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Autor:
Christopher Gabbert
| | (41)

Apple: iPhone soll künftig Daten per Licht übertragen

Apple scheint in kommenden Gerätegenerationen Lichtimpulse zur Übertragung von Daten nutzen zu wollen. Ein Hinweis auf das Li-Fi genannte Verfahren, das Bluetooth und Wi-Fi auf dem iPhone ergänzen könnte, findet sich in iOS.

Apple: iPhone soll künftig Daten per Licht übertragen

Datenübertragung zwischen zwei iPhones | (c) Frauenhofer IPMS

Der Twitter-Nutzer Chase Fromm will im Quellcode von iOS 9.1 einen Beleg dafür gefunden haben, dass Apple an der Unterstützung seines Betriebssystems für das sogenannte Li-Fi-Verfahren arbeitet. Der entsprechende Hinweis auf die kabellosen Übertragungstechnik findet sich in einer Library-Cache-Datei von iOS, wo der Eintrag "LiFiCapability" zu finden ist. Beim Li-Fi-Verfahren werden Daten auf optischen Wege mittels kurzer und schneller Lichtimpulse zwischen zwei Geräten übertragen. Voraussetzung ist, dass eine direkte Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger besteht.

Ein mögliches Anwendungsszenario ist eine Zimmerlampe, die Lichtimpulse an im Raum befindliche Geräte schickt - für den Anwender wären sie nicht sichtbar. Mit Li-Fi lassen sich in der Theorie Übertragungsraten von bis zu 224 Gigabit pro Sekunde erreichen, womit das Verfahren deutlich schneller wäre, als es Bluetooth, WLAN oder LTE derzeit sind. Dazu soll die Technologie auch weniger Strom verbrauchen als bisherige Übertragungsstandards und ist somit besonders für den mobilen Einsatz interessant. Der dritte Pluspunkt ist, dass die Li-Fi-Technik sowohl schnell als auch günstig einzurichten ist, da das Verlegen von Kabeln überflüssig ist und sich Lichtelemente mit Li-Fi kombinieren lassen.

Li-Fi befindet sich derzeit noch in einer experimentellen Phase, viele Firmen arbeiten aber bereits daran, die Technologie für einen Marktstart zu verbessern. Im Jahr 2013 wurde vom Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) ein Kommunikationsmodul gezeigt, das Datenübertragungsraten von bis zu 5 GBit/s erreichte. Ein Jahr später wurde ein Transceiver vorgestellt, der 10 GBit/s erreichte. Von Experten wird Li-Fi auf lange Sicht als Nachfolger von Wi-Fi gesehen. Wer mehr über das Thema erfahren möchte, dem sei der Vortag von Harald Haas auf der TEDGlobal 2011 ans Herz gelegt.

Mehr zum Thema: Apple-Smartphones, Apple-Tablets, iOS 9

via Golem

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Kommentare
  1. 06.03.16 11:51 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    @annalena:"Könnte mir das mal jemand erklären, wie das gehen soll? Wie soll man den mit Licht Daten übertragen können?"
    >>So zB https://de.wikipedia.org/wiki/Puls-Code-Modulation; Denkbar sind aber auch etwas abstraktere Varianten in der Art eines (bewegten) QR-Codes.

    Der größte Weg der Internetübetragung wird (iaR) über optischen Kabeln zurückgelegt zB. Also die optische Datenübertragung bzw Übertragung über Licht ist allgegenwärtig. Zu Hause hast du es vielleicht schon in Form von SPDIF gesehen zur optischen Datenübertragung. Der Port leuchtet auch rot, wenn er aktiviert ist.

  2. 05.03.16 23:23 annalena (Newcomer)

    Hi!
    Könnte mir das mal jemand erklären, wie das gehen soll? Wie soll man den mit Licht Daten übertragen können?
    Ich kenne mich da nicht so gut aus bei den Handys und mit der Technik, mich würde es aber sehr interessieren :)
    Liebe Grüße
    Annalena

  3. 01.02.16 13:01 pixelflicker (GURU)

    Der Punkt ist aber doch auch, dass das Apple von heute nicht mehr das Apple von 2007 ist. Vor allem seit der Einführung von iOS hat Apple seine Kontrolle der Inhalte der Nutzer immer stärker verschärft. Apple kontrolliert ja auch welche Software ich auf dem Gerät installieren darf und unternimmt derzeit auch Anstrengungen die Kontrolle über die Mobilfunkanbieter zu übernehmen. Stichwort: Apple SIM.

