Autor: Tobias Czullay 11.02.2016 - 14:38 | 0

Snapdragon Wear 2100: Qualcomm stellt ersten eigenen Smartwatch-Chipsatz vor

Qualcomm hat mit dem Snapdragon Wear 2100 seinen ersten Chipsatz für Wearables vorgestellt, der die Produktion dünnerer und energieeffizienterer Gadgets erlauben soll. Außerdem hält mit den neuen Snapdragon-SoCs 425, 435 und 625 ab diesem Jahr auch der schnelle WLAN-ac-Standard Einzug in die Smartphone-Mittelklasse.

Snapdragon Wear 2100: Qualcomm stellt ersten eigenen Smartwatch-Chipsatz vor

Snapdragon | (c) Qualcomm

Nach Samsung und Mediatek hat nun auch Qualcomm einen eigenen Chipsatz speziell für den Einsatz in Wearables vorgestellt. Der bislang hauptsächlich in Smartwatches mit Googles Android Wear eingesetzte Smartphone-Chipsatz Snapdragon 400 soll künftig durch den Snapdragon Wear 2100 abgelöst werden. Er ist dabei um 30 Prozent kleiner, um 25 Prozent sparsamer im Energieverbrauch und mit einem integrierten Sensor Hub ausgestattet, der gegenüber dem Snapdragon 400 genauere Ergebnisse liefern soll. Ein neues LTE-Modul soll zudem für die satellitengesteuerte Positionsbestimmung genutzt werden können, WLAN und Bluetooth insgesamt weniger Strom verbrauchen. Der Chip soll neben Smartwatches auch in anderen Connected Devices verbaut werden können, beispielsweise in Datenbrillen. Geräteherstellern stehen ab sofort sowohl ein Modell mit oder ohne Mobilfunkmodul sowie die Entwicklerplattform Snapdragon Wear bereit, LG ist einer der Lizenznehmer.

Mit Snapdragon 425, Snapdragon 435 und Snapdragon 625 hat Qualcomm außerdem drei neue Chipsätze für die Smartphone-Mittelklasse angekündigt. Sie werden alle Unterstützung für den schnellen WLAN-ac-Standard mitbringen, die bislang hauptsächlich Geräten aus der Luxusklasse vorbehalten ist. Weiterhin sind die drei Chips mit einem LTE-Modul bestückt und gerüstet für den Einsatz von Dual-Camera-Lösungen. Gemäß der beim Hersteller etablierten Nomenklatur ist der Snapdragon 625 der leistungsstärkste Chip im neuen Trio, er wird wie der Snapdragon 820 im 14-Nanometer-Verfahren gefertigt und soll dadurch besonders energieeffizient sein. Die Platine ist mit acht Prozessorkernen im Cortex-A53-Design, einer Adreno-506-GPU und einem X9-LTE-Modem für Downloadraten mit bis zu 450 Mbit/s versehen. Er bietet als einziger neuer Chipsatz Unterstützung für 4k-Videos.

Beim Snapdragon 435 handelt es sich ebenfalls um einen Chipsatz für acht Cortex-A53-Prozessorkerne, allerdings sind darauf eine Adreno-505-Grafikeinheit und ein X8-LTE-Modem für Downloads mit bis zu 300 MBit/s verlötet. Der Snapdragon 425 kommt mit vier Cortex-A53-Kernen, einer Adreno 308 und einem X6-LTE-Modem mit Downloads mit maximal 150 MBit/s daher. Die drei Neuvorstellungen sollen bis Mitte 2016 Serienreife erreichen und in der zweiten Jahreshälfte in ersten Geräten stecken. Für denselben Zeitraum erwartet der Chiphersteller den Einsatz des ebenfalls neu vorgestellten Snapdragon X16 LTE Modem in ersten Smartphones, mit dem Downloadraten von bis zu 1 GBit/s und Uploadraten von bis zu 150 MBit/s erreicht werden sollen.

Mehr zum Thema: LTE, Quad-Core, Qualcomm, 4k (Ultra-HD), Wearables, Gadget, Snapdragon 820

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