Was wir derzeit in Deutschland in Bezug auf die Gründerwelle von neuen virtuellen Netzbetreibern miterleben – man denke hierbei nur an Simyo oder Simply – könnte sich in Zukunft durch die Verbreitung des UMTS-Mobilfunkstandards noch verstärken. Dies geht aus einem Bericht des britischen Marktforschungsinstitutes Analysys hervor, wonach die 3G-Technologie den virtuellen Betreibern eine Fülle von Möglichkeiten bietet, mit denen sie neue Kunden nicht nur über niedrige Preise locken können.
Aufgrund der Kapazitätsbeschränkungen bei GSM bzw. 2/2.5G-Netzwerken haben sich die virtuellen Netzbetreiber bisher lediglich darauf konzentriert, den Mobilfunknutzern günstige Preise anzubieten bei gleichzeitig teilweise stark eingeschränkten Funktionalitäten. 3G-Netze könnten die Möglichkeiten der virtuellen Betreiber in Zukunft dagegen in Richtung Multimedia und Downloads ausweiten.
Eine solche Gründungswelle könnte sich letztendlich auch positiv für die Netzanbieter auswirken. Einen virtuellen Netzbetreiber aufzunehmen kann für sie eine gute Strategie bedeuten, um schnell profitabel zu werden und dabei hohe Kundengewinnungskosten zu vermeiden. Die virtuellen Netzbetreiber bringen ihnen möglicherweise Millionen von Nutzern und lasten die 3G-Kapazitäten dadurch besser aus.
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