Ende April 2005 entschied sich die Konzernführung von Siemens die defizitäre Handy-Sparte auszugliedern, um somit eine Kooperation mit einem externen Partner zu ermöglichen. Was folgte waren endlos scheinende Wochen, in denen zahlreiche potenzielle Partner präsentiert wurden, die aber kurze Zeit nach Bekanntgabe wieder dementierten. Darunter waren u.a. der taiwanesische Elektronikherstellers Acer und der Handy-Hersteller Motorola. Schließlich erreichten die Spekulationen letzte Woche ihren Höhepunkt, als Branchenexperten sogar mutmaßten, dass Siemens keinen Partner mehr finden würde und deshalb gezwungen sei, seine Handy-Sparte endgültig zu schließen.
Dieses Szenario ist nun erst einmal wieder vom Tisch, denn Siemens soll nun tatsächlich einen Partner gefunden haben. Am kommenden Dienstag will der Konzern die Gründung eines Joint-Ventures mit einem Hersteller aus Asien bekannt geben. Dass es sich dabei um Samsung handeln könnte, ist jedoch eher unwahrscheinlich, denn der südkoreanische Anbieter hatte bereits vor einiger Zeit abgewunken.
Der Betriebsrat von Siemens begrüßte diesen Bericht, denn die monatelange "Hängepartie" sei ein Desaster für die Motivation der Beschäftigten gewesen. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Meldung nicht erneut im nachhinein als reine Spekulation erweist – zur Zeit sieht es aber nicht danach aus. Am Montag wird auf jeden Fall der Aufsichtsrat schon einmal darüber beraten.
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