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Autor: Tobias Czullay 02.03.2016 - 18:17 | 23

Samsung Galaxy S7 (Edge): Das Always-on-Display im Profil

Obwohl sich die Funktion bei der von Samsung gern genutzten AMOLED-Technik geradezu aufdrängt, legen die Koreaner mit Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge erst jetzt die ersten Smartphones mit einem Always-on-Display vor. Wir zeigen euch, was die Anzeige alles kann – und was nicht.

Samsung Galaxy S7 (Edge): Das Always-on-Display im Profil

Das Always-on-Display des Galaxy S7 | (c) Areamobile

Motorola und Google bieten auf ihren Geräten schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit an, auch im Standby-Modus wichtige Zusatzinformationen auf dem Bildschirm anzuzeigen. So werden auf Moto X, Nexus und Co. eingegangene Nachrichten, versäumte Anrufe oder App-Benachrichtigungen selbst dann angezeigt, wenn das Display eigentlich ausgeschaltet ist. Auf seinen neuen Flaggschiff-Smartphones Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge bietet neuerdings auch Samsung eine solche Always-on-Anzeige an.

Die Anzeige im Standby-Betrieb geht natürlich zulasten der Akku-Laufzeit, weswegen ihr Einsatz nicht bei jeder Bildschirmtechnik vorteilhaft ist. Da auf einem IPS-Display auch dunkle Flächen beleuchtet werden, muss vergleichsweise viel Energie aufgewendet werden, um eine kleine Notiz auch auf schwarzem Hintergrund darzustellen. Anders verhält es sich bei AMOLED-Panels, die nur solche Bereiche beleuchten, die heller sind als Schwarz - weißer Text auf schwarzem Hintergrund ist demnach energieeffizienter als schwarzer Text auf weißem Hintergrund. Da Samsung bereits seit dem Galaxy S2 und auch in den neuen Topmodellen solche AMOLED-Displays verbaut, bietet sich ein Always-on-Display also durchaus an.

So lässt sich das Always-on-Display personalisieren

Ein- oder auf Wunsch auch Ausgeschaltet werden kann der Always-on-Modus beim Galaxy S7 oder Galaxy S7 Edge in den Einstellungen im Menüpunkt "Anzeige". Hier darf die Darstellung auch ein wenig nach den eigenen Vorstellungen angepasst werden, beispielsweise dürfen sich Nutzer entscheiden, ob sie nur eine Uhr, ein Kalenderblatt oder ein Bild eingeblendet sehen möchten. Je nach Auswahl lassen sich dann weitere Änderungen am Erscheinungsbild vornehmen: Bei den Zifferblättern kann aus einem Fundus aus analogen und digitalen Uhren gewählt werden, der Kalender lässt sich mit größerer oder kleinerer Uhrzeit-Angabe anzeigen und immerhin drei ständig sichtbare Hintergrundbilder dürfen bestimmt werden. Weiterhin werden (nur) auf den Uhrzeit-Widgets der Always-on-Anzeige versäumte Anrufe und eingegangene Nachrichten gekennzeichnet, ohne allerdings Anrufer oder Nachrichteninhalt anzuzeigen.

Samsung Galaxy S7 Always-on-Display | (c) Areamobile

Die Anzeige-Einstellungen | (c) Areamobile

Samsung Galaxy S7 Always-on-Display | (c) Areamobile

Fundus an Zifferblättern | (c) Areamobile

 

Anders als beispielsweise beim Active-Display der Motorola-Smartphones ist das Always-on-Display auf den Galaxy-S7-Smartphones nicht interaktiv, beim Antippen der Uhrzeit oder des Kalenders passiert rein gar nichts. Das ist nicht unbedingt schlecht, immerhin lässt sich das Gerät so auch ohne ungewollte App-Starts mit der ganzen Pranke umschließen und herumtragen. Außerdem werden die ausgewählten Inhalte zwar in abwechselnden Positionen, aber tatsächlich dauerhaft auf dem gesperrten Smartphone angezeigt, eine Möglichkeit bestimmte Zeitintervalle einzustellen und das Always-on-Display beispielsweise Nachts auszuschalten gibt es (noch) nicht. Leider bietet sich auch keine Möglichkeit, die Helligkeit der Anzeige manuell zu justieren, auf dem Nachttisch dürfte das Gerät einigen Nutzern zu hell sein. Einzig auf dem Galaxy S7 Edge bietet sich der Umweg über die Nachtuhr auf dem Seitenbildschirm, die im festgelegten Zeitfenster das Always-on-Display ersetzt.

