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Autor: Stefan Schomberg 25.02.2016 - 16:00 | (6)

Dial will keine Smartwatch sein - aber sie ist

Die Deutsche Telekom hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona eine langfristige Partnerschaft mit dem Musiker und Tech-Startup-Gründer will.i.am bekannt gegeben. Als erstes Produkt aus dieser Partnerschaft geht die Smartwatch Dial hervor, die nicht Smartwatch genannt werden soll. Gelungener Geniestreich oder Schuss in den Ofen? Hier unsere erste Einschätzung.

Dial will keine Smartwatch sein - aber sie ist

Soll keine Smartwatch sein: Dial | (c) Telekom

Der Musiker will.i.am ist als Teil der Musikgruppe Black Eyed Peas bekannt, neben der Politik und sogar der Automobilbranche widmet sich der als William Adams geborene Künstler aber auch der Techszene. So gründete er sein eigenes Tech-Startup i.am+, das bereits Ende 2014 ein erstes Wearable Puls präsentierte, das allerdings wenig erfolgversprechend war. Davon ließ sich die Deutsche Telekom aber nicht abschrecken und verkündete jetzt auf dem Mobile World Congress 2016 in Barcelona eine Partnerschaft mit i.am+.

Die Zusammenarbeit ist auf einen längeren Zeitraum ausgelegt, erstes Ergebnis soll erneut ein Wearable sein, das auf den Namen Dial hört. Zwar betonte will.i.am auf dem MWC, dass es sich dabei nicht um eine Smartwatch im herkömmlichen Sinne handle. Allerdings sind die Ähnlichkeiten des Gadgets zu einer Smartwatch doch recht groß. So verfügt das am Handgelenk getragene Gerät über ein 2 Zoll großes Display, kann natürlich die Uhrzeit anzeigen und versteht sich auf Spracheingabe. Allerdings soll Dial nicht wie herkömmliche Smartwatches mit einem Smartphone verbunden werden, sondern agiert dank eigener SIM-Karte autonom.

Telekom und Wiill i.am präsentieren Dial auf dem MWC 2016 | (c) Telekom

Telekom und will.i.am präsentieren ...

Telekom und Wiill i.am präsentieren Dial auf dem MWC 2016 | (c) Telekom

... Dial auf dem MWC 2016 | (c) Telekom

 

Sprechen wie mit einem Menschen

Auch bei Steuerung und Betriebssystem geht Dial eigene Wege. Die Steuerung soll fast ausschließlich per Spracheingabe abgewickelt werden, dafür entwickelte das Unternehmen von will.i.am in Zusammenarbeit mit dem Sprach-Software-Spezialisten Nuance eine eigene Spracherkennung und dazu auch ein eigens Betriebssystem, das der Künstler als erstes Sprach-OS verstanden wissen will. Der Name des Systems: AneedA.

Dabei soll der Nutzer nicht an vorgefertigte Befehle gebunden sein, sondern frei sprechen können. Außerdem wird es angeblich Skills geben, die zusätzlich für AneedA heruntergeladen werden können und über die das System dann neue Fertigkeiten lernt. Weitere Features sollen offenbar 32 GB interner Speicher sein, außerdem eine Kamera mit 2 Megapixel, Bluetooth für eine Verbindung zu einem mitgelieferten Headset, ein Qualcomm-Chip, 2 GB RAM und Gyroskop und E-Kompass, damit Dial selbständig Sportaktivitäten erkennen und aufzeichnen kann. Das Wearable soll im Laufe des Jahres zu einem noch nicht genannten Preis bei der Deutschen Telekom in den Handel kommen.

Mehr zum Thema: Mobilfunkbetreiber, MWC, Smartwatch, Wearable Gadgets, Wearables

Klingt alles recht nebulös, außerdem soll The Dial ziemlich steif und daher unbequem sein. Über die Optik kann man auch streiten. Viel mehr stört mich aber die Tatsache, dass ich damit zu einer weiteren SIM-Karte und entsprechend zu einem weiteren Vertrag genötigt werden soll. Dafür müsste es schon sehr gute finanzielle Anreize geben. Dass die Uhr günstig zu kaufen sein wird, kann ich mir aber echt nicht vorstellen - genauso wenig, dass die Spracheingabe richtig gut funktioniert. Meine vorläufige Meinung zu The Dial daher: Schuss in den Ofen!

Persönlicher Kommentar von Stefan Schomberg

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Kommentare
  1. 26.02.16 08:36 Stefan Schomberg (Testleiter areamobile.de)

    Auf Präsentationen klappt immer alles ganz toll - ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber für eine Bedienung ausschließlich per Sprache ist die Spracherkennung einfach noch nicht reif. Denn ich glaube einfach nicht, dass die bei der Dial so viel besser als bei Siri und Co sein soll.

    mfg

  2. 26.02.16 07:03 xeroworld (Newcomer)

    Wieso wird der Nutzer zu einem weiteren Vertrag genötigt? Wozu gibt es MultiSim?! Die Nutzung mit einer eigenen Sim finde ich sinnvoll, weil man zum Ausgehen oder Sport auch mal sein 5 Zoll Smartphone zu Hause lassen kann.

    In dem Video bei der Vorstellung klappte die Spracherkennung sehr gut.

    Finde es überzogen solch eine Innovation als "Schuss in den Ofen" zu bezeichnen.

  3. 25.02.16 22:03 chief (Advanced Handy Master)

    Naja, Stefan geht in seinem Fazit überwiegend darauf ein, dass sie unbequem ist, sie ihm anscheinend optisch nicht gefällt und das da ne SIM Karte rein muss/kann, die ihn eventuell einen neuen Vertrag aufzwingt.

    Ob das reicht, dass ganze gleich als Schuss in den Ofen zu bezeichnen?

    Skepsis darf durchaus angebracht werden. Da möchte ich nicht falsch verstanden werden. Aber zwischen Skepsis und einem Schuss in den Ofen ist dann doch ein Meilenweiter Unterschied.

  4. 25.02.16 20:40 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    Gefällt mir, dass AM nicht einfach den Tenor der restlichen Medien übernimmt. Die Kritik ist ja durchaus nachvollziehbar. Man kann es anders sehen, aber man muss nicht.

  5. 25.02.16 18:57 Gorki (Advanced Handy Master)

    Frage ich mich auch, vor allem wo Andere die Spracherkennung als besonders gut empfanden.

  6. 25.02.16 18:16 chief (Advanced Handy Master)

    Woher diese krasse Abneigung gegenüber dem Produkt?

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