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Autor:
Björn Brodersen
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Microsoft integriert Tastatur-App Swiftkey in Windows

Microsoft übernimmt das britische Unternehmen Swiftkey, das eine gleichnamige, mit künstlicher Intelligenz arbeitende Tastatur-App für Android und iOS anbietet. Der Redmonder Konzern will die Swiftkey-App in Windows integrieren und auch für andere Plattformen weiterentwickeln.

Microsoft integriert Tastatur-App Swiftkey in Windows

Swiftkey-Tastatur für Android | (c) Swiftkey

Microsoft übernimmt den britischen Tastatur-Entwickler Swiftkey für etwa 250 Millionen US-Dollar. Das berichtete vorab die "Financial Times", und Microsoft und Swiftkey haben den Deal jetzt bestätigt. Swiftkey entwickelt virtuelle Tastaturen für Android-Smartphones und das iPhone. Die inzwischen kostenfrei im Google Play Store und im iTunes App Store erhältliche Swiftkey-Tastatur zeichnet sich unter anderem durch mit der Zeit immer passender werdende Wortvorschläge aus und unterstützt mehr als 100 Sprachen sowie Schreibeingaben durch Ziehbewegungen des Fingers auf dem Display.

In den kommenden Monaten will Microsoft bekannt geben, wie die Swiftkey-Technologie in die Word-Flow-Technologie von Windows integriert wird. Die Tastatur-App für Android und iOS will Microsoft ebenfalls weiterentwickeln. "Ich bin begeistert von der Technologie, den Fähigkeiten und der Marktposition, die Swiftkey mitbringt", sagt Harry Shum, Executive Vice President, Technology and Research bei Microsoft. Die Übernahme zeuge von Microsofts Bestreben, Schlüssel-Apps und -Technologien für alle Plattformen von Windows bis Android und iOS bereitzustellen.

Microsoft-Zukäufe bei Produktivitäts-Apps

Vor Swiftkey hat Microsoft schon andere Entwicklerschmieden von Produktivitäts-Anwendungen wie Acompli (E-Mail-App), Wunderlist (Aufgaben-App) und Sunrise (Kalender-App). Der Tastatur-Anbieter beschäftigt laut "Financial Times" 150 Mitarbeiter in London, San Francisco und Seoul, von denen offensichtlich viele zu Microsoft Research wechseln werden.

Mit im Hintergrund arbeitender künstlicher Intelligenz (AI) antizipiert die Swiftkey-Tastatur, was die Nutzer als nächstes schreiben wollen, und unterbreitet ihnen passende Wortvorschläge. Dazu analysiert die Anwendung des Schreibverhalten der Nutzer und lernt auch Umgangssprache, Dialekte und Spitznamen. Swiftkey-Technologie läuft nach Angaben der "Financial Times" auch auf dem mit dem Rollstuhl von Stephen Hawking verbundenen Computer. Sie helfe dem an einer degenerativem Erkrankung des motorischen Nervensystems leidenden Physiker, der seit den 80er Jahren nicht mehr sprechen kann, Vorträge zu halten und Artikel zu verfassen.

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