Always-on-Display zeigt keine WhatsApp-Nachrichten an

Zumindest auf dem Phablet-Modell steht die Always-on-Anzeige ohnehin in direkter Konkurrenz zum Edge-Display, das an sich sehr ähnliche Zusatzinformationen auf dem gesperrten Gerät darstellt. Bei Wischen über die Kante werden hier versäumte Anrufe, eingegangene Nachrichten und Kalendereinträge samt ihrer Details angezeigt. Gibt es keine meldenswerten Ereignisse, dann steht dort "Keine Benachrichtigungen" - beim Galaxy S6 Edge wurden dann immerhin noch Uhrzeit und Datum eingeblendet.

Eine dauerhaft eingeblendete Uhrzeit und auch der Kalender mögen zwar durchaus sinnvoll erscheinen, jedoch werden wir den Eindruck nicht los, dass einiges Potenzial am Always-on-Display verschenkt wurde. So erhält der Nutzer einen Abriss aus dem Kalender, nicht aber Informationen zu den am Tag anliegenden Terminen. Über eingegangene Nachrichten wird zwar informiert, allerdings nur über SMS und E-Mails, nicht über solche von Messengern wie WhatsApp.

Samsung Galaxy S7 Always-on-Display | (c) Areamobile

Nachtmodus auf dem Edge-Display | (c) Areamobile

Samsung Galaxy S7 Always-on-Display | (c) Areamobile

Auf dem Always-on-Display werden keine WhatsApp-Nachrichten angezeigt... | (c) Areamobile

Samsung Galaxy S7 Always-on-Display | (c) Areamobile

...obwohl Android eine ungelesene Nachricht anzeigt | (c) Areamobile

 

Fazit

Das Always-on-Display von Samsung ist beim Galaxy S7 in seinem derzeitigen Zustand eher rudimentärer Natur und lässt noch einige sinnvolle Funktionen vermissen. Neben der fehlenden Unterstützung für Messenger von Drittanbietern bieten sich dem Nutzer noch zu wenige Möglichkeiten, die Anzeige nach seinen Vorstellungen anzupassen. Warum beim Kalenderblatt weder Anrufe noch eingegangene Nachrichten angezeigt werden ist ebenso schleierhaft, wie der fehlende Abriss über die Tagestermine. Ähnlich leer mutete vor einem Jahr bereits das Edge-Display an, das Samsung seitdem aber mit neuen Funktionen und Paneelen gefüttert hat. Das lässt auf eine bessere Zukunft hoffen.

Mehr zum Thema: Amoled, Android-Smartphone, Smartphone, 2k (QHD), Edge-Display

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Kommentare
  1. 06.03.16 14:48 robbe18 (Newcomer)

    "Das erste Modell in das Samsung ein AMOLED verbaut hat war das i8910. Slider mit AMOLED gab es nicht, die hatten alle LCD. "
    Es ging mir nicht um die Displaytechnik, sondern um die Always On Funktion. Und die gab es definitv schonmal bei einem älteren Slider von Sasmung. Ich weiß noch, das die Uhrzeit immer auf 3 verscheidenen Posititonen angezeigt wurde und an allen davon konnte man irgendwann einen Schatten sehen.

  2. 05.03.16 17:20 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    @Applenerd:"Ja, deswegen habe ich mir die 1 Millionen oben auch einfach ausgedacht. ;-)) "
    >>Ich hab's einfach drauf ;)

    "Hast du Zahlen? Ich meine irgendwo was von 1mm gelesen zu haben und das wären ja schon beachtliche Größen bei modernen Samrtphones."
    >>Ehrlich gesagt, ist es erstaunlich schwer verlässliche Daten zu finden, aber kann gut sein.

  3. 05.03.16 14:35 Applenerd (Handy Profi)

    >>Die Kontrastwertangaben sind sowieso alle ausgedacht.

