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Autor: Tobias Czullay 26.02.2016 - 09:28 | 25

So funktioniert die Kamera des Samsung Galaxy S7 (Edge)

Eine bessere Leistung bei der Low-Light-Fotografie trotz reduzierter Auflösung - das soll die Kamera der neuen Samsung-Smartphones Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge im Vergleich zu den Knipsen der S6er-Geräte schaffen. Wir nehmen die neue Kamera von Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge unter die Lupe.

So funktioniert die Kamera des Samsung Galaxy S7 (Edge)

Samsung Galaxy S7 | (c) Areamobile

Es kommt nicht häufig vor, dass technischer Fortschritt einhergeht mit der Reduzierung von Kennzahlen. Samsung hat den Schritt bei seinen neuen Flaggschiff-Smartphones nun aber gewagt und verpasst Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge eine mit nur 12 Megapixel auflösende Kamera, wo die Vorgänger Fotos mit 16 Megapixel aufnehmen. Einen ähnlichen Versuch hatte HTC vor drei Jahren mit dem One M7 unternommen, der erhoffte Heilsbringer ist die Ultrapixel-Kamera bislang allerdings nicht. Auch Google setzt bei Nexus 5X und Nexus 6P auf eine niedrigere Auflösung als noch beim Vorgänger.

Das Konzept der Unternehmen ist ähnlich: Wo das dünne Smartphone-Gehäuse keinen Platz für große Bildsensoren bietet, da wird einfach die Anzahl der lichtempfindlichen Pixel darauf reduziert, um diese bei gleichbleibender Sensorfläche größer bauen zu können. Bei den zwei Samsung-Smartphones gilt daher für die Pixel ein Größenzuwachs von 56 Prozent gegenüber dem Vorgänger, die Dioden wachsen von 1,12 µm auf 1,4 µm an. Größere Pixel bedeuten mehr Lichtaufnahme und das wiederum bessere Ergebnisse bei Low-Light-Fotos. Doch hat Samsung längst nicht nur die Pixel vergrößert, sondern auch andere Neuerungen in den bei Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge baugleichen Kameras untergebracht.

Mehr Lichteinfall, besserer Autofokus der Galaxy-S7-Kamera

Zum einen hat Samsung auch die Blendenöffnung am Objektiv vergrößert, so dass nun noch mehr Licht auf den Bildsensor fällt. Die schon beim Galaxy S6 angenehm große Blende von f/1.9 wurde für das neue Flaggschiff auf f/1.7 vergrößert, sowohl bei der Haupt- als auch bei der Frontkamera. Zusammen mit den größeren Pixel spricht Samsung von einer um 95 Prozent gesteigerten Lichtausbeute gegenüber dem Vorgängermodell. Fotos unter schlechten Lichtbedingungen profitieren wieder von einem optischen Bildstabilisator.

Zum anderen setzt Samsung auf die sogenannte Dual-Pixel-Technik, die für einen besseren Autofokus sorgen soll. Der funktioniert wie beim Vorgänger nach dem Phasenvergleichsprinzip, durch das einzelne auf dem Sensor verstreute Pixelpaare genutzt werden, um das Motiv anhand zweier Teilbilder scharf zu stellen. Anders als beim Galaxy S6 oder anderen Smartphones werden bei der Kamera des Galaxy S7 aber nicht nur fünf bis zehn Prozent, sondern die gesamte Fläche des Bildsensors für das automatische Scharfstellen des Motivs verwendet. In jedes Pixel wurde damit auch eine Diode für den Phasenvergleich eingebettet, wodurch das Fokussieren spürbar schneller vonstatten geht.

Dual Pixel Kameratechnologie | (c) Samsung

Beim herkömmlichen Phasenvergleichsfokus werden nur 5-10 Prozent der Sensorfläche genutzt | (c) Samsung

Dual Pixel Kameratechnologie | (c) Samsung

Das Prinzip des Phasenvergleichs - er funktioniert ähnlich wie ein Schnittbildindikator | (c) Samsung

Dual Pixel Kameratechnologie | (c) Samsung

Mit mehr "Fokus Pixeln" wird der Autofokus schneller | (c) Samsung

 

Die neuen Software-Features der Galaxy-S7-Kamera

Auch auf Software-Seite hat Samsung den Smartphones neue Funktionen spendiert. Ähnlich wie beim iPhone 6S oder zuvor noch bei einigen LG-Geräten lässt sich beispielsweise der Bildschirm bei schlechtem Umgebungslicht als Selfie-Blitz verwenden, Nutzer können die Intensität des Lichts manuell justieren. Außerdem können sich Freunde des gepflegten Selbstporträts über eine Panorama-Funktion und den automatischen Verschönerungsfilter "Beauty Face Shot" freuen.

