Autor: Stefan Schomberg 05.02.2016 - 08:15 | (4)

Magic Mirror: Google Now auf dem Badezimmer-Spiegel zum Selberbauen

In Science-Fiction-Filmen sehen interaktive Spiegel immer richtig cool aus. Damit kann man dann die neuesten Nachrichten beim Rasieren lesen oder Youtube-Videos beim Zähneputzen anschauen. So etwas gibt es aber bislang noch nicht – zumindest nicht bezahlbar. Genau aus diesem Grund hat sich Bastler Max Braun daran gemacht, so einen smarten Badezimmerspiegel selbst und mit einfachen Mitteln zu basteln.

Magic Mirror: Google Now auf dem Badezimmer-Spiegel zum Selberbauen

"Magischer" Spiegel im Selbstbauverfahren | (c) Max Braun

Interaktive Spiegel, die nicht nur das eigene Spiegelbild, sondern auch Informationen oder sogar Videos wiedergeben können kennt man bislang meist aus Science-Fiction-Filmen. Dabei ist die Technik dafür schon längst kein Problem mehr. Aber wer will schon tausende Euros für eine zwar durchaus sinnvolle, aber immer noch abgedrehte Spielerei ausgeben? Das hat sich wohl auch Google-Mitarbeiter Max Braun gedacht und kurzerhand seinen eigenen smarten Badezimmerspiegel gebaut.

Innen noch nciht schön, aber es funktioniert | (c) Max Braun

Ganz fertig ist er damit noch nicht, noch stehen Schönheitshandgriffe und Erweiterungen der aktuellen Möglichkeiten aus. Aber er hat schon jetzt bewiesen, dass das Projekt funktioniert und zumindest von außen sogar richtig stylish ist. Derzeit kann der Badezimmerspiegel auf Knopfdruck das Wetter, Uhrzeit und Datum sowie News anzeigen. Braun arbeitet aber daran, demnächst auch Verkehrsinformationen und Termine einblenden zu lassen. Sein Ziel ist es, alles darstellen zu können, was Google Now über seine Karten ausgeben kann. Momentan lässt sich der Spiegel auch nicht bedienen, sondern er stellt nur Informationen dar. Der Bastler will aber eine Spracheingabe integrieren, um etwa verbal nach Dingen im Internet suchen zu können.

Max Braun spricht zwar von einem günstigen Projekt, so richtig billig ist der Spiegel aber bislang auch nicht. Denn allein das Display, das alle Inhalte durch den Zwei-Wege-Spiegel hindurch anzeigt, kostete neu über 450 US-Dollar. Neben dem Spiegel (ca. 250 bis 300 US-Dollar) selbst kommt dann noch ein Board (knapp 40 US-Dollar), Kabel und anderes technisches Zubehör (ca. 30 US-Dollar) und ein Fire-TV-Stick für etwa 50 US-Dollar hinzu. Oben drauf kommt dann natürlich viel Zeit für Bau und Programmierung, anschließend darf man dann aber auch mit Fug und Recht sagen, dass so etwas kaum jemand anderes hat. Wer den Spiegel nachbauen möchte findet im Internet diverse Beiträge von stolzen Bastlern, die sich so einen "Magic Mirror" verwirklicht haben. Max Braun will vielleicht später auch noch ein ausführliches How-to veröffentlichen.

Mehr zum Thema: Kurioses, Google Now, Amazon Fire TV

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Kommentare
  1. 06.02.16 11:36 idm (Newcomer)

    Wird doch erwähnt.

  2. 05.02.16 19:14 xaml

    Irgendwie hat das einen gewissen Reiz. Abgesehen davon ist Herr Braun Angestellter von Google, der Artikel sollte dies erwähnen.

  3. 05.02.16 15:04 Stefan Schomberg (Redakteur areamobile.de)

    Sicherlich - aber auch langweilig :D

    mfg

  4. 05.02.16 13:43 AirUser (Newcomer)

    Wäre es nicht einfacher neber dem Badezimmerspiegel eine simple Halterung für ein Tablet anzubringen.
    Oder besser nicht daneben sondern mit so einem Gelenkarm seitlich zum schwenken wie ein Schminkspiegel.

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