Autor:
Timo Henning
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Virtual Reality: Das muss ein Smartphone fürs VR-Erlebnis können

Mit der Cardboard-Brille zeigt Google, dass zum Eintauchen in die Virtuelle Realität theoretisch nichts weiter nötig ist als ein Stück Pappe, zwei Linsen, ein paar Magneten und natürlich ein Smartphone. Doch kann eigentlich jedes Smartphone dazu genutzt werden? Wir erklären, welche Voraussetzungen ein Smartphone erfüllen muss, um ein gutes VR-Erlebnis zu bieten.

Virtual Reality: Das muss ein Smartphone fürs VR-Erlebnis können

Google Cardboard VR-Brille | (c) Google

Dass die virtuelle Realität ein immer größeres Thema wird, zeigte nicht zuletzt der Mobile World Congress 2016. Schon bald werden die ersten Versionen von Oculus Rift oder HTC Vive bei so manchem Early Adopter das heimische Wohnzimmer erobern. Auch für Smartphones gibt es VR-Brillen, so etwa die Google Cardboard, eine Papp-Brille mit zwei Linsen, die nur wenige Euro kostet und zuletzt sogar den Weg zu Tchibo gefunden hat. Das Smartphone dient dabei als Bildschirm und übernimmt alle Berechnungen.

Aber ist jedes Smartphone für eine VR-Brille geeignet? Die Antwort ist klar: Nein!
Es gibt mehrere Voraussetzungen die ein Smartphone erfüllen muss, damit das Gerät in der Brille auch richtig und gut funktioniert. Wir zeigen euch, welche Voraussetzungen das sind.

Die richtigen Sensoren

Damit das Smartphone in der VR-Brille alle Kopfbewegungen erkennen kann, werden zwei Sensoren benötigt: der Beschleunigungssensor und das Gyroskop. Ein Beschleunigungssensor ist in jedem Telefon verbaut, durch ihn wird beispielsweise die automatische Displayausrichtung bestimmt. Ihr braucht euch um diesen Sensor also keine Gedanken zu machen. Auch das Gyroskop gehört zur Standardausstattung.

Um Eingaben auf dem Smartphone zu machen, während es in der VR-Brille steckt, wird meistens ein Magnetschalter genutzt. Damit dieser erkannt werden kann, muss euer Smartphone über ein Magnetometer (auch e-Kompass) verfügen. Wenn dieser Sensor fehlt, lässt sich die VR-Brille zwar nutzen, für Eingaben muss aber jedes mal der Bildschirm berührt werden. Das ist ziemlich umständlich, wenn das Gerät in einer VR-Brille auf der der Nase sitzt.

Das Betriebssystem

Um VR-Apps überhaupt herunterladen und starten zu können, darf die Android- oder iOS-Version nicht zu alt sein. Bei Smartphones mit dem Google-Betriebssystem ist Android 4.1 die Mindestvoraussetzung. Das sollte für die wenigsten Geräte ein Problem darstellen, da die meisten Smartphones neuere Versionen nutzen. Wer ein iPhone oder einen iPod Touch benutzt, muss auf diesem mindestens iOS 8 installiert haben.

Virtual Reality auf dem MWC 2016 | (c) Areamobile

Virtual Reality auf dem MWC 2016 | (c) Areamobile

Display und Prozessor

Damit das VR-Erlebnis wirklich Spaß macht, sollte das Smartphone-Display eine möglichst hohe Auflösung besitzen. Da der Blick durch die Linsen sehr nah an den Bildschirm heranführt, kann es sein, dass ihr bei niedrigen Auflösungen die einzelnen Pixel eures Smartphones zählen könnt. Die dargestellte App sieht dementsprechend schlecht aus und das Ganze macht keinen großen Spaß. Eine VR-Brille ist nur zu empfehlen, wenn ihr ein Smartphone mit einer Displayauflösung von mindestens 1.920 x 1.080 Pixel besitzt. Ein Display wie das des Sony Xperia Z5 Premium mit einer 4K-Auflösung wäre natürlich optimal, das gibt es aber bisher nur in diesem einen Gerät.

Neben einer hohen Auflösung ist es auch wichtig, dass das Smartphone möglichst leistungsstark ist. Viele VR-Apps sind 3D-Anwendungen, die eine Menge Rechenleistung benötigen. Wenn euer Smartphone zu schwach dafür ist, kommt es zu Rucklern, die das VR-Erlebnis deutlich negativ beeinflussen. Zudem wird Motion-Sickness, durch Bewegung hervorgerufene Übelkeit, gefördert.

NFC

NFC ist zwar kein Muss, es erleichtert aber die Bedienung. Wenn ein NFC-Tag in die Brille geklebt wird, dann kann beispielsweise automatisch eine VR-App gestartet werden. Eine nette Zusatzfunktion, ohne funktioniert es aber auch.

Kopfhörer

Auch Kopfhörer sind natürlich keine Pflicht, durch einen guten Stereo-Sound werden viele VR-Spiele aber stimmiger. Gerade in VR-Horrorspielen sind Kopfhörer dringend zu empfehlen, da der Gruselfaktor um ein vielfaches ansteigt.

Mehr zum Thema: iPhone, Android-Smartphone, Smartphone, Virtual Reality (VR)

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Kommentare
  1. 06.03.16 15:46 foetor (Advanced Handy Profi)

    Naja selbst 4K reicht ja nicht aus. Denke bei 8k wird es dann interessant :)

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