Mit "Motion Photos" entleiht Samsung dem Apple-Smartphone außerdem ein den "Live Photos" ähnliches Feature, allerdings werden nur die Momente vor und nicht zusätzlich noch die nach dem Schnappschuss aufgenommen. Ein wenig anders funktioniert "Motion Panorama", das aus einem Kameraschwenk ein Panorama-Video aufnimmt und die Szene belebt. Außerdem liefert Samsung mit "Hyperlapse" einen Zeitraffermodus mit, der unter Berücksichtigung der Geschwindigkeit bewegter Objekte automatisch schneller oder langsamer aufnimmt.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone

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Kommentare
  1. 29.02.16 07:59 ossi11
    Prozentrechnung

    Hallo,

    o.k. ich habe es selbst herausgefunden, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.
    Wenn die Pixel vorher eine Kantenlänge von 1,12 µm hatten und jetzt 1,4µm dann ist die Fläche des Pixels tatsächlich um 56% größer.
    (1,12x1,12=1,2544, 1,4x1,4=1,96)
    L.G. Ossi

  2. 29.02.16 07:54 ossi11
    Prozentrechnung

    Hallo,

    irgendwie komme ich mit der Prozentrechnung nicht hin. 1,4µm sind bei mir nicht 56% mehr als 1,12µm.
    Was ist denn nun richtig?

  3. 27.02.16 19:38 Phonewatch (Member)

    16:9 bei voller Auflösung? Bei mir waren volle 12 mpx 4:3 und 16:9 mit 9,1 mpx. Sind da verschiedene Versionen unterwegs?

  4. 27.02.16 11:37 N73Willi (Handy Profi)

    Ich war gestern bei Saturn in Braunschweig, dort gibt es einen extra Verkaufsbereich von Samsung wo schon 10 S7 und 10 S7 Edge zur freien Benutzung ausgestellt sind + Gear VR... Zur Kamera gibt es keine offensichtlichen Neuerungen, vielleicht etwas netter gestaltet, die Qualität kann man unter dem Kunstlicht nicht wirklich beurteilen...

    ...Zur Auflösung der Kamera 12 MP sind bei 16:9 !!! Dabei steht bei 4:3 nur gut 6 MP zur Verfügung, bei 1:1 sind es komischerweise 9 MP... kann sein das diese Demogeräte, bei denen extra draufstand "nicht zum Verkauf" noch eine Rohversion draufhaut, davon hat man aber nichts gemerkt...

    ...guckt mal in euren Saturn des Vertrauens... Ich glaube kaum das das dem Laden vorbehalten ist...

  5. 26.02.16 21:58 jennss (Member)

    4 MP der Ultrapixelsensoren sind nicht gleich 12 MP. 12 MP ist noch ganz ok., finde ich.

    Rauschen reduziert sich nicht bei weniger Auflösung und gleicher Sensorfläche. Beim Rauschen ist nur die Sensorfläche entscheidend. Dynamik verbessert sich ein wenig bei HighIso durch weniger Pixel bei gleicher Sensorfläche. Gleichfalls verschlechtert sich die Dynamik bei LowIso dadurch. Die ist bei mehr Auflösung besser. Aber das kann hier auch anders aussehen. Der S7-Sensor ist eine Generation jünger und zudem 4:3-Format. Er ist nicht direkt vergleichbar mit dem S6-Sensor. Man muss einfach die Ergebnisse bei Sonne und Mond abwarten.

    Wenn man 100%Crops vergleicht, dann vergleicht man nicht gleiche Bildausschnitte. Das wäre aber alleine praxisrelevant. Daher kann es täuschen und viele denken, das Rauschen wäre niedriger, wenn sie reinzoomen. Rechnet man ein Foto auf eine niedrigere Auflösung herunter, reduziert sich auch das 100%-Rauschen, jedoch nicht das Rauschen bei gleichem Bildausschnitt.

    4:3 ist bei Instagram vorteilhaft, wenn man Hochformatbilder postet. 16:9 wird beschnitten, 4:3 nicht. Bei Papierbildern ist 16:9 auch nicht ideal. Für das Display ist 16:9 aber besser. Das S7 hat oben und unten mehr Bildwinkel als das S6.

    Zu wünschen wäre noch eine Verbesserung der Frontkamera, z.B. mit Bildstabi.

  6. 26.02.16 21:57 dankort1
    Manuell einstellbare Belichtungszeit...

    Ist schon bekannt ob mit dem neuen S7 nun auch eine manuelle Belichtungszeit 2-32 Sek., ähnlich der des LG G4 oder Huaweis P8/Mate S möglich ist?

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