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Autor:
Steffen Herget
| 6

Studie: Essen bestellen per App ist gesünder

Studien fördern oft Dinge zutage, die man sich kaum vorstellen kann - weil man nie darüber nachgedacht hat. So auch in diesem Fall, bei dem eine niederländische Universität herausgefunden hat, dass man gesünder lebt, wenn man sein Essen per App nach Hause bestellt.

Studie: Essen bestellen per App ist gesünder

Liefer-Apps machen die Waage froh | (c) Beurer

Die Forschungsgruppe der Universität in Tilburg rund um Anne-Kathrin Klesse, Jonathan Levav und Caroline Goukens haben untersucht, wie unterschiedlich Menschen Essen bestellen und was am Ende auf dem Teller landet. Was ein bisschen nach dem modernen Filmklassiker Kitchen Stories klingt, sollte die Frage beantworten, wer gesünder lebt: Derjenige, der im Restaurant sitzt und die Karte studiert, oder die Menschen zuhause auf der Couch, die Lieferheld, Lieferando und Co. auf die Suche nach Essbarem bemühen.

Nun sollte man meinen, dass es doch herzlich egal ist, ob man den Burger oder das Fleisch mit Sahnesauce bei einem echten oder einem virtuellen Kellner ordert - außer vielleicht, dass man auf der Couch bequemer sitzt. Stimmt aber nicht, zumindest nach Ansicht der niederländischen Marketing-Forscher. Denn im Restaurant greifen viele Kunden der Untersuchung zufolge deutlich häufiger zum ungesunden Dickmacher als beim Bestellen mit einer App am Smartphone oder Tablet. Die Folge: Die Ernährung fällt gesünder aus, die Lebenserwartung steigt.

Zeitdruck macht dick

Den Grund dafür sehen die Forscher im Zeitdruck. Der Kellner steht da und wartet ungeduldig auf die Bestellung, da nimmt man dann doch lieber schnell das Schnitzel mit Pommes als den Salat, der einem im Restaurant eh immer zu teuer vorkommt. Zuhause auf dem Sofa in der Jogginghose wird lange über der App gebrütet, an sich heruntergeschaut und dann doch lieber das leichte Risotto mit Kichererbsen bestellt als den Burger mit Extra-Bacon. Die scheinbare Anonymität bei der Bestellung per App verglichen mit dem kritischen Blick der Bedienung im Restaurant scheint hier keinen negativen Effekt zu zeigen.

Wer sich jetzt aber freut und nur noch die gängigen Liefer-Apps bemüht, der sei gewarnt. Erstens ist bestelltes Essen, egal ob im Restaurant oder zuhause, generell teurer und oft auch ungesünder als Selbstgekochtes. Zweitens kommt es dann eben schon darauf an, was man bestellt und dann auch isst - der Burger macht fett, egal ob vom Kellner oder dem Lieferanten serviert. Und ab und an mal vors Haus gehen schadet bestimmt auch nicht.

Mehr zum Thema: App, Android-Apps, Kurioses

via Cancom

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Kommentare
  1. 27.01.16 12:43 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @Applenerd:"Versteh ich nicht. Warum ist die Salami Pizza per App gesünder als im Restaurant?"
    >>Ist sie nicht, aber man möchte es gerne so formulieren, weil es sich schön anhört. Die Erklärung ist ja, dass man im Endeffekt weniger bestellt. Ich wäre jetzt so frech zu behaupten, dass man das tut, weil es teuer ist und nicht weil man mehr Zeit hat, aber was weiß ich schon. Ich hab ja keine sinnlose Studie gemacht, die diese Prämisse nicht mal bewiesen hat (Korrelation != Kausalität). Nicht mal die Korrelation muss stimmen, weil die Studie einfach von vorne bis hinten unglaubwürdig ist. Am Ende bleibt übrig: Nette Anekdote, aber nichts Belastbares.

    "Wer sich vom Kellner bedrängen lässt ist selber schuld, wenn er deswegen schneller/unüberlegter bestellt und fett wird. Sorry."
    >>Wo soll das auch passieren? Ich nehme an in einem Laden in dem ich nicht mehr essen gehen würde.

  2. 27.01.16 12:17 pixelflicker (GURU)

    Ich halte die Erklärung auch für sehr weit hergeholt. Ich denke das war reiner Zufall und die Gruppengröße ist einfach zu klein.
    Mal ganz abgesehen davon, dass ich - wie oben schon geschrieben - diese beiden Aspekte für absolut nicht vergleichbar halte.

  3. 27.01.16 11:56 chief (Advanced Handy Master)

    "Denn im Restaurant greifen viele Kunden der Untersuchung zufolge deutlich häufiger zum ungesunden Dickmacher als beim Bestellen mit einer App am Smartphone oder Tablet. "

    Versteh ich nicht. Warum ist die Salami Pizza per App gesünder als im Restaurant?


    "Den Grund dafür sehen die Forscher im Zeitdruck. Der Kellner steht da und wartet ungeduldig auf die Bestellung, "

    Wer sich vom Kellner bedrängen lässt ist selber schuld, wenn er deswegen schneller/unüberlegter bestellt und fett wird. Sorry.

  4. 27.01.16 11:40 pixelflicker (GURU)

    Der Vergleich ist sowieso unsinnig, denn ich kann bei den Lieferfirmen ja auch per Telefon bestellen, das wurde in der Studie offensichtlich gar nicht berücksichtigt. Ein Vergleich Restaurant vs. App macht doch gar keinen Sinn. Das ist nicht vergleichbar. Ein Vergleich Restaurant vs. Lieferdienst oder eben App vs. Telefon könnte Informationen liefern, aber diese Studie hat keinerlei Informationsgewinn.

  5. 26.01.16 18:44 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    "Studien fördern oft Dinge zutage, [...]"
    >>Die keinen interessieren und oft auch keinen geklärten kausalen Zusammenhang besitzen. Was für ein Unsinn wieder ...

    Am besten finde ich aber auch die Erklärung eines Sachverhalts der eigentlich durch die Studie gar nicht geklärt ist.

  6. 26.01.16 15:26 M.a.K (Handy Master)

    Ich kann das bestellen über eine App absolut nicht empfehlen, da die Preise über Pizza.de und Lieferheld weitaus höher sind als wenn man ganz normal anruft und bestellt (bis zu 25%!!!). Das sind für mich einfach nur unnötige Mitesser die keinen wirklichen Mehrwert bieten und dafür kräftig abkassieren was wiederum von dem Pizzaladen an den Kunden weitergegeben wird.

    Ist so, als wenn ich vor den Einkaufswagen eines Supermarktes stehe und anstatt 1€ für den Wagen 1,25€ nehme und den Wagen die 2 Meter zum Kunden schiebe der direkt neben mir steht. Blödsinn. Vielleicht sind ja manche Leute menschenscheu und tauen sich nicht zu telefonieren, an die Tür gehen müssen sie aber trotzdem :)

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