Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
Autor: Tobias Czullay 09.02.2016 - 14:52 | 9

Gesundheits- und Fitnesstracker: Jeder dritte Deutsche lässt sich vermessen

Wearables mit Gesundheits- und Fitnesstracking-Funktion werden in Deutschland immer häufiger genutzt. Das hat eine Umfrage des Bitkom ergeben, nach der fast jeder dritte Deutsche seine Gesundheitswerte aufzeichnen lässt. Das Misstrauen über die Verwendung dieser Daten durch Dritte ist allerdings groß, weswegen nun vom Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz eine Prüfung zum weiteren Datenschutz in Auftrag gegeben wurde.

Gesundheits- und Fitnesstracker: Jeder dritte Deutsche lässt sich vermessen

Joggen mit der Apple Watch | (c) AM

Fast jeder dritte Deutsche ab 14 Jahren nutzt mittlerweile einen Fitness- oder Gesundheitstracker zur Aufzeichnung von Gesundheitswerten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom, für die 1.236 Personen zum Thema befragt wurden. Fast ebenso viele deutsche Smartphone-Nutzer setzen laut Umfrage Gesundheits-Apps ein, die beim Abnehmen oder der Schlafüberwachung, aber auch bei der Suche nach Ärzten oder Apotheken in der Nähe helfen sollen. 65 Prozent der Nutzer eines Fitnesstrackers oder einer Gesundheits-App streben die Verbesserung ihrer Gesundheit an, 36 Prozent wollen sich mehr bewegen und 26 Prozent grundsätzlich mehr über ihren Gesundheitszustand wissen.

Dabei ist das Misstrauen der Deutschen gegenüber solchen Wearables allerdings noch groß, wie eine weitere Verbraucherbefragung des Marktforschungsunternehmens YouGov ergeben hat. So trauten dort 32 Prozent der Befragten den Messwerten der Tracker nicht und 31 Prozent befürchten falsche Gesundheitsratschläge. Mit 39 Prozent noch größer ist die Anzahl derer, die die Verwendung der gemessenen Daten durch Dritte kritisch betrachten, knapp die Hälfte der Befragten möchte immerhin die Hoheit über den Empfänger dieser Messungen haben.

Gesundheits- und Fitnesstracker sowie die Erfassung von Gesundheitsdaten sind mittlerweile auch auf dem Radar des Bundesministerium der Justiz und für den Verbraucherschutz unter Heiko Maas gelandet. Der Bundesminister gibt gegenüber dem Bitkom zu Protokoll, dass diese Daten als "Teil der Privatsphäre" gelten, die von Unternehmen respektiert werden müssten. Das schließe auch den Zwang dazu aus, seine Fitness zu überwachen und die Daten für eine bevorzugte Behandlung an eine Krankenversicherung weiter zu leiten. Nach Ansicht von Maas darf es nicht sein, dass "Informationen über körperliche und oder seelische Schwächen auf dem Datenmarkt die Runde machen", weshalb nun geprüft werden soll, ob die Verwendung "bestimmter Gesundheitsdaten" auf Grundlage der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung eingeschränkt wird.

Krankenkassen wollen die Daten nutzen

Dabei streben zumindest einige Krankenkassen genau das Gegenteil an. Sie sehen in den Trackern eine hervorragende Möglichkeit, um den Gesundheitszustand der Versicherten im Blick zu behalten. So beispielsweise die Techniker Krankenkasse, deren Chef Jens Baas in einem aktuellen Interview mit der Süddeutschen Zeitung den Wunsch nach einer elektronischen Patientenakte äußert, in der auch gesammelte Daten von Wearables enthalten sein könnten. Die Verwaltung dieser Daten würde der Krankenkasse obliegen, gehören würden sie dem Versicherten, der sie so auch einfach mitnehmen könne, wenn er die Kasse wechselt. Damit wäre nach Ansicht von Baas eine bessere Betreuung von Patienten möglich.

Mehr zum Thema: Smartwatch, Wearable Gadgets, Fitness-Tracker, Google Fit

via Die Welt

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Lesen Sie alle 9 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 11.02.16 08:48 Gorki (Advanced Handy Master)

    @ Ben, der Akku wird bei so einer Anwendung noch mehr belastet ;). Die SW3 kann das aber schon. Also Strecke erfassen per GPS und Schritte zählen. Das saugt aber den Akku leer...

  2. 10.02.16 23:44 handyhacho (Expert Handy Profi)

    Naja im Artikel steht ja es geht um eine Bitcom-Studia (Bias) mit 1236 Teilnehmern (nicht represäntativ). Vermutlich wurde das Kollektiv noch dazu über eine online-Umfrage auf Fitness-Webseiten ausgewählt, dann mag es ja vielleicht hinkommen mit jedem Dritten :-)

  3. 10.02.16 16:16 benthepen (Advanced Handy Master)

    Boca

    Mit dem handy allein messen, ist aber schon sehr ungenau, zumindest ein Schrittzähler. Ich nutze auch eine App zum laufen und lasse GPS mitlaufen, damit ich ein paar Daten habe. Ich sehe noch keinen Sinn in so eine Uhr, die so viele Daten sammelt. Gerade erst wieder gelesen, das auch mit diesen daten ziemlich schlampig umgegangen wird.
    Wenn irgeendwann die Smartwatches besser werden, dann kannn man das ja auch mit denen machen, aber im Moment sind die mir noch zu teuer und Akku ist mies. Wenn die ne Woche halten und richtig Wasserdicht sind, dann werde ich mal überlegen ;-)

  4. 10.02.16 10:03 M.a.K (Handy Master)

    Kenne niemanden der so etwas nutzt, dabei sind einige sportlich mehr als nur gelegentlich aktiv.

  5. 10.02.16 05:58 bocadillo (Professional Handy Master)

    Naja - man kann ja auch per Handy Schritte messen , Daten erfassen etc pp .

  6. 09.02.16 23:52 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    Vielleicht ist damit gemeint, jeder dritte, der Sport treibt.

antworten
 
Anzeige
Aktuelle Geräte im Test
Anzeige