Als Killer für den teuren Draht zur Telekom will sich Vodafones Angebot "Zuhause" bereits seit März verstehen, jetzt wird es allmählich konkurrenzfähig zum Festnetz. Das Unternehmen erklärte heute, dass ab dem 13.Juni auch die Zuteilung einer eigenen Festnetznummer inklusive Ortsvorwahl für Zuhause-Kunden möglich sei. Diese richtet sich nach der im Personalausweis des Kunden angegebenen Anschrift.
Vodafone Zuhause bietet im Gegensatz zum Konkurrenten O2 Genion auf ein Umsatzmodell: der Kunde zahlt einen monatlichen Grundbetrag für die Home-Telefonie und erhält dafür ein Kontingent von 1000 Freiminuten (etwa 16,5 Stunden) ins nationale Festnetz. Jede Folgeminute kostet 4 Cent, jede Minute Telefonie in ein deutsches Mobilfunknetz schlägt mit 25 Cent zu Buche. Die Höhe des Basispreises richtet sich nach dem bisherigen Kundenverhältnis zu Vodafone: Vertragskunden, die derzeit über einen Vodafone MinutenPaket telefonieren, können Vodafone Zuhause ab 20€/Monat nutzen.
Kunden mit einem sonstigen Laufzeitvertrag zahlen 25€/Monat für die 1000 Inklusivminuten und Interessenten ohne Vodafone Mobilfunkvertrag müssen mit 40€/Monat deutlich tiefer in die Tasche greifen, dürften aber rechnerisch ähnlich viel für die heimische Festnetztelefonie bezahlen wie beim herkömmlichen Telekom-Anschluss. Als Endgerät für ein Vodafone Zuhause-Paket kommt übrigens dank der Basierung auf GSM-Technologie jedes gängige Handy in Frage - subventioniert wird von Vodafone allerdings keines. Das Unternehmen plant hingegen, im Rahmen seiner "Simply"-Kampagne, zusammen mit dem französischen Hersteller Sagem zwei Handys mit elementaren Telefonie- und Kontaktfeatures auf den Markt zu bringen: VS1 und VS2. Wann das zu o2 surf@home konkurrierende Kombi-Angebot "Zuhause Talk & Web" von Vodafone inklusive UMTS-Box und WLAN-Router starten soll, ist derzeit noch ungewiss.
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