    Wenn, dann verlasse ich mich eher auf die jüngeren Ereignisse als auf etwas, das schon zehn Jahre her ist.

  4. 29.01.16 13:54 Applenerd (Handy Profi)

    @IBNAM

    Hier mal den Brief, den Apple 2008 veröffentlichte mit dem Plädoyer für DRM-freie Musik:
    https://web.archive.org/web/20080107121341/http://www.apple.com/hotnews/thoughtsonmusic/

    News damals 2007:
    http://www.cnet.com/news/apples-jobs-calls-for-drm-free-music/
    http://www.engadget.com/2007/02/06/a-letter-from-steve-jobs-on-drm-lets-get-rid-of-it/

    Aus der Wikipedia
    "Nur einen Tag, nachdem Apples CEO Steve Jobs einen Vergleich mit den Beatles verkündete, bezog er in einem offenen Brief unter dem Titel „Thoughts on Music“ zu den Vorwürfen aus Europa Stellung, mit Apples Kopierschutzverfahren FairPlay Apples Monopolstellung im Bereich des digitalen Vertriebs von Musik über das Internet und der Kopplung an iTunes auszubauen.[14] In dem Brief sieht sich Steve Jobs mehr als Opfer der Musikfirmen Universal, Sony BMG, Warner Music Group und EMI denn als Täter. Steve Jobs' Hauptargument ist, dass es Apple nicht möglich sei, sein Kopierschutzverfahren für andere Anbieter zu öffnen, weil Apple dann nicht mehr gewährleisten könne, binnen weniger Wochen Lücken in selbigen zu beheben. In den Medien wird jedoch vermutet, dass – neben den bereits erwähnten rechtlichen Problemen in Europa – die Konkurrenz durch Peer-to-Peer-Netzwerke und legale Angebote ohne DRM Jobs zu diesem Schritt bewogen hat.[15][16]"

  5. 29.01.16 13:44 Applenerd (Handy Profi)

    @IBNAM
    >> iTunes bietet übrigens auch keine MP3s an meines Wissens.
    Es geht ja auch mit DRM oder ohne DRM. Das Format ist doch egal.

    >> Außerdem haben Amazon, Beatport und dergleichen meines Wissens nie DRM genutzt.
    Ja, Amazon konnte MP3 (mit Wasserzeichen) verkaufen, weil Jobs vorher den wegbereitet hat und mit der Musikindustrie verhandelt.

    Amazon konnte Ende 2007 DRM-freie Musik verkaufen, weil Jobs und Apple Anfang 2007 die Weichen dafpr gestellt hatten. Und iTunes verkaufte ab Juni 2007 DRM-freie Musik.

    >> Sie waren also ganz bestimmt nicht die ersten und es ist auch kein Verdienst von Steve Jobs.
    Doch ist es. Lies das doch einfach mal nach.

    @Jobs
    >> Ja, da kannst du recht haben, das war maßgeblich der Verdienst von Jobs.

    >> Aber Jobs ist nicht mehr da und ich habe ausdrücklich von Apple gesprochen.
    >> Außerdem ist die Filmindustrie eine andere Hausnummer als die Musikindustrie.
    >> Was Apple ja auch schon zu Spüren bekam.

    Mag sein. Ich konnte das nur nicht so pauschal stehen lassen. Es scheint ja auch einige (wie IBNAM) zu geben, die gar nicht wissen, dass wir den DRM-freien Musikverkauf massgeblich Jobs zu verdanken haben.

    Das kann man nicht alles 1:1 auf die Filmindustrie und das diskutierte Szenario anwenden. Aber es ist halt auch nicht richtig, dass Apple immer auf der Seite des DRMs und der Einschränkungen stand/steht.

  6. 29.01.16 11:18 pixelflicker (GURU)

    Ach Unsinn. Als wären andere Gerüchte nur ein bisschen Gehaltvoller.
    Das Apple eine Dual-Kamera verbaut, nur, weil es vor einiger Zeit eine Firma gekauft hat, die sowas Herstellern ist auch nicht gehaltvoller.

    Du willst nur wieder gegen mich schießen, darum gehts. Immer das Selbe mit dir.

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