Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
 
Autor:
Björn Brodersen
| 76

Samsung kommt wegen Android-Updates vor Gericht

Weil der Hersteller zu wenig Smartphone-Modelle mit Updates auf neue Android-Versionen versieht und seine Kunden unzureichend über Updates und Sicherheitslücken informiert, wollen niederländische Verbraucherschützer jetzt Samsung vor Gericht bringen. Doch die Südkoreaner sind als weltweiter Marktführer nur erstes Ziel der Update!-Kampagne von Consumentenbond.

Samsung kommt wegen Android-Updates vor Gericht

Samsung Galaxy S6 Edge Plus | (c) AM

Die niederländische Verbraucherschutzorganisation Consumentenbond wirft Samsung unfaires Geschäftsgebaren vor: Der Smartphone-Hersteller lasse seine Kunden im Unklaren darüber, wie lange diese Software-Updates für ihre Smartphones bekommen, kritisieren die Verbraucherschützer, die jetzt vor Gericht auf Unterlassung klagen wollen. Sie verlangen, dass Samsung künftig nicht nur Updates, sondern im Vorfeld auch klare Informationen über die Dauer des Update-Supports für Android-Smartphones und über bestehende kritische Sicherheitslücken auf den Geräten wie etwa "Stagefright" liefert.

Consumentenbond hatte nach eigenen Angaben Samsung als weltweiten Marktführer als erstes Branchenunternehmen ausgesucht und die Forderungen schriftlich zugestellt und danach Gespräche mit Vertretern des Unternehmen geführt. Dies habe jedoch keine Ergebnisse im Sinne der Verbraucherschützer gebracht. Im Rahmen der im Juli 2015 gestarteten Kampagne "Update!" ruft Consumentenbond Smartphone-Hersteller dazu auf, sich stärker in Sachen Android-Updates zu engagieren und die Kunden besser über Software-Aktualisierungen zu informieren.

Areamobile-Analyse: Update-Engagement der großen Hersteller gering

Nach einer Auswertung von Consumentenbond im vergangenen Sommer hatte Samsung 82 Prozent der eigenen Smartphone-Modelle nicht mit Updates auf alle neuen Android-Versionen versehen, die Google in den zwei Jahren nach Release der jeweiligen Geräte veröffentlichtet. Zu einem ähnlichen Ergebniss kamen wir in der Areamobile-Redaktion nach eigener Analyse: Von den ab Anfang 2013 bis August 2014 in Deutschland gelaunchten 49 Smartphone-Modellen erhielten nur 15 überhaupt ein Update auf eine neuere Android-Version. Einsteiger-Smartphones bedachten die Südkoreaner in dieser Phase generell nicht mit Updates auf neue Android-Versionen.

Updates nach Geräten je Hersteller | (c)

Hersteller im Android-Update-Check von Areamobile - Samsungs Ergebnis ganz links | (c) AM

Bei anderen großen Herstellern, die Android-Smartphones in Deutschland anbieten, sieht es nicht besser aus. Die Update-Situation ist durch die Bank stark verbesserungswürdig. Noch schlimmer ist das Update-Engagement von Billiganbietern oder No-Name-Herstellern.

Samsung hatte im vergangenen Jahr monatliche Sicherheits-Updates für ausgewählte Smartphone-Modelle angekündigt. Informationen dazu liefert das Unternehmen in einem speziellen Blog.

Mehr zum Thema: Android-Update, Android-Smartphones, Smartphones, Galaxy-Smartphone

via NOS

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Lesen Sie alle 76 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 25.01.16 14:12 pixelflicker (GURU)

    @Fritz:
    Ich finde es interessant, dass du einem Beitrag mit dem folgenden Inhalt zustimmst:
    > Nachhaltigkeit ist kein grundsätlicher gegenteil von profit, sondern kann genauso gut ein elementarer bestandteil sein.

    Genau diese Aussage hast du nämlich, wenn sie von mir kam immer vehement abgelehnt. Zusammen mit Boca warst du immer der Meinung, Unternehmen hätten grundsätzlich kein Interesse an Nachhaltigkeit, da sie davon nichts hätten.

  2. 24.01.16 23:03 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    @Arminator: "Wozu? Ich hab dir bereits mehrfach welche genannt [...]"
    >>Wo genau? Bisher habe ich nur die Behauptung gelesen, dass du es mehrfach getan hast (also in #74)

    Fritz hat den Handyverkauf durch Mobilfunkbetreiber genannt. Die verkaufen die Geräte aber nicht ohne Marge.

    "Die Antwort lautet ja" ist auch nach wie vor korrekt. Willst du bestreiten, dass Mobilfunkbetreiber daran interessiert sind möglichst viele und teure Smartphones zu verkaufen? Das war nämlich die Frage auf die die Antwort ja lautet. Sie war auch nur als rhetorische Frage gedacht um Fritz einen Einstieg zu ermöglichen. Joah, dann halt nicht.

    @FTC: Was Eigenes zum Thema hast du ja auch noch nicht gebracht. Hilft nur noch nicken ;)

  3. 24.01.16 17:39 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    @ Arminator:
    Danke für Deine klaren Worte, denen ich mich anschließe.

  4. 24.01.16 17:11 Arminator (Advanced Handy Profi)

    "darf ich annehmen, dass du den restlichen Aussagen zustimmst."
    Du solltest mein schweigen eher als missbilligung deiner diskussionskultur verstehen, keinesfalls aber als zustimmung.

    "Kennst du ein Produkt, dass ohne Marge verkauft wird und das schon seit 20 Jahren und von einem börsennotierten Unternehmen?"
    Wozu? Ich hab dir bereits mehrfach welche genannt und fritz hat dir eines davon auch nähers erläutert. Das hast du allerdings vom tisch gewischt ohne eine begründung dafür zu haben außer deiner für dich wohl alles überstrahlenden meinung: "Die Antwort lautet ja."
    Solange das so ist macht es wenig sinn mit dir zu diskutieren. Und wenn du jetzt meinst ich wäre selbstgerecht dann solltest du dir nochmal deinen austausch mit fritz zu gemüte führen. Schönen sonntag noch.

  5. 24.01.16 15:06 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    @FTC: "Erst wenn ein Produkt aus mehreren Komponenten besteht, bspw. Hardware + Software oder Dienstleistung, kann man einen Teil des Produktes mit Gewinnen aus einem anderen Teil quersubventionieren, solange am Ende ein Produkt mit einem starken USP steht."
    >>Dann auch die Frage an dich: "Kennst du ein Produkt, dass ohne Marge verkauft wird und das schon seit 20 Jahren und von einem börsennotierten Unternehmen?"

    (Dass sich Hard- und Software selbst nicht trennen lassen bei der Gewinnbetrachtung sagte ich übrigens so ziemlich am Anfang der Diskussion, aber der Punkt ist schon lange ein ganz anderer)

  6. 24.01.16 14:08 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    "Es geht explizit um den Preis der Hardware."

    ==> Ja. Und? Explizit Hardware verkaufen eben nur Dummköpfe über den Preis. Dafür braucht es überspitzt gesagt noch nicht einmal ausgebildete Verkäufer. Über den Preis verkaufen kann jedes Kind.
    Erst wenn ein Produkt aus mehreren Komponenten besteht, bspw. Hardware + Software oder Dienstleistung, kann man einen Teil des Produktes mit Gewinnen aus einem anderen Teil quersubventionieren, solange am Ende ein Produkt mit einem starken USP steht.

antworten
 
Anzeige
Aktuelle Geräte im Test
Anzeige