Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
 
Autor:
Christopher Gabbert
| | 3

Gerichtsstreit: Gema-Klage gegen YouTube erneut abgewiesen

Der Musikrechteverwerter Gema und YouTube befinden sich seit Jahren in einem immer fortwährenden Gerichtsstreit. Jetzt musste die Gema vor dem Oberlandesgericht München eine erneute Schlappe hinnehmen, die Schadensersatzforderung wurde abgewiesen.

Gerichtsstreit: Gema-Klage gegen YouTube erneut abgewiesen

YouTube Sperrtafel | (c) AM

Die Videoplattform YouTube muss vorerst keinen Schadensersatz an den Musikrechteverwerter Gema zahlen, wie das Oberlandesgericht München heute entschieden hat. Damit bestätigt es das Urteil des Münchner Landesgerichts aus dem vergangenen Jahr. Die Gema, die die Urheberrechte von Komponisten, Textern und Musikverlegern vertritt, hatte 0,375 Cent für jeden Abruf bestimmter Musikvideos durch Nutzer der Plattform gefordert. Dabei ging es um 1.000 exemplarisch ausgewählte Titel, die einen Streitwert von 1,6 Millionen Euro ergaben. "Das heutige Urteil ist äußerst bedauerlich. Das Gericht ist offenbar der Argumentation von YouTube gefolgt, dass allein die Uploader für die auf dem Dienst abrufbaren Inhalte verantwortlich sind. Das halten wir für falsch", kommentiert Dr. Tobias Holzmüller, Justiziar der Gema, die Entscheidung auf der Webseite der Verwertungsgesellschaft.

Seit Jahren befinden sich beide Parteien in einem Rechtsstreit, bei dem es aber weniger um das Geld, als vielmehr um die Verantwortung von YouTube geht. Offen ist dabei immernoch die Frage, ob YouTube ein vollwertiger Musikdienst ist der für die dort eingestellten Inhalte verantwortlich ist, oder nur als Plattform zur Verbreitung von Inhalten seiner Nutzer dient. Da sich beide Seiten seit Jahren nicht einigen können, sind viele YouTube-Videos mit Musik von Mitgliedern der Gema in Deutschland nicht verfügbar.

Mit der erneuten Abweisung der Klage ist der Rechtsstreit aber wohl noch lange nicht beigelegt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Gema prüft derzeit, ob sie in Revision gehen wird. Die kommende Station wäre dann voraussichtlich die nächsthöhere Instanz - der Bundesgerichtshof. Sollte die Verwertungsgesellschaft auch dort kein Recht bekommen, bleibt noch die Möglichkeit der Verfassungsbeschwerde.

via Spiegel

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Kommentare
  1. 29.01.16 11:30 pixelflicker (GURU)

    Klar haben die Geld. Die Kassieren ja überall ab.
    Wenns bei der GEMA an was nicht hapert, dann wohl am Kapital.

  2. 29.01.16 01:49 M.a.K (Handy Master)

    Die klagen so lange bis sie Recht bekommen.

  3. 28.01.16 17:07 foetor (Advanced Handy Profi)

    "Die Gema prüft derzeit, ob sie in Revision gehen wird"

    Die müssen ja Geld haben. Ich hoffe so sehr dass diese Firma viel Geld dafür ausgibt und immer verliert und zum Schluss Bankrott geht.

    Warum soll ich zudem was an Gema Gebühren für meine Speicherkarten zahlen? Ich habe hier Bilder von mir drauf und bekomme und meine Videos. Die Unterstellung dass man Raubkopien darauf hat ist ja auch schon unverschämt und eigentlich gehören die dafür auch verklagt! (Schade das ich kein Anwalt bin)

antworten
 
Anzeige
Aktuelle Geräte im Test
Anzeige