Gerade Länder wie China und Indien haben in der asiatisch-pazifischen Region zu einem starken Wachstum der Mobilfunkbranche beigetragen. Die Zahl der Handybesitzer stieg in der Region (ohne Japan) gegenüber dem Vorjahr um satte 25,6 Prozent auf 527,3 Millionen. Auch der Umsatz in zehn untersuchten Ländern ist um 18 Prozent auf rund 70 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Marktforschungsinstitut IDC mit.
Die untersuchten Länder wiesen dabei sehr unterschiedliche Entwicklungsstufen und auch Wachstumsraten auf. So ist Indien gerade erst am Anfang der Mobilfunkentwicklung und konnte deshalb seine Zahl der Mobilfunknutzer auf 48 Millionen mehr als verdoppeln, was einer Durchdringungsrate von 4,5 Prozent entspricht. Dagegen telefonierten in fünf der untersuchten Märkte der Region, darunter Australien und Singapur, bereits drei Viertel der Bevölkerung via Handy. Insgesamt stieg die Penetrationsrate in den untersuchten Ländern um vier Prozentpunkte auf 20 Prozent. Dies zeigt das enorme Potenzial in dieser Region, da in den weit entwickelten Mobilfunkmärkten Europas bereits Penetrationsraten von über 100 Prozent erreicht werden.
Das Wachstum der Region soll sich nach Prognosen von IDC auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Im laufenden Jahr etwa soll die Zahl der Mobilfunkkunden im asiatisch-pazifischen Raum um weitere 18,6 Prozent auf 625,5 Millionen steigen. Für das Jahr 2009 rechnen die Marktforscher bereits mit 901,1 Millionen Usern. Die mit Mobilfunkservices erwirtschafteten Umsätze sollen auf 109,3 Milliarden Dollar anschwellen. Die Penetrationsrate soll dann bei 32,5 Prozent liegen. Auch die dritte Generation wird dabei in der Region an Bedeutung gewinnen. So hat sich die Zahl der 3G-User in Südkorea im vergangenen Jahr verdoppelt. Insgesamt nutzten 2004 rund 10,2 Millionen User in der asiatisch-pazifischen Region die Services der neuen Mobilfunkgeneration, was einem Anteil von 1,9 Prozent am Gesamtmarkt entspricht. Bis 2009 soll der Anteil der 3G-User an den Mobilfunkkunden in der Region auf 14 Prozent anwachsen. Durch die zunehmenden 3G-Dienste soll auch der Anteil der Datendienste am Umsatzvolumen von 13 Prozent im vergangenen Jahr auf 21 Prozent im Jahr 2009 ansteigen. Mehr Infos: » Asien-Channel » Vergleich internationaler Mobilfunkmärkte
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