Autor: Tobias Czullay 08.01.2016 - 20:00 | (24)

Samsung Galaxy S7 Specs: Ein Spitzensmartphone der Korrekturen

In den vergangenen Wochen sind so einige Informationen zu Samsungs neuen Flaggschiff-Smartphones Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge durchgesickert. Zeit für uns also, ein wenig Ordnung ins Gerüchtechaos zu bringen und die wichtigsten und plausibelsten Details zusammenzutragen – und abzuwägen, ob die neuen Geräte am Ende wirklich besser werden als die der Galaxy-S6-Serie.

Samsung Galaxy S7 Specs: Ein Spitzensmartphone der Korrekturen

Samsung Galaxy S6 Edge Plus (hinten) und Samsung Galaxy S6 | (c) Areamobile

Dass Samsung einen Nachfolger zum Galaxy S6 herausbringen wird, war schon nach dessen Präsentation im Februar 2015 so sicher wie das Amen in der Kirche. Denn obwohl sich der Hersteller einen Kritikpunkt an den Vorgängern besonders zu Herzen genommen hat - das fade und für diese Preisklasse wenig luxuriöse Design -, hinterließen andere Entscheidungen einen faden Beigeschmack. Im Vergleich zum Galaxy S5 kann der kleiner gewordene Akku nicht selbstständig ausgewechselt werden, das Gehäuse ist nicht wassergeschützt, und ein nachträgliches Speicherupgrade per microSD-Karte ist ebenfalls nicht möglich. Auch zeichnete sich bei längerer Nutzung ab, dass die Software der auf dem Papier und in Benchmarks hervorragenden Hardware nicht gewachsen ist, die System-Performance nicht immer gänzlich überzeugen kann.

Samsung Galaxy S6 Edge Plus im Vergleich mit Samsung Galaxy S6 | (c) Areamobile

Galaxy S7 wieder aus Glas und Metall | (c) Areamobile

Glaubt man den Gerüchten aus den vergangenen Wochen, dann wird Samsung mit dem Galaxy S7 viele dieser Kritikpunkte ausmerzen: Der Akku soll wieder etwas größer werden, das Gehäuse wieder gegen eindringendes Wasser geschützt sein und der Festspeicher wieder durch den Einsatz einer Speicherkarte erweitert werden können. Gleichzeitig behalten die Koreaner das stimmige Design des Vorgängers bei, das Smartphone soll wieder mit einem Metallrahmen und einer - diesmal an den langen Seiten leicht gebogenen - Rückseite aus Glas daherkommen. Weiterhin könnte der beim Galaxy S6 noch recht ausladende Kamera-Buckel reduziert werden - komplett entfernt wird er aber wahrscheinlich nicht. Der Akku lässt sich wohl auch beim Galaxy S7 nicht ohne Weiteres vom Nutzer austauschen, soll aber wieder drahtlos geladen werden können.

Zwei Galaxy-S7-Smartphones, das Edge wird größer

Samsung Galaxy S7 Abmessungen | (c) Android Authority

Samsung Galaxy S7 Abmessungen | (c) Android Authority

Es wird erwartet, dass Samsung wie im vergangenen Jahr zwei Galaxy-S7-Smartphones präsentieren wird, ein Standard-Modell und eines mit an den Seiten gebogenem Edge-Display. Anders als beim Galaxy S6 sollen die Geräte allerdings unterschiedlich groß werden, das Galaxy S7 mit flacher Front wird voraussichtlich über ein 5,1 oder 5,2 Zoll großes Display verfügen, der Bildschirm des Galaxy S7 Edge soll 5,5 Zoll messen. Darüber hinaus ist ein Galaxy S7 Plus im Gespräch, dessen Bildschirm 5,7 Zoll groß ist - über die Existenz des Phablets gibt es allerdings unterschiedliche Ansichten. Recht einig, wenn auch noch mit spärlichen Informationen unterlegt sind die Berichte über ein drucksensitives Panel, ähnlich den aktuellen iPhone-Modellen oder dem Huawei Mate S. Auch wird Samsung wohl wieder auf AMOLED-Technik und QHD-Auflösung setzen.

