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Autor:
Christopher Gabbert
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Microsoft: So entstand Continuum für Windows 10 Mobile

Mit dem Display Dock und Continuum lässt sich das Smartphone mit Windows 10 Mobile wie ein PC nutzen. Doch um das zu ermöglichen, musste Microsoft einige Hürden nehmen. Wie diese aussahen, erzählt die Microsoft-Managerin Keri Moran.

Microsoft: So entstand Continuum für Windows 10 Mobile

Microsoft Lumia 950 XL Hands-on | (c) Areamobile

Die Inspiration für das neue Windows-Feature kam Keri Moran, Principal Program Manager Lead bei Microsoft, und ihrem Team durch eine Beobachtung: Die Menschen nehmen ihr Smartphone überall mit hin und nutzen es um Videos zu gucken, Nachrichten zu schreiben oder im Internet zu surfen. Geht es jedoch an die "echte Arbeit", nutzen viele Menschen lieber ihren Laptop oder den Desktop-PC. Zwar liefert das Smartphone für einfache Aufgaben und Aktivitäten eine vergleichbare Hardware-Performance wie ein Desktop-PC, wird dafür aber kaum genutzt. In den Gesprächen mit den Kunden stellte sich heraus, dass für viele Nutzer der Smartphone-Bildschirm zum Erstellen von Powerpoint-Präsentationen oder für die Tabellenkalkulationen zu klein ist. Auch die Steuerung mit Maus und Tastatur sei am Ende deutlich angenehmer, als auf dem Touchscreen. Allerdings würden viele Nutzer gerne schnell und einfach den Inhalt vom Smartphone auf einen großen Bildschirm bringen, um damit arbeiten zu können. Schließlich begann vor drei Jahren die Arbeit an Continuum für Windows 10 Mobile.

Die Probleme bei der Umsetzung von Windows 10 Mobile Continuum

Als Moran und ihr Team das Projekt starteten, standen sie jedoch vor mehreren Problemen. Zum einen war da die Umsetzung der Apps: Die für das Smartphone-Display programmierten kleinen Inhalte mussten auf den großen Bildschirm gebracht werden, ohne die Inhalte verzerrt anzuzeigen. Obendrei sollten sie für die Bedienung per Maus und Tastatur optimiert sein. Es musste also eine Nutzererfahrung geschaffen werden, die dem Desktop-PC ähnelt. So wurde Windows 10 Mobile um die Unterstützung für Maus und Tastatur erweitert, die sich entweder per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden oder an das Display-Dock anschließen lassen.

Das andere Problem war die gleichzeitige Nutzung von Smartphone und dem Monitor als zweiter Bildschirm. Ein wichtiger Punkt, da Nutzer weiterhin das Smartphone normal nutzen wollten, trotzdem es an den Bildschirm angeschlossen ist. Hierfür wurde über Monate an verschiedenen Prototypen und Softwarelösungen gearbeitet, bis es möglich war, Windows 10 Mobile ohne Einschränkungen auf dem Gerät auch auf dem großen Bildschirm zu nutzen.

Das Resultat

Als auf der Build-Konferenz im April 2015 die erste Live-Demo von Continuum gezeigt wurde, bei der über ein Windows-Smartphone Office auf dem großen Bildschirm lief, war die Resonanz sehr positiv, erzählt Moran. Das Team war dadurch motiviert, die Arbeit fortzuführen. Mittlerweile ist Continuum mit Windows-10-Smartphones wie dem Microsoft Lumia 950 oder Lumia 950 XL nutzbar, doch ist die Anzahl der entsprechenden Universal Apps, die Anwendungen vom kleinen Display auf den großen Bildschirm bringen, noch recht beschränkt. Der Anfang für eine spannende Zukunft ist allerdings getan.

Mehr zum Thema: Smartphone, Windows 10, Microsoft Continuum

via Windows Central

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