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Autor: Tobias Czullay 17.02.2016 - 15:50 | 0

SweepSense: Ultraschall ermöglicht neue Smartphone-Bedienung

Forscher der Universität Pittsburgh arbeiten an einem Weg, die in Smartphones und Laptops verbauten Lautsprecher und Mikrofone zum Senden von Ultraschallsignalen einzusetzen. Dadurch sollen neue Möglichkeiten der Bedienung entstehen.

SweepSense: Ultraschall ermöglicht neue Smartphone-Bedienung

SweepSense | (c) SweepSense

Noch erfordern viele der technischen Geräte, die wir im Alltag benutzen, eine direkte Eingabe über eine Benutzerschnittstelle. In Zukunft sollen Smartphones und vor allem Smart-Home-Geräte intelligenter und vor allem autonomer funktionieren. Einen Schritt weiter auf dem Weg dahin sind jetzt Forscher der Carnege Mellon University in Pittsburgh, die mit dem SweepSense genannten Projekt Ultraschallwellen für neue Bedienkonzepte nutzen wollen. Statt auf neue Sensoren zu setzen, sollen die unter anderem in Smartphones und Laptops verbauten Lautsprecher und Mikrofone für das Senden und Aufnehmen von Ultraschallsignalen verwendet werden.

Die Idee: Während der Lautsprecher ein solches für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbares, sich wiederholendes Signal ausgibt, wird das durch den Raum sowie der darin befindlichen Gegenstände mit unterschiedlichen Beschaffenheiten abgeänderte Signal vom Mikrofon wieder aufgenommen, schließlich ausgewertet und in einer entsprechenden Aktion umgesetzt. In einem kurzen Video erklären die Forscher nicht nur, wie die Ultraschall-Technik funktioniert, sondern führen auch mögliche Anwendungsszenarien vor. Auf dem Smartphone könnte sie beispielsweise beim Hören von Musik über Kopfhörer eingesetzt werden um zu erkennen, ob der Nutzer nur einen, beide oder gar keine der Stöpsel im Ohr hat. Als mögliche Reaktionen darauf würde eine Anwendung beim Herausnehmen auf einer Seite automatisch pausieren und einen eingehenden Anruf annehmen, während die Musikwiedergabe beim Ablegen beider Hörer selbstständig gestoppt würde.

Für die Zukunft stellt sich SweepSense den Einsatz im Connected Car, dem Smart Home, aber auch in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Supermärkten vor. Bis zur Marktreife steht das Forscherteam aber noch vor einigen Problemen. So ist die Technik von niederfrequentem Ultraschall abhängig, das von Kindern, einigen Erwachsenen und auch Haustieren wahrgenommen werden kann. Als unlösbar gilt das allerdings nicht, schließlich werden Ultraschallsensoren schon seit langer Zeit in alltäglichen Gegenständen wie automatischen Türöffnern eingesetzt. Darüber hinaus unterstützen viele aktuelle Geräte die in den Tests genutzte 96-kHz-Wiedergabe nicht und beim Kopfhörer-Anwendungsszenario kann derzeit noch nicht ausgeschlossen werden, dass Geräusche von außen zu fehlerhaften Aktionen führen.

Mehr zum Thema: Smartphones

via Heise

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