsatz überrundete O2 im Geschäftsjahr 2004/05 erstmals E-Plus und rückte auf den dritten Rang vor.
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