Autor:
Steffen Herget
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Smartphone-Apps: Sprunghafte Smartphone-Nutzer bereiten App-Entwicklern Kopfschmerzen

Die Zahl der Apps, die es in den Stores von Apple, Google und Co. gibt, geht in die Millionen, die Übersicht über das Angebot wird immer schwieriger. Kein Wunder, dass viele Smartphone-Nutzer ihren installierten Apps nicht lange die Treue halten.

Smartphone-Apps: Sprunghafte Smartphone-Nutzer bereiten App-Entwicklern Kopfschmerzen

Apps im Überfluss | (c) Areamobile

Internet-Urgestein Yahoo hat in einer Studie das App-Nutzungsverhalten näher beleuchtet. Es wurden 2.590 Smartphone-Nutzer zu ihren Vorlieben befragt. Das Ergebnis: Ein besonders inniges Verhältnis zu ihren Apps haben nur wenige Nutzer, die meisten Anwender zeigen sich auf diesem Gebiet äußerst sprunghaft und experimentierfreudig. Wird eine App etwa einen Monat lang nicht genutzt, verschwindet sie bei 55 Prozent der Anwender wieder vom Smartphone. Wenn eine bessere Alternative zu einer bisher genutzten App auftaucht, löschen 53 Prozent den Vorgänger. Auch Werbung ist nicht förderlich: Für 46 Prozent der Nutzer sind Anzeigen ein Grund, eine App zu deinstallieren.

Über die Hälfte der Smartphone-Nutzer tauscht ihre Apps im Laufe des ersten Monats aus. Zwischen drei und sechs Monate lässt sogar nur noch gut jeder zehnte Smartphone-Besitzer seine Apps auf dem Gerät - Gewohnheitstiere gibt es also eher selten. Vor allem Nachrichten-Apps werden oft ausgetauscht und im Schnitt nach spätestens elf Wochen gelöscht. Dahinter folgen Shopping-, Search- und Unterhaltungs-Apps. als Gründe für den Download einer neuen App nennen die Anbieter vor allem Langeweile oder die Lust auf etwas Neues (80 Prozent), Empfehlungen (74 Prozent) oder die diffuse Lust auf eine neuartige Shopping-Experience (65 Prozent). Wird eine App auf der Startseite des Stores bereits angepriesen, installieren sie drei von fünf Nutzern.

Apps mit schlechten Bewertungen schrecken ab

Für die App-Entwickler hält die Studie ebenfalls Ratschläge parat. So sei es dringend erforderlich, die Bewertungen der eigenen Apps im Blick zu haben, denn 39 Prozent der Anwender lassen sich - wenig verwunderlich - von zu vielen negativen Bewertungen abschrecken. Zweitwichtigstes Kriterium vor dem Download ist die Größe, die die App im Speicher belegt, hiervon machen 36 Prozent der Anwender den Download abhängig. Ein zu hoher Preis wiederum ist nur für 32 Prozent ein wirklich abschreckendes Merkmal einer App.

Mehr zum Thema: Smartphone, Tablet, Android-Apps

Apps

Wie viele Apps habt ihr auf eurem Smartphone?

  • 0: Neue Apps? Die vom Hersteller vorinstallierten Programme reichen mir völlig.
    0.58%
  • 1-10: Eine Grundausstattung brauche ich, mehr nicht.
    22.16%
  • 11-50: Ich probiere schon gerne mal was aus, aber nicht alles bleibt dauerhaft.
    56.27%
  • 51-100: Ohne große Auswahl an Apps ist ein Smartphone nur die Hälfte wert.
    14.58%
  • über 100: Ich zieh mir jede App, die nicht bei Drei auf den Bäumen ist!
    6.41%
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Kommentare
  1. 08.02.16 14:05 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    @xaml:"Tendenziell wenig gefestigte Menschen ergeben anscheinend unter anderem ausgiebig herunterladende, aber sprunghaft verwendende Applikationsnutzerinnen und Applikationsnutzer..."
    >>Der Satz ist ein ziemlicher Autounfall. Was möchtest du uns damit sagen?

  2. 08.02.16 12:18 Pikachus (Handy Profi)

    ich glaube ich hab nichmal 10 Apps

  3. 07.02.16 13:13 xaml

    Tendenziell wenig gefestigte Menschen ergeben anscheinend unter anderem ausgiebig herunterladende, aber sprunghaft verwendende Applikationsnutzerinnen und Applikationsnutzer...

  4. 07.02.16 12:02 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    "Smartphone-Apps: Sprunghafte Smartphone-Nutzer bereiten App-Entwicklern Kopfschmerzen" --AM
    >>Hört sich doch gut an. Gibt nichts schlimmeres als überall neue Monopole, weil keiner wechseln will. Das Quasi-Monopol was Whatsapp hat, reicht doch auch schon. Ist bei Messengern aber zugegebenermaßen auch schwer zu umgehen.

    Wie immer gilt natürlich, dass das eine Umfrage ist und damit nicht wirklich für bare Münze genommen werden kann.

    @Gauder:"Wundert mich irgendwie. Ich meine - ich nutze bspw. Amazon, Whatsapp, Wikipedia, Spiegel, ..."
    >>Whatsapp ist eine App, aber Amazon, Wikipedia, Spiegel ist jetzt nicht unbedingt eine App. Die drei kann man auch von der mobilen Seite aus benutzen. Für Wikipedia gibt es dazu noch mehrere Frontends und Offline-Versionen.

    "Nach einiger Zeit hat man doch überall seine Favoriten gefunden."
    >>Das wird im Artikel auch nicht ausgeschlossen. Liest sich ohnehin so ein bisschen Wischiwaschi.

  5. 06.02.16 23:22 Gauder (Youngster)

    Wundert mich irgendwie. Ich meine - ich nutze bspw. Amazon, Whatsapp, Wikipedia, Spiegel, ...

    Da gibt's doch quasi keine Alternative.
    Mein Mail-Programm wechsle ich auch nicht.

    Klar, einen Filemanager, Taschenrechner, Spiele etc. kann man schnell wechseln, aber sonst.

    Ich habe auf meinem Handy quasi nur Apps, die ich regelmäßig nutze ich nicht wechsle - dazu 1-2 Spiele, die halt runterfliegen wenn sie langweilig werden.

    Nach einiger Zeit hat man doch überall seine Favoriten gefunden.

  6. 06.02.16 21:27 M.a.K (Handy Master)
    Ich probiere schon gerne mal was aus, aber nicht alles bleibt dauerhaft.

    Meistens fliegt das Zeug nach 5 Minuten wieder runter. Eine App die mir gefällt und einen dauerhaften Nutzen auch in der Zukunft mit neuen Geräten bietet kommt nur sehr selten vor.

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