Bei der Kamera des Galaxy S7 steht zumindest auf dem Papier ein Rückschritt an, denn anders als noch bei Galaxy S5 und Galaxy S6 werden Fotos wohl nicht mehr mit einer Auflösung von 16 Megapixel, sondern nur noch mit 12 Megapixel aufgenommen. Da trotz der kleineren Bildauflösung konsequent der Schritt nach vorne erfolgen muss, wird Samsung wohl auf größere und damit lichtsensiblere Pixel auf dem Sensor setzen. Ob wieder ein optischer Bildstabilisator im Kameramodul verbaut ist, ist noch nicht weiter bekannt. Die Blende soll diesmal mit f/1.7 besonders groß ausfallen, was in Verbindung mit größeren Pixeln und einem weniger weit aus dem Gehäuse ragenden Modul gegen einen solchen Einsatz sprechen könnte - ähnlich also, wie bei Googles aktuellen Nexus-Smartphones.

Schnellere Software, noch bessere Hardware

Voraussichtlich wird es auch neue Funktionen seitens der Kamera-Software geben, möglicherweise tut es Samsung LG gleich und spendiert seinem Flaggschiff endlich einen anständigen manuellen Modus mit RAW-Aufnahme und manueller Belichtungssteuerung. Letztere soll immerhin mit dem Marshmallow-Update auch auf die Galaxy-S6-Smartphones gelangen. Auch beim Betriebssystem sollen deutliche Verbesserungen bevorstehen, denn wie schon aus zwei Quellen zu lesen war, lässt sich Samsung für den neuen TouchWiz-Launcher von Google unter die Arme greifen, um eine Performance wie beim iPhone zu erreichen. Wir sind gespannt: Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass der Launcher angegangen wird.

Für die Technik unter der Haube stehen ebenfalls Neuerungen an. So kommt im Galaxy S7 je nach Region entweder der hauseigene Exynos 8890 mit acht oder der Snapdragon 820 von Qualcomm mit vier Prozessorkernen zum Einsatz. Beide haben nach bisherigen Benchmark-Leaks eine vergleichbare Leistung und werden im energieeffizienten 14-Nanometer-FinFET-Verfahren gefertigt. Der Arbeitsspeicher wird wohl auf 4 GB aufgestockt und wie schon beim Galaxy S6 soll ein Datenträger nach schnellem UFS-2.0-Standard eingesetzt werden. Der wird voraussichtlich 32 GB groß sein. Ob Samsung auch ein Modell mit 64 GB oder mehr Speicher herausbringen wird, ist bislang nicht sicher. Auch ist noch offen, ob ein USB-Anschluss nach neuem Typ-C- oder noch nach altem Micro-USB-Standard im Galaxy S7 verwendet wird.

Mutmaßliche Preise und Release-Termin

Der Launch von Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge wird für Ende Februar erwartet, voraussichtlich wird Samsung wie in den vergangenen Jahren ein Unpacked-Event am Wochenende vor dem Start des Mobile World Congress veranstalten. Damit kämen für die Präsentation der neuen Flaggschiffe der 20. oder 21. Februar in Frage, nach jüngeren Informationen sollen die Smartphones sogar schon eine Woche später im Handel erhältlich sein. Auch die mutmaßlichen Preise für die Geräte stehen im Raum: Das kleinere Galaxy S7 soll für 699 Euro, das Galaxy S7 Edge für 799 Euro über den Ladentisch wandern.


Galaxy S7 / Edge (Gerüchte)
Galaxy S6 / Edge
Display
5,1 oder 5,2 Zoll / 5,5 Zoll, AMOLED, 2.560 x 1.440 Pixel, Force Touch
5,1 Zoll, AMOLED, 2.560 x 1.440 Pixel
Abmessungen
143 x 50,5 x ? mm / 151 x 73 x ? mm
143 x 70,5 x 6,8 mm
Chipsatz
Exynos 8890 Octa oder Snapdragon 820, 4 GB RAM
Exynos 7420, 3 GB RAM
Speicher
32 GB und 64 GB, je microSD-Support
32 GB, 64 GB und 128 GB
Kamera
12 Megapixel, 5 Megapixel, f/1.7
16 Megapixel, 5 Megapixel, f/1.9, OIS, Single-LED-Blitz
Akku
3.000 mAh / 3.600 mAh
2.550 mAh
Sonstiges
Wasser- und Staubschutz, Qi, Fingerabdrucksensor
Qi, Fingerabdrucksensor
Preis
699 Euro / 799 Euro ab 699 Euro / 849 Euro

