Autor: Christopher Gabbert | 10.02.2016 - 16:50 | (1)

Dropbox plant Datenspeicherung in Deutschland

Der Cloud-Dienst Dropbox plant die Daten seiner deutschen Kunden künftig in Deutschland zu speichern. Damit will das Unternehmen den Vorbehalten deutscher Nutzer entgegenwirken, welche die Datenspeicherung in den USA kritisch sehen. Für Privatnutzer ändert sich allerdings nichts.

Dropbox plant Datenspeicherung in Deutschland

Dropbox-Logo | (c) Unternehmen

Der US-Cloudanbieter Dropbox zieht die Konsequenzen aus den Vorbehalten der deutschen Nutzer gegen eine Speicherung ihrer Daten auf Servern in den USA. Künftig will Dropbox sämtliche Daten und Informationen seiner deutschen Unternehmenskunden in Deutschland speichern und somit für mehr Vertrauen in den Anbieter sorgen. Das geht aus einem Bericht des Magazins Wirtschaftswoche hervor, welcher sich dabei auf die Auskunft des Dropbox-COO Dennis Woodside bezieht.

"Wir bauen eine entsprechende Infrastruktur zur Speicherung der Daten in Deutschland auf"

Die Speicherung der Daten in Deutschland soll voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres beginnen. Das wäre das erste mal, dass Dropbox seine Daten außerhalb der USA speichert. Offen bleibt, wo die Daten genau gespeichert werden, da das Unternehmen keine eigenen Rechenzentren besitzt und auch nicht plant in Deutschland ein eigenes zu eröffnen. In den USA lagert Dropbox die Kundendaten in Amazons Storage-Cloud S3. Möglicherweise nutzt der Cloud-Anbieter auch hierzulande das Angebot und legt die Daten im Frankfurter Rechenzentrum ab. Für Privatnutzer von Dropbox soll sich hingegen nichts ändern, ihr Speicherplatz wird auch weiter auf US-Servern bereitgestellt.

Dropbox-Server in Deutschland sollen Unternehmen überzeugen

Im deutschsprachigen Raum nutzen laut Dropbox derzeit rund 30 Millionen Kunden den Cloud-Dienst, von denen nur 4.000 Unternehmenskunden sind. Weltweit verzeichnet das Unternehmen 400 Millionen registrierte Nutzer. Laut Woodside kommen pro Monat 10 Millionen neue dazu. Ein Großteil der Kunden nutzt dabei das kostenlose Angebot von Dropbox. Mit der Speicherung in Deutschland hofft das Unternehmen die Einnahmen zu steigern, indem vor allem die Unternehmenskunden überzeugt werden, die bislang Datenschutzbedenken gegen die Speicherung auf US-Servern hegen.

Mehr zum Thema: Dropbox, Cloud

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Kommentare
  1. 10.02.16 17:48 chief (Advanced Handy Master)

    Ist es nicht egal wo die Daten gespeichert werden? Dropbox bliebt doch ein US Unternehmen.

    Und das was ich so mitgeschnitten haben, ist doch das Entscheidende, wenn NSA und co. anklopfen.

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