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Autor:
Björn Brodersen
| 48

Samsung: Performance-Probleme sprachen beim Galaxy S6 gegen microSD-Support

Drohende Performance-Probleme sprachen beim Galaxy S6 (Edge) noch gegen die Implementierung eines microSD-Kartensteckplatzes. Beim Nachfolgemodell Galaxy S7 (Edge) bringt Samsung UFS 2.0, DDR4-RAM und microSD zusammen. Allerdings geht der microSD-Support auf dem neuen Smartphone-Modell von Samsung nicht so weit, wie Android 6.0 Marshmallow es zulassen würde.

Samsung: Performance-Probleme sprachen beim Galaxy S6 gegen microSD-Support

Galaxy S6 ohne microSD-Slot, Galaxy S7 mit microSD-Kartensteckplatz | (c) AM

Samsung hat sich beim Galaxy S6 (Edge) aus Performance-Gründen gegen den microSD-Support der Smartphone-Modelle entschieden. Das bekräftigte jetzt ein Samsung-Manager im Gespräch mit Techradar. "Seinerzeit haben wir die Performance im Gerät erhöht", zitiert die Website Kyle Brown, Head of Technology, Content and Launch Management bei Samsung. "Wir gingen auf UFS 2.0 und auf DDR4-RAM. Wir glaubten, dass ein microSD-Kartensteckplatz die Performance des Geräts bremsen würde." Als Ausgleich habe sich das Unternehmen entschlossen, eine Variante des Galaxy S6 (Edge) mit 128 GB interner Speicherkapazität herauszubringen.

Die Erklärung des Samsung-Managers ist keine Überraschung. Genau aus diesem Grund war bereits im Sommer des vergangenen Jahres mit einem Galaxy Note 5 ohne microSD-Slot gerechnet worden. Ein anderes Hindernis für das reibungslose Zusammenspiel zwischen internem und wechselbaren Speicher war zum damaligen Zeitpunkt, dass es gemeinsamen Speichercontroller gab. Wie Samsung das Performance-Problem beim Galaxy S7 und der Edge-Schwesterversion gelöst hat, erläutert der Manager allerdings nicht. "Glücklicherweise haben wir es beim S7 geschafft, das Beste beider Welten [Universal Flash Storage und DDR4-RAM sowie microSD, Anm. der Redaktion] zu vereinen", sagt Kyle nur.

Das Samsung Galaxy S7 unterstützt jedoch - so wie das Konkurrenzgerät LG G5 auch - nicht die mit Android 6.0 Marshmallow eingeführte Flex-Storage-Funktion, mit der eine ins Smartphone eingelegte microSD-Karte wie interner Speicher verwendet werden kann. Die wechselbare Speicherkarte im neuen Samsung-Smartphone kann somit nur zum Auslagern von Fotos, Videos, Musik, Dokumenten und anderen persönlichen Daten genutzt werden. Samsung fürchtet offenbar, dass die Flex-Storage-Funktion für Kunden mit Galaxy S7 zu kompliziert ist: Da die Marshmallow-Anwendung eine Formatierung und Verschlüsselung der microSD-Karte durch das Smartphone vorsieht, droht der Verlust der Daten, wenn die wechselbare Speicherkarte einmal aus dem Gerät entfernt wird.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, microSD, Smartphone, Galaxy-Smartphone, Android 6 Marshmallow

via Go2Android

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Kommentare
  1. 09.03.16 17:22 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @Der Kewle:"Anscheinend hast du ein anderes Statement gelesen als ich? In dem hier verlinkten Statement steht nichts von Speicher Performance, sondern man spricht allgemein von der Device Performance."
    >>Es gibt mehrere Statements von Samsung diesbzgl, aber Device Performance ist auch kein Widerspruch, weil laut Samsung ja der interne Speicher ausgebremst werden soll durch die Anwesenheit des eMMC-Speichers. Der interne Speicher beherbergt ja tatsächlich das System und die Apps und das könnte dann natürlich auch die spürbare Gesamtperformance beeinflussen.

  2. 09.03.16 16:41 Frankfurter Knackarsch (Expert Handy Profi)

    "Mir als Kunde sind die Zulieferer absolut egal.Der Knochen kommt ja auch nicht zum Hund. Warum auf etwas verzichten, nur damit andere mehr verdienen?"

    Verständlich und wahrscheinlich denken alle so.
    Klar freut es den Kunden wenn er Geld sparen kann, der Hersteller hat aber wohl andere Interessen ;).
    Deswegen denke ich dass der mSD bei den Herstellern ein notwendiges Übel ist und ihn alle am liebsten Abschaffen würden, zumind. bei den High-End Modellen, aber es nicht können. Denn wie gesagt ein mSD bringt für Hersteller und Zulieferer weder techn. noch finanziell Vorteile.
    Notwendig ist er deswegen um sich von Apple abzugrenzen.
    Marktstudien haben gezeigt, das eine ähnliche Modell/Preispolitik wie Apple, zugunsten von Apple ausgeht.
    Das musste Samsung mit dem S6 bitter erfahren.


