Während sich vor zwanzig Jahren nur die Wichtigsten der Wichtigen ein mobiles Kommunikationsmittel leisten konnten, läuft dieser Personengruppe die Technik mittlerweile voraus. Ständigen Zugriff auf Nachrichten, Kontakte und Kalenderdaten benötigen nämlich nicht nur die Wirtschaftsbosse, sondern auch Regierungsangestellte. Diese in Europa bekanntermaßen ausgesprochen große Zielgruppe steht nun im Fokus von RIMs Marketing-Abteilung. In Zusammenarbeit mit Europas größtem Rüstungs-, Technologie- und Luftfahrtausstatter EADS will das kanadische Unternehmen, das es mit seinen Blackberry-Lösungen zu internationaler Bekanntschaft und Akzeptanz gebracht hat, auch unsere europäischen Regierungschefs und deren Ministerien ausrüsten.
Im Rahmen einer strategischen Allianz arbeiten die beiden Unternehmen seit Anfang des Jahres an der Zertifizierung der sicheren Blackberry-Kommunikation. Laut Tom Enders, CEO bei der Defence and Security Systems Division von EADS seien die Randbedingungen für eine europaweite Einführung der Blackberry-Lösung mittlerweile geschaffen. Mit der unter anderem an der Entwicklung von Eurofighter und Airbus beteiligten EADS als Zugpferd dürfte RIM damit der Sprung über den großen Teich gelingen: die Regierungen Nordamerikas setzen bereits auf Lösungen aus Ontario. Dabei würden alle Facetten der Blackberry-Lösung zum Einsatz kommen, angefangen bei der einfach Sprachtelefonie bis zur mobilen Verfügbarkeit von EMail-, Unternehmens- und Organizerdaten. Regierungsorganisationen stellen in den USA laut RIM alleine 10% aller Kunden von Blackberry-Lösungen.
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