    Ja, deswegen habe ich mir die 1 Millionen oben auch einfach ausgedacht. ;-))

    Ich wollte nur sagen, dass die modernen Displays Eigenschaften haben, von denen man vor 10 Jahren nur träumen konnte.
    Die Auflösung von 480x320 auf 940x640 war beim iPhone 4 schon ein genialer Sprung. Die Displays sind inzwischen soweit, dass die Sprünge eben nicht mehr so "wow" sind. Will sagen: Ob Apple nur OLED oder LCD verbaut, beides werden super Displays sein und die Unterschiede nicht so riesig.

    >> Naja der Unterschied ist nicht so riesig,
    Hast du Zahlen? Ich meine irgendwo was von 1mm gelesen zu haben und das wären ja schon beachtliche Größen bei modernen Samrtphones.

    Aber ja, mir sind 1mm mehr oder weniger auch relativ egal.

  4. 05.03.16 14:06 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    @Applenerd:"BTW: OLEDs sind auch dünner als LCDs oder? Beim Schlankheitsrennen auch ein Faktor. ;-)"
    >>Naja der Unterschied ist nicht so riesig, aber ein paar Zehntel eines Millimeters kann man da schon sparen. Wann OLED seine Vorteile ausspielen kann hängt da aber mehr von anderen Faktoren ab als der geringen Bautiefe. Biegsamkeit und Rahmendicke hab ich außerdem auch vergessen. Würde ich auch als wichtiger ansehen als die Bautiefe ehrlich gesagt, aber kommt natürlich auch auf den Einsatzzweck an.

    Die Kontrastwertangaben sind sowieso alle ausgedacht. OLED kann nach der alten "Messmethode" unendlichen Kontrast erzeugen, aber eine Million hört sich halt besser an.

  5. 05.03.16 12:34 Applenerd (Handy Profi)

    Man sollte vor allem man festhalten, dass das Niveau der aktuellen LCDs und OLEDs beeits furchtbar hoch ist.
    Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass wir inzwischen über QHD auf Smartphones und über (OLED)-Fernseher mit Kontrastwerten von 1.000.000:1 reden.

    BTW: OLEDs sind auch dünner als LCDs oder? Beim Schlankheitsrennen auch ein Faktor. ;-)

  6. 05.03.16 12:18 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    @Applenerd:"Aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, dass bei OLED noch mehr drin ist in Zukunft, während LCD doch recht weit ausentwickelt ist (als ältere Technik), aber das ist nur eine Vermutung."
    >>Kann gut sein, dass LCD nicht mehr weiterentwickelt wird, weil OLED jetzt gerade der letzte Schrei ist. Zu Ende entwickelt ist es aber wohl noch nicht, denn LCD bietet durchaus auch noch Möglichkeiten der Optimierung auch jetzt noch zB https://en.wikipedia.org/wiki/Blue_phase_mode_LCD

    "Dass die OLED unterschiedlich abnutzen ist Bestandteil der Technik, klar. Allerdings stecke ich nicht so drin in der Thematik, als das ich wüsste, wo da noch Potential ist. Gibt es vielleicht in 5 Jahren OLEDs, die 10x so lange halten? Dann wäre das nur noch ein theoretischer Nachteil."
    >>Ja, das ist definitiv eine Überlegung. Ich habe erhebliche Zweifel, dass man es mal hinbekommt die Halbwertzeit der blauen OLEDS so deutlich zu erhöhen. Das Problem hierbei ist bereits, dass schon die weißen LEDs nicht lang genug halten damit dieser Effekt irrevant würde.

    Man muss aber dazusagen, dass der Effekt auch jetzt schon für einige Anwendungen tolerierbar ist wie zB Fernseher. Für Smartphones bzw als Monitor sind die OLEDs nicht so wirklich geeignet und werden es vermutlich auch nie sein. Ich sehe das Potential eher in einem Workaround. Problem ist aber die Realisierung, dass man die nicht genutzen LEDs nachbrennt bzw nachjustiert. Das Problem der Farbverschiebung wird ja bereits so gelöst, aber auf einen viel längeren Zeitraum und auch insgesamt mit einem gröberen statistischen Ansatz, der hier natürlich nicht funktionieren würde :D.

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