    "(das würde wie gesagt auch nicht erklären, warum das S7 einen mSD-Slot hat)"
    Dann Erklär ich es dir zum wiederholten male.

    DEVICEperormance OHNE mSD > DEVICEperformance MIT mSD

    Samsung überlässt wieder dem Benutzer die Wahl

  3. 09.03.16 14:50 Der Kewle (Advanced Handy Profi)

    "Ich wiederhole es einfach nochmal: Samsungs erklärt das Fehlen des SD-Slots im S6 durch eine Beeinträchtigung des internen UFS-Speichers durch die Anwesenheit eines eMMC-Speichers."

    Anscheinend hast du ein anderes Statement gelesen als ich? In dem hier verlinkten Statement steht nichts von Speicher Performance, sondern man spricht allgemein von der Device Performance.


    "Dein Szenario sind schlecht programmierte Apps, deren Ausführungsgeschwindigkeit von externen Medien abhängt. Das ist wohl eher selten der Fall, normalerweise läuft die App selbst flüssig und man bekommt ggf Platzhalter gezeigt."

    Die App mag flüssig laufen, aber wenn das Verarbeiten der Daten lange dauert, weil die Speicherzugriffe quälend langsam sind, ist die Performance der App trotzdem Mist. Auch wenn die App es eigentlich besser kann.

  4. 09.03.16 13:47 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    Ich wiederhole es einfach nochmal: Samsungs erklärt das Fehlen des SD-Slots im S6 durch eine Beeinträchtigung des internen UFS-Speichers durch die Anwesenheit eines eMMC-Speichers.

    Samsungs Erklärung für das Weglassen des mSD-Slots im S6 ist also /nicht/:
    - der langsame eMMC-Speicher in mSD-Karten
    - die Geschwindigkeit des neuen Speichers
    (das würde wie gesagt auch nicht erklären, warum das S7 einen mSD-Slot hat)

    @Der Kewle:"Aber es gibt durchaus Apps, die Daten auf die mSD auslagern können, z.B. die Gallerie. Sind die Previews aber nicht mehr gecached, müssen die von der mSD nachgeladen werden. Ergebnis: mieserable Performance der Gallerie App.
    Das ist ein ganz simpler Usecase, der aber sehr deutlich macht, wie die User Wahrnehmung der Performance von der mSD beinträchtigt werden kann."
    >>Hat aber nichts mit der Erklärung von Samsung zu tun. Dein Szenario sind schlecht programmierte Apps, deren Ausführungsgeschwindigkeit von externen Medien abhängt. Das ist wohl eher selten der Fall, normalerweise läuft die App selbst flüssig und man bekommt ggf Platzhalter gezeigt. Aber wie gesagt, schlecht programmierte Apps mag es geben, obwohl ich nicht glaube, dass die integrierte Samsung-App dieses Problem hat. War ja auch wie gesagt nicht der Grund den Samsung angeführt hat.

  5. 09.03.16 12:55 M.a.K (Handy Master)

    Mir als Kunde sind die Zulieferer absolut egal. Der Knochen kommt ja auch nicht zum Hund. Warum auf etwas verzichten, nur damit andere mehr verdienen? Verstehe ich nicht. Ich finde diese Entwicklung gegen die Speichererweiterung bedenklich. Samsung sagt ja selber die Kunden wollen das so und sie haben drauf gehört was positiv aufgenommen wurde. Warum sollten die Hersteller sich jetzt plötzlich gegen das stellen was die Kunden wollen, nur weil etwas wie es schon immer gewesen ist von einigen nicht mehr akzeptiert wird?

    Und wie ich schon sagte, auch wenn die Möglichkeit vorhanden ist eine SD einzusetzen muss ja niemand eine SD nutzen, wenn er meint es macht das Gerät langsamer. Somit hat doch dann jeder was er will. Aber gleich alle ausgrenzen die es wollen macht keinen Sinn und von sinkenden Verkaufszahlen haben die Zulieferer auch nichts.

  6. 08.03.16 19:41 Frankfurter Knackarsch (Expert Handy Profi)

    "Trotzdem kam mir ein Gerät mit einer SD bisher nicht langsamer vor. 500 Fotos und selbst der schnellste interne Speicher bringt die Bildergallerie zum stocken."

    kenne mich da nicht so aus, aber kann sein dass eine Galleryapp nicht so sehr vom UFS profitiert.
    Jedenfalls zeigen Benchmarkwerte, dass UFS nand bei den Disziplinen unterschiedlich performt.

    Der einzige Grund der mir einfällt warum noch mSD verbaut wird ist weil es die Konkurrenz tut. Solange es da keinen Branchenweiten Umschwung gibt wird sich da auch niichts ändern. Was für den Kunden von Vorteil ist, ist schlecht für die Hersteller. Verstehe daher nicht warum da nicht reagieren wird.
    Dabei bringt mSD sowohl techn. als auch finanziell keinen Vorteil, im Gegeteil. Es bremst das Geschäft der Hersteller und Zulieferer.

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