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Autor: Stefan Schomberg 29.01.2016 - 11:26 | 0

Quartalszahlen: Windows Phone bleibt Sorgenkind von Microsoft

Weniger Umsatz, weniger Gewinn: Der PC-Markt schwächelt und damit auch das Geschäft mit Windows und Office. Nur die boomenden Cloud-Dienste fangen die Verluste etwas ab und auch das Surface verkaufte sich gut. Windows Phone läuft hingegen weiter schlecht für Microsoft, der Umsatz mit Lumia-Smartphone halbierte sich im Vergleich zum Vorjahr.

Quartalszahlen: Windows Phone bleibt Sorgenkind von Microsoft

Microsoft-HQ | (c) Anbieter

Börsenkurse sind für Außenstehende nicht immer ganz nachvollziehbar - so auch jetzt bei Microsoft. Der IT-Riese verkündet die Marktzahlen für das zweite Quartal seines Geschäftsjahres und die sind alles andere als rosig: Der Umsatz sinkt im Vergleich zum Vorjahresquartal um zehn Prozent auf etwa 23,8 Milliarden US-Dollar, der Gewinn fällt sogar um 15 Prozent auf etwa 5 Milliarden US-Dollar. Weil Analysten aber einen noch größeren Rückgang erwarteten, stieg der Börsenkurs von Microsoft um etwa 7 Prozent.

Das Geschäft mit dem Betriebssystem Windows 10, Hardware und Spielen ging um 4,6 Prozent auf einen Umsatz von 12,66 Milliarden US-Dollar zurück, im Geschäftsbereich Produktivität, in den vor allem die Office-Programme fallen, sanken die Erlöse um 1,9 Prozent auf etwa 6,69 Milliarden US-Dollar. In Relation zum stark schwächelnden PC-Markt fiel der Rückgang beim Verkauf von Notebooks und Desktop-Systemen mit etwa 10 Prozent aber eher zurückhaltend aus. Allerdings ist auffällig, dass auch die neue Windows-Version 10 wie sonst üblich dem PC-Markt keinen Aufschwung verschaffte. Das liegt nach Expertenmeinung vor allem daran, dass Microsoft die neue Version für ein Jahr lang Besitzern bestimmter älterer Versionen schenkt.

Zuwachs gab es vor allem beim Cloud-Geschäft, auf das Konzernchef Satya Nadella bekanntlich einen besonderen Fokus legt. Hier konnte Microsoft um 5 Prozent zulegen und kam im abgelaufenen Quartal auf einen Umsatz von 6,34 Milliarden US-Dollar. Auch der Verkauf des Surface-Tablets lohnte sich für den IT-Riesen. Wechselkursbereinigt wuchsen die Umsätze mit dem Windows-Tablet um rund 29 Prozent, gleichzeitig halbierten sich die Umsätze mit Windows-Smartphones. Gerade einmal 4,5 Millionen Lumia-Smartphones gingen im letzten Quartal über die Ladentheke, im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum noch 10,5 Millionen - das ist ein Rückgang um stolze 57 Prozent.

Sorgenkind Windows Phone

Mit einer Gesamtzahl von etwa 110 Millionen verkauften Lumia-Smartphones seit dem Beginn von Windows Phone vor fünf Jahren in Relation zu 4,5 Milliarden iOS- und Android-Geräten dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Microsoft - wie auch immer geartete - Konsequenzen zieht. Das Unternehmen hatte zuletzt seine Ambitionen im Smartphone-Geschäft deutlich reduziert und etwa 7.800 Mitarbeiter aus dem Smartphone-Bereich entlassen - viele davon vom ehemaligen Hersteller Nokia, den Microsoft zuvor übernommen hatte. Als Resultat machten die aktuellen Flaggschiff-Geräte Lumia 950 und Lumia 950 XL vor allem mit halbfertiger Windows-10-Software auf sich aufmerksam.

Mehr zum Thema: Windows, Windows 10

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