Autor:
Christopher Gabbert
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Gefahr "Handynacken": So vermeidet ihr Nackenschmerzen durch intensive Smartphone-Nutzung

E-Mails checken, chatten oder im Internet surfen - alles wird auf dem immer griffbereiten Smartphone erledigt. Der ständige Blick auf das Smartphone-Display kann jedoch unserer Gesundheit schaden, denn dabei lastet ein hohes Gewicht auf der Halswirbelsäule. Der schmerzhafte "Handynacken" droht.

Gefahr

So sieht entspannte Smartphone-Nutzung aus | (c) O2

Das Schlagwort "Handynacken" beschreibt eine schmerzhafte Schädigung der Nackenmuskulatur, die bei übermäßiger Beanspruchung durch das ständige Blicken auf das Handy oder Smartphone droht. Bei längerer Smartphone-Nutzung führt die häufig eingenommene Körperhaltung mit einer Neigung des Kopfes nach unten um 60 Grad zu einer Mehrbelastung der Halswirbelsäule um 27 Kilogramm. Die Folge: Die Nackenmuskulatur wird überdehnt, die Brustmuskulatur verkürzt - im schlimmsten Fall droht sogar ein Bandscheibenvorfall.

Schon bei einer 15-Grad-Neigung des Kopfes kommt eine Mehrbelastung von 13 Kilogramm zustande, so das Ergebnis Studie von Kenneth K. Hansraj. Je länger Smartphone-Nutzer in dieser Position verweilen, desto eher fallen ihre Schultern nach vorne und überdehnen die Halsmuskulatur. Das Problem tritt also nicht beim kurzen Checken von Mails oder Nachrichten auf dem Smartphone auf, sondern erst bei intensiver Smartphone-Nutzung.

Gewichtsbelastung für die Halswirbelsäule | (c) K. Hansraj

Gewichtsbelastung für die Halswirbelsäule | (c) K. Hansraj

Tipps zur Vorbeugung des Handynackens

Um dem "Handynacken" vorzubeugen, sollte die Nackenmuskulatur nicht zu lange einer übermäßigen Belastung ausgesetzt werden. Da es auf Dauer zu anstrengend ist, das Smartphone oder gar Tablet auf Augenhöhe hochzuhalten, empfiehlt es sich, das Mobilgerät einfach mal häufiger in der Tasche stecken zu lassen oder möglichst häufig Ausgleichsbewegungen zu machen. So wird beispielsweise laut Gesundheitsexperten die Nacken- und Augenmuskulatur durch regelmäßiges Anheben des Kopfes und das Schauen in die Ferne entlastet und für mehr Stabilität und Dehnbarkeit trainiert.

Joggen, Zirkeltraining oder Ballsportarten wie Fußball oder Basketball stärken ebenfalls die Muskeln und beugen Verkürzungen oder Versteifungen vor. Wer lieber regelmäßig schwimmen geht, krault am besten durchs Wasser. Radfahren hilft nicht gegen den "Handynacken", da die Haltung auf dem Rad zumeist verkrümmt und der Körper zu weit nach vorne gebeugt ist.

Bei der Arbeit oder unterwegs können kleine Übungen helfen, die Muskulatur zu trainieren. Dabei setzt man sich gerade hin, legt die Hand auf eine der Schläfenregionen und drückt mit dem Kopf dagegen. Nach einigen Sekunden kommt die andere Schläfe an die Reihe, danach Stirn und Hinterkopf. Regelmäßiges Strecken der Brust und Drücken der Schulter nach hinten empfehlen die Geusndheitsexperten ebenfalls.

Mehr zum Thema: Smartphone, Tablet

via NDR, WAZ

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