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, microSD, Smartphone, Galaxy-Smartphone, Android 6 Marshmallow, Snapdragon 820

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Kommentare
  1. 11.01.16 11:52 jennss (Member)

    Die Fotoauflösung ist relativ egal. Beim S6 nehme ich eh meist 2,4 MP, weil die Dateigröße geringer ist. Zu hoffen ist aber, dass der ordentliche Kontrastumfang vom S6 mindestens beibehalten wird. Da der Sensor wohl kleiner werden soll, um den Kamerabuckel wegzubekommen, muss man schauen, dass eine bessere Sensortechnik dies ausgleicht. Die größere Blende alleine würde das nur bei begrenztem Licht ausgleichen, aber bei Sonnenschein, wenn die Cam keine Offenblende nimmt, zählt der Sensor vor allem. Hoffentlich wird der Bildstabi nicht gespart. Der bringt beim S6 nämlich einiges.

    Wenn das Design bleibt, ist das ok.. Wäre eine Metallrückseite nicht eh ein Problem mit dem induktiven Laden? Ich finde das inzwischen sehr praktisch, sollte man auf keinen Fall wieder aufgeben. Solche Dinge wie Schnellladen und Induktivladen stehen bei den Geräten in der Werbung ja eher im Hintergrund, bringen aber m.E. im Gebrauch viel mehr als z.B. Edge-Kanten.

  2. 10.01.16 19:28 Gandalf (Advanced Handy Profi)

    @Echse

    Von einem Smartphone, das 800€ kostet, erwarte ich, dass es alles kann, was der Markt technisch so hergibt.
    Dass das nicht der Realität entspricht, wissen wir alle.

  3. 10.01.16 17:08 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    @Arminator:"Breaking news, auch mods haben eigene meinungen und präferenzen. Weitere Nachrichten um elf, unteranderem: Foren sind dazu da meinungen und vorlieben auszutauschen."
    >>Breaking News: Mods werden so behandelt wie andere Mitforisten, wenn sie sich über Meinungen und Vorlieben austauschen wollen.

    Vor allen Dingen vorzugeben objektiv zu sein, ist besonders ungünstig, wenn man das so undifferenziert tut ;)

  4. 10.01.16 16:37 Arminator (Advanced Handy Profi)

    Breaking news, auch mods haben eigene meinungen und präferenzen. Weitere Nachrichten um elf, unteranderem: Foren sind dazu da meinungen und vorlieben auszutauschen.

  5. 10.01.16 13:38 foetor (Advanced Handy Profi)

    @Georg
    "Ich bin jeder Hinsicht objektiv. "

    Ja richtig :D Haben ja paar auch schon geschrieben ich sage nur "Goldstandard". Ich werde auch noch in Zukunft alles melden wenn du sowas schreibst. Objektivität sieht anders aus!

  6. 09.01.16 20:59 benthepen (Advanced Handy Master)

    Mak

    Applehat von allen die kleinsten Probleme, glaub mir. In China passiert gerade was?? China wächst und wächst. Jedes Jahr zweistellig, nur gerade haben sie eine Flaute. Vieles auf dem Aktienmarkt, der nicht immer logisch ist. Und nur weil China nicht mehr so rasant wächst, bekommt Apple noch laaaaaaange kein Problem.
    Es gibt noch genug Märkte, wo Apple angreifen kann. Es gibt genug Länder, die rasant wachsen.
    Apple geht es finanziell derart gut, das sie locker mal 10 Jahre aussitzen könnten. Und wenn alles in die Hose geht, kann Apple immernoch gehörig an der Preisschraube drehen! Aber sie wären doof, wenn sie das machen, wozu denn auch??
    Die Marge ist extrem hoch, so hoch wie kaum in einer anderen Branche, geschweige denn Hersteller!
    Und Apple braucht keine riesen Anteile vom Kuchen, solange sie Milliarden Gewinne mit weniger einfahren....
    Und nicht vergessen, die meisten Geräte werden MIT Vertrag gekauft, das kann sich auch ein "kleinerer" Arbeiter leisten, geschweige denn die Mittelschicht.
    Und Reiche wird es immer geben, jedes Jahr immer mehr....
    Apple hat, weiß Gott, die kleinsten Probleme von Allen....

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